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Fußball-Bezirksliga Nord

19.10.2020

Acht Tore beim 5:3-Spektakel in den Lechauen

Nach seinem Führungstor wird Meitingens Denis Buja (links) von Mitspieler Florian Heiß beglückwünscht.
Bild: Tautz

TSV Meitingen macht es beim Sieg gegen Günzburg unnötig spannend

Aufgrund der Masken-Pflicht fiel das Durchatmen in der Meitinger Rathausapotheken-Arena diesmal etwas schwerer. Dennoch kamen die 200 Zuschauer beim nervenaufreibenden 5:3 (3:1)-Heimsieg des TSV Meitingen gegen den Tabellenvorletzten FC Günzburg wieder einmal voll auf ihre Kosten. Schade für 50 weitere Fans, die aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht mehr ins Stadion durften.

Nicht nur auf dem Papier galt der Gastgeber als haushoher Favorit. Und die Lechtaler brachten Dominanz auf den Platz. Alexander Heider scheiterte zunächst freistehend vor Gäste-Schlussmann Fabian Kuchenbauer (4.). Nach nicht einmal zwölf Minuten durfte aber dann doch erstmals gejubelt werden: Mateo Duvnjak konnte an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, legte im Strafraum auf den frei stehenden Denis Buja ab, der die Kugel zur Führung einschob. Nach nur 20 Minuten krönte sich Duvnjak mit seiner zweiten Aktion bereits zum Spieler des Spiels. Der 28-Jährige schlenzte einen direkten Freistoß nach Ronaldo-Manier unhaltbar ins rechte obere Eck zum 2:0 (20.).

Hätte sich der TSV Meitingen wenige Minuten später nicht wieder einmal selbst ausgebremst, wäre der Tabellenvorletzte in den Lechauen wohl ziemlich untergegangen. Marco Lettrari ging Maximilian Lamatsch ungestüm von hinten in die Beine, der verwandelte anschließend den Strafstoß zum 2:1-Anschluss (25.). Drei Zeigerumdrehungen später entschied Schiedsrichter Sebastian Fleschhut dann jedoch mit zweierlei Maß. Emanuel Zach war nach einem Steilpass von Duvnjak eigentlich schon durch, wurde letztlich aber von zwei Abwehrspieler des FC Günzburg in die Mangel genommen und zu Boden gezogen. Das harte Einsteigen auf Höhe des Elfmeterpunktes blieb ungeahndet. Für den längst überfälligen dritten Treffer sorgte dann Neuzugang Nikola Zegarac, der nach einem Eckball Duvnjaks irgendwie die Kugel aus dem Gemenge heraus über die Linie stolperte (38.) – die Hintermannschaft der Gäste sah hier wirklich nicht gut aus.

Apropos Defensive: Auch der TSV Meitingen machte sich das Leben selbst immer wieder schwer. Diesmal war es Keeper Luca Peuser, der gegen Lamatsch zu spät kam. Günzburgs Torjäger verwandelte auch den zweiten Strafstoß und brachte die Gäste zurück ins Spiel (55.). Während die Mannschaft des Ex-Meitingers Christoph Bronnhuber durchaus Hoffnung schöpfte, ließ die Elf von Pavlos Mavros deutlich nach. Erst Duvnjak brachte wieder Schwung ins Spiel der Lechtaler. Im Alleingang umspielte er die Günzburger Hintermannschaft und schob lässig an Kuchenbauer vorbei zum 4:2 (72.). Wieder hielt die Zwei-Tore-Führung aber nur drei Minuten. Große Schwächen in der Defensive nutzte Benjamin Wahl zum 4:3 (75.) – sehr zum Ärger von Mavros und Abteilungsleiter Torsten Vrazic, die beide an der Seitenlinie zu Recht tobten. Den Deckel machte schließlich Buja drauf, nachdem der eingewechselte Lukas Erhard kurz zuvor knapp am Pfosten vorbeischob (78.). Von Florian Heiß bedient köpfte der spielende Co-Trainer wuchtig zum 5:3-Endstand ins Kreuzeck ein (83.).

„Besser wie jeder Kinofilm. Solch einen Spannungsbogen wünschen sich die Zuschauer – ganz zum Leid von uns“, lachte Vrazic nach dem Abpfiff.

TSV Meitingen: Peuser, Heiß, Ranitovic, Heider, Zach, Buja, Duvnjak Lettrari (54. Fichtner), Chouiloulidis, Deppner, Zegarac (62. Erhard).

FC Günzburg: Kuchenbaur, Megyes, Bandlow (54. Wahl), Wachs, Hepp, Lamatsch, Deibler, Bader (85. Kelmendi), Bergmair, Casamayor-Bell (85. Nolde), Fuchs.

Tore: 1:0 Buja (12.), 2:0 Duvnjak (20.), 2:1 Lamatsch (Foulelfmeter/26.), 3:1 Zegarac (38.). 3:2 Lamatsch (Foulelfmeter/56.), 4:2 Duvnjak (72.), 4:3 Wahl (75.), 5:3 Buja (83.). – Schiedsrichter: Sebastian Fleschhut. – Zuschauer: 200 (ausverkauft)

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