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Unternehmertreffen

29.11.2018

Zu wenig Platz im Gewerbegebiet

Dieses Jahr war Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich beim Binswanger Unternehmertreffen als Referentin zu Gast. Wirtschaftsreferent Reiner Bühler führte durch den Abend im Binswanger Schillinghaus.
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Dieses Jahr war Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich beim Binswanger Unternehmertreffen als Referentin zu Gast. Wirtschaftsreferent Reiner Bühler führte durch den Abend im Binswanger Schillinghaus.
Bild: Brigitte Bunk

In Binswangen sind noch Flächen frei, aber noch sind nicht alle im Besitz der Gemeinde. Denn die Landwirte verkaufen Äcker am Ortsrand nur ungern

Zum dritten Mal fand das Binswanger Unternehmertreffen nun statt, das für Reiner Bühler ein fester Termin im Jahreskalender ist: „Wir möchten damit die Beziehung zwischen der Gemeinde und den Unternehmern aufrechterhalten und die Wünsche und Anregungen aufnehmen.“ Rund 25 Gäste fanden sich auf Einladung der zwei Binswanger Wirtschaftsreferenten im Schillinghaus ein. Mit Bühler kümmert sich Thomas Wippel um die Belange der Binswanger Gewerbetreibenden.

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Als Referentin präsentierte Regionalgeschäftsführerin Bettina Kräußlich die IHK, wie sie Interessen der Wirtschaft bündelt und gegenüber der Politik vertritt, sowie die Unternehmen und Menschen in der Region berät bei Themen wie Arbeitsrecht, Unternehmensgründung, der Finanzierung oder Nachfolge. Als ihr Lieblingsthema bezeichnete sie den anstehenden Neubau in Dillingen: das Haus der Wirtschaft, das Bildungszentrum der IHK in Nordschwaben. Bühler berichtete, dass im Binswanger Gewerbegebiet, das von der Umgehungsstraße gut zu sehen ist, noch eine größere Fläche frei sei, für die sich schon mehrere Interessenten gemeldet hätten. Eigentlich sei das angenehm. Aber: „Die Gemeinde will auch keinen wegschicken, der sich gerne in Binswangen niederlassen möchte.“ Da sich keiner der Landwirte von einem „Filetstück“ trennen will, also einem Acker, der so nahe am Ort liegt, sei es schwierig, weitere Gewerbeflächen zu erschließen.

Hinsichtlich der Auswahl der Käufer betonte Bühler: „Der Gemeinde ist es wichtig, dass sich die Unternehmen nachhaltig präsentieren.“ Allerdings solle sich der Ausbau des Gewerbegebiets irgendwann auch rentieren, indem Arbeitsplätze entstehen und Gewerbesteuer in den Gemeindehaushalt fließt. Die nächste Aktion, die nach der Umsetzung jeder Durchfahrende sehen wird: Die Wirtschaftsreferenten möchten zusammen mit den Unternehmern eine Beschilderung entwickeln, die von Lkw-Fahrern und Besuchern gut gesehen wird, aber auch den Verkehr und das Ortsbild nicht stört. Wer daran mitarbeiten möchte, darf sich bei Bühler oder Wippel melden.

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Ein Thema, das Helmut Bader derzeit beschäftigt: Ein junger Mann, der aus Afghanistan geflüchtet ist, arbeitet als Auszubildender in seinem Malerbetrieb. Nächstes Jahr stehe die Gesellenprüfung an. Bader führt aus: „Jeder nimmt ihn gerne mit auf die Baustelle, er ist willig und stellt sich geschickt an.“ Allerdings habe er kein Bleiberecht, auch sämtliche Gesuche durch ihn als Arbeitgeber laufen ins Leere. Alexander Gumpp erläuterte, dass es schon zwei Jahre dauere, bis derjenige die Kultur und die Sprache lerne.

Das alles sei nötig, damit derjenige mit der Lehre beginnen und auch in der Berufsschule mithalten könne. Er bedauert angesichts des Facharbeitermangels: „Es ist schade, dass sich die Politiker so wenig dafür einsetzen, dass die Leute zumindest bleiben können, solange sie arbeiten und sich damit selbst versorgen.“

Bettina Kräußlich erläuterte, wie sehr sich die IHK und auch die Handwerkskammer in diesem Bereich engagiere, dass das Team immer wieder Briefe schreibe, damit sich die Verantwortlichen für eine zufriedenstellende Lösung einsetzen.

Der Termin für das Binswanger Unternehmertreffen 2019 ist der 21. November um 19.30 Uhr im Schillinghaus.

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