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19.06.2017

Wonniger Inselsommer in Wertingen

Die „Aschberger Alphornbläser“ liesen ihre Rufe über die Zusaminsel erschallen – und ganz viele Besucher hörten ihnen zu. Auf der Insel und der Terrasse im griechischen Lokal waren alle Plätze besetzt.
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Die „Aschberger Alphornbläser“ liesen ihre Rufe über die Zusaminsel erschallen – und ganz viele Besucher hörten ihnen zu. Auf der Insel und der Terrasse im griechischen Lokal waren alle Plätze besetzt.

Ganz viele Gäste hatten erstmals „Zeit für die Insel“ und Freude an der Musik der Aschberger Alphornbläser. Wie auf der Insel neues Leben einkehrt

Blauer Himmel, Sonnenschein, stimmungsvolle Musik, gutes Essen und bestens gelaunte Wertinger: Kulturreferent Frieder Brändle strahlt übers ganze Gesicht. Sein Konzept zur Wiederbelebung der Wertinger Zusaminsel ist aufgegangen. Ganz viele Gäste finden nach dem Kirchgang oder beim Vormittagsspaziergang den Weg auf die idyllische Oase in der Stadtmitte. Unten fließt die Zusam gemächlich dahin, oben sitzen die Besucher gemütlich bei Tisch, genießen das Essen und die Musik der Aschberger Alphornbläser, die drüben auf dem Inselbalkon ihre mächtigen Instrumente postiert haben.

Schon von Weitem ist der Klang der Alphörner zu hören – „Hirtenrufe, mit der sich die Bergbewohner von Alm zu Alm verständigt haben“. Diese Art von Musik fasziniert die „sieben Schwaben“ Manfred Höpflinger, Kasper Wagner, Ernst Ott, Hermann Lacher, Johann Spring, Peter Streitberger und Artur Richert schon lange. Alle waren früher als Blechbläser aktiv, haben von daher Vorkenntnisse mitgebracht und sich jetzt auf das Alphorn konzentriert. Das Alphorn erfordert ein besonderes Feingefühl, erzählen sie: „Die Töne werden mit der Lippe geformt, durch Pressen werden sie höher und durchs Lockerlassen tiefer.“

Auch Frieder Brändle weiß das und kann als praktizierender Musiker mitreden: „Alphornbläser haben keine Klappe wie bei der Trompete, keinen Zug wie bei der Posaune und keine Taste wie beim Klavier“, erklärt er den Insel-Gästen das Besondere an dieser instrumentalen Technik. Ihre Hirtenrufe schreiben die Aschberger Bläser inzwischen selbst. Kasper Wagner aus Geratshofen komponiert die kleinen Stücke, die die „Aschberger“ vortragen. Es sind drei- und vierstimmige Melodien. „Die Alphörner sind in F gestimmt und haben eine natürliche F-Dur-Tonreihe“, erklären die Bläser ihr Instrument. Diese Besonderheit ist inzwischen nicht nur im Alpenraum und in Süddeutschland gefragt. Erst vor Kurzem waren die „Aschberger“ musizierende Gäste der Internationalen Gartenausstellung in Berlin, eingeladen von der Stadt Lauingen, die mit dem Berliner Bezirk Mahrzahn eine Partnerschaft unterhält. Von Berlin zurück zur Zusaminsel: „Limani“-Wirt Vangelis Kroupis und Irmgard Geßler von der „Inselküche“ haben alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu bewirten. Die „Limani“-Terrasse ist ebenso voll besetzt wie der Biergarten auf der Insel, der vom griechischen Restaurant und den „Inselfreunden“ gemeinsam bewirtschaftet wird. Das gehört zum Konzept der Initiative „Zeit für die Insel“. Auch Platz für Gäste, die ihre Verpflegung selbst mitbringen soll es geben.

Frieder Brändle denkt daran, die Insel jeden Monat auf diese Weise einmal zu beleben. Bei schlechtem Wetter wird der jeweilige Termin verschoben.

„Zeit für die Insel“ ist wieder im Juli - genau gesagt am Sonntag, 9. Juli, ab 11.15 Uhr. An diesem Termin musiziert die Bläserphilharmonie der Stadtkapelle Wertingen

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