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Zusamaltheim

02.05.2019

Wo darf man, wenn man am Badesee muss?

Am Zusamaltheimer Weiher steht seit vielen Jahren ein mobiles Toilettenhäuschen. Bislang hat die Kosten der Verein Donautal-Aktiv übernommen. Jetzt soll auf umweltfreundliche Komposttoiletten umgestellt werden, über die Kostenübernahme diskutierte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.
Bild: Manuela Winkelbauer

Leader-Projekt: Am Zusamaltheimer Badesee sollen ökologische Toiletten installiert werden.

Der Zusamaltheimer Badesee ist beliebt und zieht an heißen Tagen viele Besucher an. Aber was tun, wenn man ein dringendes Bedürfnis verspürt? Seit vielen Jahren steht ein mobiles Toilettenhäuschen bereit. Doch: Im Rahmen eines Leader-Projektes sollen künftig auf Erholungsflächen ökologische Toiletten installiert werden. Das träfe beispielsweise auf die Kneippanlage in Zusamaltheim zu – und eben auf die Badeweiher der Region.

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Neue Häuschen sollen sich besser in Landschaft einfügen

Die neuen Häuschen sollen sich besser in die Landschaft einfügen und einen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten. Zudem seien sie benutzerfreundlicher und komfortabler als die Kunststoffzellen, hieß es. In regelmäßigen Abständen werde das entstehende Kompostmaterial durch eine Fachfirma entfernt, die Toiletten gereinigt und Bedarfsmaterial ergänzt.

Neu ist, dass nun auch die Kommunen an den Kosten beteiligt werden, bislang hat der Regionalentwicklungsverein Donautal-Aktiv diese übernommen. Der Gemeindeanteil beträgt dann 40 Prozent. Bürgermeister Wolfgang Grob stellte verschiedene Ausführungen mit Preisangebot vor: Das günstigste Variante liegt dabei bei 2284 Euro für die ersten zwei Jahre, ab den Folgejahren kommt dann auf Zusamaltheim eine jährliche Unterhaltsleistung von 1430 Euro zu. Eine Entscheidung fiel in der Sitzung nicht, da eingeholt werden soll, was eine herkömmliche Mobi-Toilette kostet.

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Die Entscheidung wird vertagt

Da die Frist zur Teilnahme und somit der Förderung durch Leader in den nächsten Wochen ausläuft, schlug Grob vor, dem Bauausschuss die Entscheidung zu überlassen. Das wurde mehrheitlich abgelehnt. Unbestritten ist aber der Bedarf einer Möglichkeit, sich zu erleichtern. Gemeinderätin Eva Birkholz meinte dazu, dass die Herren sich eventuell behelfen könnten, bei den Damen dies aber schlecht möglich sei. Auch Grob mochte sich nicht vorstellen, wie sich an einem heißen Badetag mit vielen Gästen alle in die Büsche schlagen. Der Rat vertagte die Entscheidung. (wela)

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