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Lokale Sportgeschichte(n)

14.02.2018

Attraktive Tänzerinnen und zielsichere Schützen

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Die alte und neue Führungsriege der Wertinger Fußballer im Februar 2003. Hinten von links: TSV-Vizepräsident Theo Hungbaur, Präsident Günther Pischel, Bürgermeister Willy Lehmeier, Herbert Röhrle, Jens Baur, Alfred Laux und Franz Bohmann. Vorne von links: Emil Haslinger, Otto Simon, Charlotte Simon, Rudi Bartl und Werner Schilberz.

Mit Austragungstermin der Hallenmeisterschaft waren die Fußballer im Landkreis Dillingen nicht einverstanden. Zwei langjährige Vereinsfunktionäre treten zurück. Ein Blick zurück in den Februar 2003

Keine gute Figur hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer in diesem Jahr abgegeben. Bei der Europameisterschaft in Kroatien erfolgte das Aus in der Zwischenrunde. Vor 15 Jahren sah das alles viel besser aus. Da zog das Team um Nationaltrainer Heiner Brand bei der Weltmeisterschaft in Portugal ins Finale ein. Dort gab es in Lissabon allerdings eine 31:34-Niederlage gegen Kroatien. Eine richtige Klatsche gab es für die Fußballer des 1. FC Köln im Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München. Der Rekordmeister gewann mit 8:0 durch Tore von Giovane Elber (3), Bastian Schweinsteger (2), Owen Hargreaves, Ze Roberto und Willy Sagnol. Bei der Ski-WM in St. Moritz schnitten die deutschen Teilnehmer so schwach ab wie seit 20 Jahren nicht mehr. Es reichte in allen Wettbewerben nur zu drei Platzierungen in den besten Zehn. Das beste Resultat erzielte die damals 18-jährige Maria Riesch als Fünfte in der Kombination der Damen.

In heimischen Gefilden zogen sich vor eineinhalb Jahrzehnten zwei verdienstvolle Männer aus der vordersten Linie bei ihren Vereinen zurück. Alois Pfaffenzeller gab den Vorsitz beim SC Biberbach ab, Rudi Bartl legte die Führung bei den Fußballern des TSV Wertingen in jüngere Hände. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte“. Heute blicken wir in den Februar 2003 zurück.

In der Bezirksoberliga der Männer kam es am 1. Februar 2003 zum Derby zwischen dem TSV Wertingen und dem TV Lauingen. Dabei hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Lauingen siegte mit 26:22. Hinterher sprach man im Wertinger Lager von einer Niederlage gegen den Angstgegner. Erfolgreichster Torschütze für Wertingen war Lubos Urban mit sechs Treffern, für Lauingen traf Martin Barfuß ebenfalls sechsmal.

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Zu einem einwöchigen Trainingslager in Side in der Türkei machten sich vor eineinhalb Jahrzehnten die Fußballer des TSV Wertingen auf. Trainer des damaligen Bezirksligisten war Werner Schoupa, der sich in der Winterpause über drei Neuzugänge freuen konnte. Von der SSV Höchstädt kamen Jörg Shimmels und Johannes Bürkner auf den Judenberg, vom SV Mödingen wechselte Günter Kraut nach Wertingen.

Nach fast 35 Jahren an der Spitze des Sport-Club Biberbach kündigte Alois Pfaffenzeller seinen Rücktritt aus dem Amt des 1. Vorsitzenden an. Pfaffenzeller war im Frühjahr 2002 zum Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde Biberbach gewählt worden. Mit der Doppelfunktion kam er nicht zurecht. „Seit ich Bürgermeister bin, habe ich kaum noch Zeit, etwas für den Sportverein zu tun“, musste Pfaffenzeller im Februar 2003 eingestehen.

Im Rundenwettkampf der Gauoberliga erzielte Robert Brandelik von den „Frohsinn“-Schützen aus Binswangen im Duell gegen „Hubertus“ Unterthürheim. Ein Spitzenergebnis. Doch Brandelik konnte die 1514:1519-Niederlage nicht abwenden. Die Gäste, für die Markus Egger, Michael Schmid, Christoph Egger und Jürgen Mayershofer in die Wertung kamen, zeigten sich als das ausgeglichenere Team.

Aktuell gehört die Luftgewehrmannschaft von „Tirol“ Hettlingen zu den Spitzenteams im Schützengau Wertingen. Sie schießt in der Gauoberliga. Vor 15 Jahren war das noch ganz anders. Da fristeten die Hettlinger in der E-Klasse ihr sportliches Dasein. Allerdings ließen sie im Wettkampf gegen „Alpenrose“ Hausen II aufhorchen, als mit 1488 Ringen ein neuer Vereinsrekord aufgestellt wurde. Seitdem ging es mit „Tirol“ steil bergauf. Es folgten sieben Aufstiege bis in die höchste Liga des Schützengaus.

Sportliche Höchstleistungen vollbrachte die Frauen-Tanzgruppe des TSV Buttenwiesen, „Step Attack“, im langen Fasching 2015. Zehn junge Frauen steppten durch die verschiedenen Hallen und Säle der Region. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt beim Sportlerball des TSV Buttenwiesen in der Gemeindehalle.

Kritik gab es für die Verantwortlichen der Dillinger Landkreismeisterschaften im Hallenfußball. Dass die Endrunde erst am letzten Februar-Wochenende ausgetragen wurde, das passte vielen Vereinen nicht. Die Zuschauerresonanz in Dillingen ließ auch zu wünschen übrig. Nur 300 Fans kamen in die Sebastian-Kneipp-Halle. Diejenigen, die gekommen waren, sahen ein packendes Finale zwischen der SSV Höchstädt und der SSV Glött. Die Höchstädter triumphierten nach einem 0:3-Rückstand noch mit 6:3 und ließen sich von ihren Anhängern feiern. Den höchsten Sieg feierte der Titelträger im Halbfinale mit 10:1 gegen den FC Lauingen, im Gruppenspiel wurde der TSV Wertingen, der vorzeitig ausschied, mit 8:2 bezwungen.

Die Neuwahl der Abteilungsleitung bei den Fußballern des TSV Wertingen sorgte im Vorfeld für Aufregung. Für den nicht mehr kandidierenden langjährigen Spartenchef Rudi Bartl kündigten gleich zwei Kandidaten ihre Bereitschaft an, sich um die Belange der Kicker kümmern zu wollen. Doch im letzten Moment zog Franz Bohmann jun. seine Kandidatur zurück. Damit war der Weg frei für Otto Simon. Ihn wählten 55 der 62 wahlberechtigten Mitglieder. Simons Stellvertreter wurde Jens Baur, der 57 Stimmen erhielt. Franz Bohmann kündigte an, sich für die Nachwuchsabteilung einzusetzen. Otto Simon würdigte in seiner Antrittsrede vor allem die Verdienste von Rudi Bartl und Emil Haslinger für die Fußball-Abteilung. (herd)

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