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Fußball-Relegation

29.05.2017

Am Boden zerstört und im Glücksrausch

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Während die Spieler des SSV Neumünster nach der 0:5-Niederlage gegen den TSV Hainsfarth enttäuscht auf dem Spielfeld in Lutzingen am Boden lagen (Bild oben), feierten die Akteure des FC Horgau nach dem 3:1 gegen Türk Kempten im Stadion von Babenhausen den erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga (Bild unten).

SSV Neumünster scheitert mit 0:5 am TSV Hainsfarth und bleibt Kreisklassist, FC Horgau steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga auf

Unterschiedlicher hätte die Gefühlslager bei zwei Fußballmannschaften aus dem Landkreis Augsburg am vergangenen Wochenende nicht sein können: Während der SSV Neumünster-Unterschöneberg im Aufstiegsspiel zur Kreisliga am Freitagabend mit 0:5 am TSV Hainsfarth scheiterte, kannte der Jubel einen Tag später bei FC Horgau keine Grenzen mehr. Erstmals in der Vereinsgeschichte steigen die „Kleeblättler“ in die Bezirksliga auf. Das Relegationsspiel gegen Türk Kempten gewann der FCH mit 3:2.

Die Freude war nur von kurzer Dauer. 48 Stunden nachdem SSV Neumünster in der Relegation zur Kreisliga den SV Ettenbeuren mit 3:1 eliminiert hatte, gerieten die Blau-Weißen gegen den TSV Hainsfarth vor 600 Zuschauern in Lutzingen mit 0:5 unter die Räder. Die Mannschaft aus dem Altenmünsterer Ortsteil hatte gegen Vizemeister der Kreisklasse Nord 1, der in der ersten Runde der Relegation mit 2:0 gegen den TSV Binswangen gewonnen hatte, nicht den Hauch einer Chance. Da konnten die vielen Fans des SSV Neumünster-Unterschöneberg noch so lange „hier regiert der SSV“ skandieren, das Kommando auf dem Platz hatte der TSV Hainsfarth. Fast ein Klassenunterschied. Gegen die wesentlich bessere Spielanlage, die körperliche Überlegenheit und Schnelligkeit versuchte der Vizemeister der Kreisklasse West 2 zunächst nur, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Doch das gelang nicht. Florian Hensolt gelang nach einem krassen Patzer von SSV-Abwehrspieler Thomas Wink das 1:0 (14.), und als Daniel Hensolt nach 26 Minuten auf 2:0 erhöhte, war schon eine Vorentscheidung gefallen. SSV-Spielertrainer Johannes Walter reagierte und wechselte sich selbst sowie Patrick Neubauer ein. Dass Walter schon wenige Minuten später mit einem Muskelriss wieder runter musste, und sich Anton Fritz in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei einem weiten Ball gewaltig verschätzte, sodass Daniel Hensolt freie Bahn zum 0:3 hatte, zeigte, dass es ein gebrauchter Tag für die Zusamtaler war. „Solche Fehler darf man nicht machen“, konstatierte Altenmünsters Bürgermeister Bernhard Walter. Die Hainsfarther Fans sangen auf der Tribüne fröhlich drauf los: „Ihr könnt nach Hause fahren.“ Zwei weitere Treffer von Daniel Hensolt (73.) und Nico Leister sorgen für einen Kantersieg des Vizemeisters der Kreisklasse Nord I, der in der kommenden Kreisliga-Saison unter anderem Gegner des TSV Wertingen und des TSV Unterthürheim sein wird.

„Wahnsinn! Vor zwei Wochen war die Saison für den FC Horgau in der Kreisliga Augsburg eigentlich schon beendet und jetzt steht der Verein erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Bezirksliga. Trainer Franz Stroh konnte seine Gefühle nach Spielende kaum in Worte fassen. Nach einem begeisternden Auftritt im zweiten Relegationsspiel gegen Türk Spor Kempten hatten seine Jungs vor 900 Zuschauern gerade eben völlig verdient mit einem 3:1-Sieg den Aufstieg in die schwäbische Beletage perfekt gemacht. Und das, nachdem sich die Rothtaler erst vor einer Woche im letzten Moment die nicht mehr für möglich gehaltene Vizemeisterschaft und die damit verbundenen Teilnahme an den Aufstiegsspielen gesichert haben. Vor der prächtigen Kulisse von 900 Zuschauern und bei sengender Hitze im Babenhausener Stadion begann die Partie spektakulär mit dem Führungstreffer für Kempten: Torjäger Yevgeniy Belik flankte in die Mitte und Emre Aydin veredelte die Vorarbeit mit einem kraftvollen Seitfallzieher (2.) Doch Horgau reagierte postwendend und glich durch Philipp Mayer schnell aus (4.) und legte durch Franz Stroh per Freistoß das 2:1 nach (11.). Ein etwas zweifelhafter Elfmeter, den Stroh zum 3:1-Endstand verwandelte, brachte den 3:1-Endstand. Nach dem Schlusspfiff brachen dann bei Horgau alle Dämme, und es folgte ein grün-weißer Freudentaumel, der bis tief in die Nacht anhalten sollte. Ob der FC Horgau in der kommenden Saison in der Bezirksliga Nord oder in der Süd-Gruppe ran muss, steht noch nicht fest. (AL/herd)

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