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30.10.2009

Zweite technische Panne nach Revision in Block C

Gundremmingen (pm, bv) - Nach einer vierwöchigen Revision ist Block C des Kernkraftwerkes Gundremmingen seit Montag wieder im Anfahrbetrieb. Bis zum Wochenende soll der Reaktor den Volllastbetrieb erreichen, teilt das Kernkraftwerk mit. Am Reaktorblock C hat sich gestern beim Anfahren allerdings eine weitere technische Panne ereignet. Nach Angaben der Betreiber wurde am Generator eine undichte Stelle im Kühlsystem festgestellt. Daraufhin sei Block C vom Netz genommen und die Reaktorleistung einige Stunden bis zur Behebung der Panne reduziert worden. Es habe sich weder um einen Störfall, noch um ein meldepflichtiges Ereignis gehandelt, sagte Kraftwerkssprecher Jan Kiver.

Nach Angaben der Werksleitung wurden bei der Revision umfangreiche Prüfungen und Modernisierungen vorgenommen, außerdem wurden 124 neue Brennelemente in den Reaktor eingesetzt. Bei den Funktionsprüfungen wurde am 21. Oktober eine Störung an einem Notstromdiesel festgestellt. Beim Wiederanfahren sei es deshalb zu einer Reaktorschnellabschaltung gekommen. Der Vorfall sei gemäß den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (Normal) eingestuft worden, was "keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung" heiße.

800 Prüfprogramme absolviert

Bei der Revision wurden nach Werksangaben rund 800 Prüfprogramme absolviert. Zusätzlich wurden Empfehlungen aus der "Periodischen Sicherheitsüberprüfung" umgesetzt. Die Ergebnisse sind auf den Internetseiten des Kernkraftwerks veröffentlicht. Für die von Gutachtern und Sachverständigen überwachte Revision mit Brennelementwechsel wurden nach Werksangaben etwa 30 Millionen Euro aufgewendet.

Zweite technische Panne nach Revision in Block C

Die Grünen im Bayerischen Landtag, unter ihnen auch die Augsburgerin Christine Kamm, haben jetzt von Umweltminister Dr. Markus Söder eine Aufklärung über die anhaltenden technischen Probleme im Atomkraftwerk Gundremmingen gefordert. Sie sprechen von einer "anhaltenden Pannenserie".

Raimund Kamm, der Vorsitzende des "Forums - Gemeinsam gegen das Zwischenlager", sagt, die Menschen hätten ein Anrecht, dass der RWE-Konzern sachgerecht informiere, in welchem Zustand sich das Kernkraftwerk wirklich befinde. Der Reaktor sei beim Anfahren zweimal abgeschaltet worden. Kamm befürchtet laut Pressemitteilung, dass die Probleme Auswirkungen auf die Strahlenbelastung und die Sicherheit haben könnten.

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