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08.06.2009

Zittern für Ferber vorbei

Landkreis Augsburg (monik, pit, ski) - Erst schauten alle gebannt auf die Monitore und Ergebnistabellen, dann begann gestern die erste Bewertung der Europawahl durch Politiker - auch im Augsburger Land.

Landkreis Augsburg (monik, pit, ski) - Erst schauten alle gebannt auf die Monitore und Ergebnistabellen, dann begann gestern die erste Bewertung der Europawahl durch Politiker - auch im Augsburger Land.

Für den Spitzenkandidaten der bayerischen CSU, Markus Ferber aus Bobingen, war um Punkt 18 Uhr mit der ersten Prognose das Bangen vorbei.

Der Wiedereinzug ins Parlament war geschafft. Das galt diesmal im Vorfeld als gar nicht so hundertprozentig sicher. Das Kreisergebnis, knapp zehn Prozentpunkte über dem Landeswert fand der CSU-Politiker einfach "bombastisch".

Zittern für Ferber vorbei

Dass die CSU einen Sitz im Europäischen Parlament einbüßt, trübte die Freude des Bobingers bei der Feier seiner Partei in München kaum. Man müsse schließlich sehen, "wo die CSU herkommt" - von einem ganz mageren Landtagswahlergebnis. Und da sei die Zustimmung für die Europapolitik der Partei "hervorragend", so Ferber.

Auch Landrat Martin Sailer (CSU) hatte die Schrecken der Landtagswahl noch im Hinterkopf. Hauptsache deutlich besser sein als im vergangenen September - das war das erklärte Ziel seiner Partei. Und das hat man nun geschafft. Er sei "ganz zufrieden", erklärte Sailer gestern Abend. Seine Partei könne nach dem "deutlichen Anstieg" wieder "durchatmen".

Güller: Ein Schlag in die Magengrube der SPD

"Das ist wie ein Schlag in die Magengrube, das hat Ludwig Stiegler im Fernsehen ganz richtig formuliert", so schätzt der Neusässer SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller das Wahlergebnis aus Sicht der SPD ein. Ob die Partei im Landkreis nun noch etwas unter dem bayernweiten Resultat liege, sei da "nicht so entscheidend". Gleichzeitig spart Güller nicht mit Kritik an der zentralen Wahlkampfführung der SPD aus Berlin: "Da ging es beispielsweise immer um die Linke, das hat bei uns doch gar keinen interessiert." Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst kündigte Güller an, dass man manchen Parteifreunden in der Hauptstadt "auf die Füße steigen und in einigen Punkten auch einen Konfliktkurs fahren" müsse.

"Das ist sehr enttäuschend", kommentiert Dr. Simone Strohmayr das neuerliche Debakel der SPD - und liefert gleich mehrere Gründe: "Unsere Plakate waren wirklich schlecht." Es fehle der Partei an Glaubwürdigkeit, das merke man im Gespräch mit den Bürgern an den Infoständen. "Insbesondere unser Verhältnis zu der Linken ist noch immer nicht geklärt.

Barbara Jung, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, sieht die Grünen auf einem stabilen Kurs, auch in Europa. "Wir haben im Landkreis stark für Europa geworben.

"Wir haben wieder den Fuß in der Tür von Europa." Mit diesem Bild kommentierte gestern der Kreisvorsitzende der FDP das gute Abschneiden seiner Partei in Bayern. Johannes Pabst aus Graben freute sich.

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