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Bundestagswahlen

07.09.2017

Zum ersten Mal an die Urne

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Alexander Lindner

Wie sich Erstwähler vorbereiten. Bei den Eltern wollen sie sich höchstens informieren. Über eines stimmen die Befragten alle überein

Vor eineinhalb Jahren saß ich letztmals im Sozialkunde-Unterricht des Wertinger Gymnasiums. Heute bin ich 20 Jahre jung, die Bundestagswahlen stehen an, und ich will auf jeden Fall wählen gehen, und zwar überlegt und verantwortungsvoll. Die Wahlprogramme der wichtigsten Parteien habe ich mir schon mal durchgelesen und versucht, alles zu begreifen. Leichter gesagt als getan! In den Nachrichten bekomme ich einiges mit. Die Talksendungen stiften manchmal eher Verwirrung. Doch ich bleibe dran, bilde mir derzeit – auch im Rahmen meines Praktikums bei der Wertinger Zeitung – meine Meinung und werde am Sonntag, 24. September, auf jeden Fall meine Stimme abgeben. Dazu fühle ich mich verpflichtet in einer Demokratie.

Wie mir, der 20-jährigen Filippa Mörz aus Wertingen, geht es derzeit vielen anderen. Über 16000 Menschen werden im Verbreitungsgebiet der Wertinger Zeitung bei den Bundestagswahlen ihre Stimme abgeben. Darunter sind auch 177 Erstwähler innerhalb der Stadt und Verwaltungsgemeinschaft Wertingen. In Buttenwiesen können von den 4423 Wahlberechtigten 98 junge Menschen zum ersten Mal zur Wahl gehen. Insgesamt rund 1000 Wähler wollen in der Gemeinde per Briefwahl ihre Kreuzchen setzen – Tendenz steigend. Wie viele davon zu den Erstwählern gehören, lässt sich weder in Buttenwiesen noch in Wertingen sagen. Wie bereiten sich die 275 jungen Erwachsenen auf solch ein wichtiges Ereignis vor?

Dass sie auf jeden Fall zur Wahl gehen wird, ist für Emma Matthäus, eine 18-jährige Studentin aus Gottmannshofen, sicher. Sie informiert sich nicht nur kurz vor den Wahlen über die politischen Geschehnisse in Deutschland: „Ich schaue regelmäßig die Nachrichten und politische Diskussionsrunden im Fernsehen.“ Außerdem spreche sie manchmal mit ihren Eltern über Politik. Ihre Wahl werden diese jedoch nicht beeinflussen: „Ich frage sie nach Rat, wenn ich etwas nicht verstehe, doch meine Wahl will ich unabhängig von ihrer Meinung treffen.“

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Auch Alexander Lindner, 19 Jahre alt aus Heretsried, will am 24. September zum ersten Mal zur Wahl gehen. Er sei sich zwar noch nicht ganz sicher, was er wählen wird, doch manche Parteien könne er jetzt schon ausschließen, sagt er. Um sich einen besseren Einblick zu verschaffen, hat der junge Elektroniker noch vor, sich die Wahlprogramme einzelner Parteien anzuschauen. Generell interessiere er sich nicht besonders für Politik, doch vor den Wahlen findet er es wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und zu informieren. Für ihn ist klar, dass jeder wählen gehen sollte: „Es ist die einzige Möglichkeit, als Bürger Einfluss auf die Politik zu nehmen.“

Der 19-jährige Simon Rotter aus Biberbach sieht das genauso: „Sinn der Demokratie ist es doch, dass das Volk mitentscheiden kann.“ Er selbst gibt zu, dass er sich noch nicht besonders mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Doch er wolle sich auf jeden Fall noch vor den Wahlen über die Parteien und auch das Wahlsystem im Allgemeinen informieren. Denn seiner Meinung nach habe man dies in der Schule nicht intensiv genug besprochen. Einiges erklären ihm aber auch seine Eltern, sagt Rotter. Dass diese einen Einfluss auf seine Wahl haben, dem widerspricht der 19-Jährige.

Auch Jana Korbacher glaubt nicht, dass ihre Eltern ihre Stimmenvergabe beeinflussen. Die 18-jährige Schülerin aus Wertingen hält sich für relativ gut auf die Bundestagswahlen vorbereitet, da sie in der Schule den „Wahl-O-Mat“ genutzt hat. Damit habe sie herausfinden können, mit welcher Partei ihre Meinungen und Ansichten am besten übereinstimmen. Gesprächsthema Nummer eins war die Politik das Jahr über keineswegs bei Jana Korbacher und ihren Freunden. Sie liest Zeitung oder sieht Nachrichten, um über die wichtigsten politischen Geschehnisse informiert zu sein. "Seite 32

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