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Jubiläumsfeier in Wertingen

21.05.2018

Wie sich das Zusamtal entwickelt hat

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4 Bilder
Werner Filbrich aus Villenbach.
Bild: Hertha Stauch

Die Bürgermeister der VG-Mitgliedsgemeinden schildern auf dem roten Sofa ihre Sicht der Dinge

Auf dem roten Sofa müssen bei der Jubiläumsfeier in der Stadthalle auch die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der VG Wertingen der Moderatorin Marion Buk-Kluger Rede und Antwort stehen. Einer nach dem anderen plaudert aus dem Nähkästchen. Anton Winkler aus Binswangen war zu Zeiten der Gebietsreform 21 Jahre alt – heute ist er Bürgermeister und „zwangsweise“ Vorsitzender im Sportverein.

Die Ehrenämter machen Probleme, erzählt er, auch der katholische Frauenbund und der VdK fanden keinen neuen Vorsitzenden. Dennoch scheinen die Binswanger sich in ihrer Rolle innerhalb der VG ganz wohlzufühlen. „Passt scho“, antwortet Winkler mehrfach auf die Fragen der Moderatorin. Dass heute alles passt, drückt auch Laugnas Bürgermeister Johann Gebele aus – und das mit einem Kompliment: „Hut ab vor unseren Vereinen, die leisten unwahrscheinlich viel.“ 39 Vereine sind es in Laugna und seinen Ortsteilen, Bürgerhäuser sind mit deren Hilfe in allen Orten entstanden. „Wir sind stolz auf das Ganze“, beschreibt Gebele das Selbstverständnis der Laugnaer, die auch gerne feiern und dafür ihr eigenes „Laugnawasser“ brennen. Auch drüben in Wertingen in der VG werde das Laugnawasser geschätzt, scherzt Gebele – „da wird der Schnaps nach Leistungskriterien verteilt“.

Wie es den Villenbachern heute ergeht, schildert Bürgermeister Werner Filbrich mit einem geflügelten Wort: „Ein Sommernachtstraum“. Denn Shakespeare steht in diesem Jahr für die große Dorfinitiative – für das Stück, das auf der einzigen Freilichtbühne des Landkreises Dillingen aufgeführt wird. „Wenn man die Stunden bezahlen müsste, die unsere Vereine leisten…“, schwärmt auch Filbrich von den Initiativen in den Dörfern. Das ist in Zusamaltheim nicht anders, wie Wolfgang Grob erzählt. Einen Wermutstropfen mussten die Zusamaltheimer allerdings schlucken zu Zeiten der Reform.

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Gerne hätten sie sich Roggden und Hettlingen einverleibt. Denn Roggden gehörte schon kirchlich zu Zusamaltheim und beide Orte sind auch heute noch mit der Grundschule verbunden. Dennoch wurde Roggden den Wertingern zugeschlagen, die Firma Creaton, damals Ziegelei Berchtold, war wohl der Grund dafür. Nicht erfüllte Wünsche, darunter auch eine eigene Gemeinde Gottmannshofen zusammen mit Reatshofen, Hirschbach und Hohenreichen, wurden alle überwunden, sind sich die Interviewpartner auf dem roten Sofa einig. Die Dörfer haben sich auch innerhalb der VG ihr Eigenleben bewahrt. Davon zeugen an diesem Abend die Beiträge aus Kultur und Brauchtum. Die Goißlschnalzer des Trachtenvereins D’ Zusamtaler aus Wertingen, die Stadtkapelle Wertingen, das Männerensemble des Gesangvereins Binswangen, die Musikkapelle Osterbuch, der Theaterchor Villenbach und der Kirchenchor Zusamaltheim geben eindrucksvolle Beispiele.

Dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen, Bürgermeister Willy Lehmeier, gebührt das Schlusswort. Er spricht unter anderem von Reformen, die auf höherer Ebene oft nicht durchgehalten werden. Anders jedoch auf kommunaler Ebene. Die Kreis- und Gemeindereform: „Wir haben es geleistet und Sie sind ein Teil dieses Ganzen“, drückt Lehmeier seinen Dank an alle aus. (hek)

Bei uns im Internet finden Sie weitere Bilder von den beteiligten Vereinen und ihren Darbietungen unter

www.wertinger-zeitung.de/Bilder

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