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Jubilar

16.03.2020

Zum runden Geburtstag ein zweites Enkelkind

Villenbachs Altbürgermeister Otmar Ohnheiser wird am heutigen Montag 70 Jahre alt. Mit dem Opa freut sich Enkelsohn Maximilian im FCA-Trikot auf diesen besonderen Tag.
Bild: Freya Ohnheiser

Villenbachs Altbürgermeister Otmar Ohnheiser wird heute 70 Jahre alt. Was er in seinem Leben noch vorhat

Es gibt nicht viele Dinge, die er im Rückblick auf sein bisheriges Leben anders machen würde. Otmar Ohnheiser ist mit sich und seiner Welt zufrieden. Das liegt in erster Linie am persönlichen Umfeld eines Mannes, der in seiner Kindheit in Wengen aufgewachsen und mit zehn Jahren nach Villenbach umgezogen ist. Dort feiert er am heutigen Montag seinen 70. Geburtstag.

Zu den Gratulanten wird auch der amtierende Bürgermeister Werner Filbrich gehören. Er bezeichnet seinen Vorgänger als Gemeindeoberhaupt (2008 bis 2014) als ein echtes „Villenbacher Urgestein“, das den Ort durch sein großes Engagement in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt habe. „Wenn jeder so viel wie Otmar für die Vereine und die Gemeinde tun würde, hätten wir keine Probleme“, zieht Filbrich den Hut vor einem Menschen, der am 16. März 1950 in Wertingen als drittes und jüngstes Kind seiner aus dem Sudetenland stammenden Eltern das Licht der Welt erblickte. Nach seiner Schulzeit erlernte er in Dillingen den Beruf des Schriftsetzers, danach war er insgesamt 39 Jahre bei Presse-Druck in Augsburg beschäftigt. Zuletzt als Anzeigenleiter bei der Donauwörther Zeitung.

Kommunalpolitisch war Ohnheiser zunächst als Gemeinderat und später als Zweiter Bürgermeister (1996 bis 2008) tätig, ehe er als Nachfolger von Karl Mengele in das Amt des Ersten Bürgermeisters gewählt wurde. In den sechs Jahren, in denen Ohnheiser Chef im Villenbacher Rathaus war, konnte er einige wichtige Dinge für die Zusamtalgemeinde umsetzen. So wurde unter seiner Amtsführung unter anderem ein neuer Kindergarten mit Krippe geplant und gebaut. In Ohnheisers Amtszeit wurde über eine mögliche Trassenvariante für eine Umfahrung Hausen–Villenbach debattiert, diskutiert und teilweise auch schon geplant. Bei einem Bürgerentscheid wurde sie mehrheitlich abgelehnt.

Zum runden Geburtstag ein zweites Enkelkind

Otmar Ohnheiser blickt nicht nur auf eine anstrengende Zeit als Kommunalpolitiker zurück – noch mehr war er eigentlich ein Vereinsmensch. Aktuell ist er bei mehr als zehn Vereinen Mitglied, als Gründungsmitglied hat er vor allem beim SV Villenbach in nahezu allen Abteilungen Spuren hinterlassen. Als der Klub in den 1980er-Jahren kurz vor dem Aus stand, hat er für sechs Jahre den Vorsitz übernommen und den Verein wieder in ruhigere Gewässer geführt.

Insbesondere der Fußball hat es dem ehemaligen Schiedsrichter angetan. Es vergeht kaum eine Woche, in der er seit seinem Eintritt in den Ruhestand vor sechs Jahren nicht zwei bis drei Spiele besucht. Ob in der Bundesliga beim FC Augsburg, beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim oder bei heimischen Vereinen bis hinunter zur B-Klasse. Ohnheiser kennt die Sportplätze und die Mannschaften der Region wie kaum ein anderer. Fußballspiele anschauen, das ist das eine Hobby, welches den 70-Jährigen antreibt. Eine weitere Leidenschaft ist das Schafkopfspiel: Jeden Mittwoch trifft er sich mit Freunden, um im Bürgerhaus in Rischgau gelegentlich einen Wenz oder ein Solo anzusagen. „Da sitzen wir schon mal drei Stunden oder noch länger zusammen“, möchte er diese Zeiten nicht missen.

Neben all seinen Tätigkeiten als Kommunalpolitiker und Vereinsmensch war und ist der Altbürgermeister auch ein Familienmensch. Seine Frau Regina, die er 1983 vor den Traualtar führte, verwöhnt ihn kulinarisch nahezu jeden Tag. „Sie ist eine hervorragende Köchin“, weiß er diese Fähigkeit seiner besseren Hälfte besonders zu schätzen. Zur Familie gehören auch Sohn Markus, Schwiegertochter Freya, Enkel Maximilian und bald auch dessen Geschwisterchen. „Vielleicht kommt unser zweites Enkelkind ausgerechnet an meinem Geburtstag zur Welt“, freute sich Opa Otmar wenige Tage vor seinem „Runden“ auf ein Geschenk, das ihn sehr glücklich machen wird.

Seinen Enkelkindern will der Jubilar in den nächsten Jahren vor allem viel Zeit widmen. Zeit, die er für seinen Sohn durch alle seine ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht hatte. Dieses Versäumnis sei im Rückblick das Einzige, was er bereue. Sonst sei in seinem Leben vieles richtig gelaufen, betont Otmar Ohnheiser, der sich für die Zukunft keine Fernreisen und große Urlaube mehr wünscht, sondern Gesundheit für sich und seine Familie.

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