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Schwanenbräu-Mälzerei in Wertingen: Der Abriss läuft

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Jetzt wird die alte Schwanenbräu-Mälzerei abgebrochen

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    Ein Teil des Daches ist bereits abgetragen.
    Ein Teil des Daches ist bereits abgetragen. Foto: Franz Käsinger

    Klong, klong, klong. An diesem Vormittag wird auf dem Dach der ehemaligen Mälzerei in der Wertinger Schmiedgasse Ziegel um Ziegel abgetragen. Mehrere Arbeiter sind in luftiger Höhe zu sehen – und zu hören. Unter den Ziegeln kommen alte Dachlatten hervor, auch diese werden händisch herausgenommen. Bohrgeräusche untermauern die Kulisse. Damit läuft der Abriss des einstigen Gebäudes der Brauerei Schwanenbräu.

    Der Abbruch der Mälzerei in Wertingen dürfte rund sechs Wochen dauern

    Investor Hermann Buhl zufolge haben die Arbeiten am vergangenen Mittwoch begonnen und dürften um die sechs Wochen in Anspruch nehmen. Nach und nach wird das Gebäude von oben nach unten „von Hand“ abgetragen. Zuständig ist das Wertinger Abbruchunternehmen Mathias Kerler. Die Materialien müssen dabei fein säuberlich getrennt werden – „jeder Stein und jedes Bröckelchen Holz“ müsse separat entfernt werden, so Buhl.

    Der Investor hat das Areal im Herzen Wertingens erworben und sich für den Abriss der Mälzerei entschieden, um Platz für einen neuen Konzertsaal zu schaffen. Möglich ist der Abbruch, weil das alte Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Hätten Statik und Brandschutz die Voraussetzungen erfüllt, hätte Buhl das Gebäude dennoch „zu 1000 Prozent“ erhalten, wie er sagt. Die barrierefreie Konzerthalle wird auf den Grundmauern des Bestands errichtet, im jetzigen Hof wird sich ein Foyer anschließen. Doch Buhl zufolge hätte ein Herausnehmen tragender Säulen im jetzigen Gebäude zum Einsturz geführt.

    Der Abriss der ehemaligen Mälzerei in der Wertinger Schmiedgasse läuft.
    Der Abriss der ehemaligen Mälzerei in der Wertinger Schmiedgasse läuft. Foto: Laura Gastl

    Funktioniert alles so, wie es sich Buhl vorstellt, könnte nach dem Abriss der Mälzerei schon im Herbst mit dem Bau des Konzertsaals begonnen werden. Der Investor, der mit der Charlotte und Hermann Buhl Stiftung etwa für die Wertinger Festspiele oder auch die Sonntagsmatinéen verantwortlich ist, ist ein großer Kulturverfechter. Der Bau eines modernen Konzertsaals würde die angespannte Buchungssituation anderer Veranstaltungsorte in Wertingen entzerren. So sieht es Buhl. Denn die Stadthalle wird auch für den Sport genutzt. Auch vonseiten der Stadtkapelle ist immer wieder zu hören, dass man sich eine weitere Location wünscht.

    Auf Instagram bedauern viele User den Abriss der Mälzerei

    Doch nicht alle stehen dem Rückbau der Mälzerei positiv gegenüber. Unter einem Post über den Abriss auf dem Instagram-Account unserer Redaktion fragt ein User: „Warum steht so was nicht unter Schutz?“ Ein anderer findet: „Voll schade um das Gebäude“, und bekommt dafür viel Zustimmung. „Einfach nur traurig, es hat so viel Charme“, kommentiert eine weitere Nutzerin.

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