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Wertingen

09.01.2020

Willy Lehmeier will es noch einmal wissen

Die Freien Wähler stärken Willy Lehmeier (Vierter von rechts, neben ihm Ehefrau Tina) demonstrativ den Rücken für seine vierte Kandidatur als Bürgermeister der Zusamstadt. Außer den Lehmeiers sind zu sehen (von links): Zweiter Vorsitzender der FW Christian Brunner, Stadtrat Anton Stegmair, Vorsitzender der FW Johannes Breindl, Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Ehrenvorsitzender Peter Schneider sowie die Stadträte Frieder Brändle, Matthias Buhl und Herbert Nuber.
Bild: Roland Stoll

Plus Der langjährige Bürgermeister tritt ein viertes Mal an. Noch ist kein Gegenspieler in Sicht.

Bürgermeister Willy Lehmeier hat die volle Unterstützung der Wertinger Freien Wähler für seine erneute Kandidatur. Der 56-Jährige will die Zusamstadt nach 18 Jahren im Amt auch die kommenden sechs Jahre leiten. Das entspricht offensichtlich dem Wunsch seiner Parteikollegen: 100 Prozent der Mitglieder des Wertinger Ortsverbandes der Freien Wähler sprachen sich am Dreikönigstag in der Schmankerlstube für eine erneute Kandidatur Lehmeiers aus. Der dankte für den „großartigen Vertrauensbeweis“ und sprach von einem guten Miteinander innerhalb des lokalen Parteiablegers. Der Ehrenvorsitzende der Wertinger Freien Wähler, Peter Schneider, lobte in seiner Rede die „geschlossene und kompakte Mannschaftsleistung der Freien im Stadtrat“. Die Durchsetzung einer Investitionsgrundlage für künftige Projekte im Stadtrat sei ein maßgeblicher Beitrag zur Stabilisierung der Stadtfinanzen gewesen.

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Derzeit ist, anders als in den Wahlen zuvor, noch kein Gegenkandidat für den langjährigen Bürgermeister der Zusamstadt in Sicht. Bei seiner ersten Wahl zum Stadtoberhaupt 2002 setzte er sich gegen den damaligen Bürgermeister Dietrich Riesebeck (SPD) und den CSU-Kandidaten Karl Hurler durch – Lehmeiers Sieg galt damals als kleine Sensation. 2008 wurde er von Peter Seefried (BIW) und Bruno Hempel von der FDP herausgefordert. Und bei seiner Wiederwahl 2014 behauptete er sich gegen die Mitbewerber Sven Rosenberg (BIW) und Johannes Strodl von der SPD.

Bekommt Lehmeier noch einen Gegenkandidaten?

Sollte für die diesjährige Kommunalwahl noch ein Mitbewerber für das Amt auftauchen, werde er die Herausforderung gerne annehmen, so Lehmeier: „Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.“ Ungewöhnlich wäre eine späte Bewerbung für Wertinger Verhältnisse nicht – Lehmeiers Gegenspieler tauchten 2008 und 2014 erst spät auf. Noch bis zum 23. Januar um 18 Uhr ist Zeit, Wahlvorschläge einzureichen.

Willy Lehmeier will es noch einmal wissen

Für den Fall seiner Wiederwahl hat Lehmeier vier große Themenschwerpunkte für die Stadtpolitik im Blick. Er will die Nordtangente realisieren, um den Verkehr zu entlasten. Gleiches gilt für eine Erschließungsstraße für das Baugebiet Marienfeld 2, welche für den weiteren Ausbau des Baugebiets notwendig ist.

Große Projekte sind Wertinger Nordtangente und Betriebshof

Außerdem soll laut Lehmeier der Umzug des Betriebshofs abgeschlossen werden. Und schließlich gelte es, den Hochwasserschutz für die Zusam-stadt in den kommenden Jahren umzusetzen. Neben diesen Riesen-Aufgaben gebe es aber noch zahllose weitere kleinere Projekte, die realisiert werden sollen. Mittlerweile kann Lehmeier auf fast zwei Jahrzehnte als Bürgermeister zurückblicken. Auch zuvor war er schon in der Verwaltung des Rathauses beschäftigt. Die Mechanismen der Stadtpolitik kennt er somit genau. Ist dieser Erfahrungsschatz in seinen Augen eine Hilfe? „Die Erfahrung hilft einem, etwas ruhiger zu bleiben. Manche Themen werden anfangs sehr emotional diskutiert.“ Früher sei er davon gelegentlich verunsichert worden, heute verspüre er dabei mehr Ruhe.

Ruhe sei gleichzeitig nichts, was in seinem Job im Überfluss gegeben sei. Deshalb sieht Lehmeier auch eine Herausforderung darin, gesund zu bleiben. „Der Job fordert dich komplett“, sagt er. Doch Lust auf die Herausforderung habe er immer noch. Lehmeier sagte nach der Nominierung zu unserer Zeitung: „Ich freue mich, nach wie vor, auf die Dinge, die kommen“.

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