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Sitzung

20.05.2020

Zwei Doppelhäuser entstehen in Villenbach

Beim zweiten Treffen des Gemeinderats standen vor allem Bauthemen auf der Tagesordnung. Nicht allen Vorhaben erteilten die Räte ihre Zustimmung

Kaum war die Sitzung Ende April abgesagt, kamen so viele Anträge auf den Tisch von Villenbachs Bürgermeister Werner Filbrich, dass nach der konstituierenden noch eine zweite Sitzung im Mai notwendig war. So trafen sich die Gremiumsmitglieder am Montagabend in der Sporthalle und stimmten unter anderem der Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung zu. Die Erstellung der Objektplanung für Verkehrsanlagen und Freianlagen wird knapp 42000 Euro kosten, und vom Architektenbüro Markus Kammer aus Mertingen erstellt. Bezahlen muss die Gemeinde davon knapp 12600 Euro, wie Bürgermeister Filbrich erläuterte. Denn 70 Prozent werden von der Dorferneuerung gefördert.

Den Bauanträgen zum Neubau von vier Doppelhaushälften an der Mitterfeldstraße in Villenbach stimmte der Rat zu. Jedes ist als eigenes Haus geplant. Sollte eines davon einmal veräußert werden, könne so jedem Käufer eine eigene Planung in die Hand gegeben werden, erklärte Filbrich. Momentan ist angedacht, die Häuser zu vermieten. Eine Halle, die ebenfalls auf dem Gelände steht, wird vom Eigentümer, der das Grundstück selbst kürzlich erworben hat, als Lager genutzt.

Dies veranlasste Arthur Bihler zu der Frage, ob die Gemeinde nicht ein Vorkaufsrecht gehabt hätte, um dort selbst Bauplätze auszuweisen. Doch Bürgermeister Filbrich führte aus, dass das nicht so einfach sei. „Wir hätten nur die Möglichkeit, wenn wir sagen könnten, wir haben das und das geplant.“ Dass in der Halle der Bauhof hätte Platz finden können, war für Filbrich keine Option, da der schon vor zwei bis drei Jahren vergrößert wurde und „der Recyclinghof wird auch nicht auf Dauer bleiben“. Dritte Bürgermeisterin Lydia Edin ergänzte, dass er einer der letzten gewesen sei, der aufgrund der Corona-Situation wieder öffnen durfte.

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Dem Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, auf dem steilsten Grundstück im Baugebiet Ahornweg in Riedsend, konnte der Rat seine Zustimmung allerdings nicht geben. Den Ausschlag gab dabei, dass eine im Keller geplante Wohnung ein zusätzliches Vollgeschoss darstellt. Somit hätte das Haus drei Vollgeschosse, was laut Bebauungsplan nicht zulässig ist. Um dies zuzulassen, müsste dieser somit beim letzten Haus im Neubaugebiet geändert werden. Denn alle anderen hatten sich an die Vorgabe gehalten.

Eine Bebauungsplanänderung steht für die Gebiete Villenbach I West und II Ost sowie Villenbach West an. Der Auslöser dafür, dass diese Änderung gerade jetzt angestoßen wird, ist das Entstehen einer gewerblichen Halle in dem Bereich. Deren Planung erfordert ansonsten zu viele Befreiungen von den Vorgaben des bestehenden Bebauungsplans. Die hatte der Gemeinderat bereits in einer früheren Sitzung erteilt. Doch das Landratsamt hat nun erklärt, dass es die Zustimmung nur gebe, wenn der Bebauungsplan geändert werde. Filbrich erklärte den acht neuen Räten: „Wir wollen sowieso Umgestaltungsmöglichkeiten für die bestehenden Häuser schaffen.“

Und damit die Änderungskosten nur einmal anfallen, werden gleich drei Bebauungspläne zusammengefasst. Welche Änderungen vorgenommen werden, soll in einer weiteren Sitzung festgelegt werden. Der Antragsteller der Halle beteiligt sich an den Änderungskosten.

Der Bauvoranfrage für einen Bungalow an der Hirtenmahd in Hausen stimmte der Rat zu, allerdings mit der Bitte, dass das gewünschte Flachdach nicht umgesetzt wird.

Dem Vorhaben, das in der Biogasanlage an der Villenbacher Straße in Wengen ein zweites Blockheizkraftwerk im Container auf dem Grundstück betrieben werden darf, steht der Rat – bei einer Gegenstimme – ebenfalls positiv gegenüber. Der Betreiber darf laut Bürgermeister nicht mehr Strom produzieren als genehmigt. Um aber Netzspannungen ausgleichen zu können, bekommt er vom Energieversorger eine Bereitstellungsprämie für den zweiten Motor.

Laut Gutachten sollen die zwei neuen Motoren leiser sein als der bisher genutzte.

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