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Fußball

10.07.2020

Augsburg bleibt ein Kellerkind

FCA steht in der Etat-Tabelle unten

Wer hätte das gedacht? Seit zwei Wochen ist die Fußball-Bundesliga beendet und noch immer steht der FC Augsburg mit vier Neuzugängen in der Transfertabelle mit vier Neuverpflichtungen (ohne Leihspieler) mit ganz oben. Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Stefan Reuter hatte in den Wochen, als noch nicht feststand, ob der FCA die Klasse halten würde, anscheinend geschickt verhandelt. Und so konnte er dann die ablösefreien Transfers von Daniel Caligiuri (Schalke 04), Tobias Strobl ( Borussia Mönchengladbach) und Torhüter Rafal Gikiewicz ( Union Berlin) vermelden. Zudem zog der FCA bei Leihspieler Felix Uduokhai die Kaufoption für rund sieben Millionen Euro. Der FCA zeigt sich auch in der Corona-Krise handlungsfähig. Die Sport-Bild sieht den FCA neben Hertha BSC sogar als einen der Krisengewinner. Während der Hauptstadt-Klub auf die Millionenspritzen des Investors Lars Windhorst bauen kann, profitiert der FCA nun vom umsichtigen und wirtschaftlichen Handeln der vergangenen Bundesliga-Jahre. Seit dem Aufstieg hat der FCA immer solide gewirtschaftet und sich so ein finanzielles Polster angelegt, das in der Corona-Krise zwar abgeschmolzen, aber nicht aufgebraucht ist.

Trotzdem muss der FCA sparen. Da hätten einige zusätzliche Millionen Euro aus der TV-Geld-Verteilung gut getan. Doch eine bessere Platzierung verspielte der FCA in der Schlussphase der Saison relativ leichtfertig. Und so liegt der FCA, auch wenn er den Gürtel etwas weniger eng schnallen muss als die Konkurrenz, in der kommenden Saison in der Etat-Tabelle weiter in der Abstiegszone. Nur Bielefeld (24 Mio.), Union (27 Mio.), Mainz (33 Mio.) und Freiburg (38 Mio.) sind hinter dem FCA (rund 39 Mio.) platziert. Aufsteiger VfB Stuttgart plant zum Beispiel wie Werder Bremen mit einem Personaletat von rund 40 Millionen Euro. Im Notfall könnte der FCA noch im einstelligen Millionen-Bereich investieren. Doch vordringlichste Aufgabe wird es jetzt für Manager Stefan Reuter sein, den aufgeblähten Bundesliga-Kader zu reduzieren. Mit den zurückgekehrten Leihspielern wie Tim Rieder oder Michael Gregoritsch und den Nachwuchsspielern wie Maurice Malone zählt der Kader 38 Spieler. Da belegt der FCA hinter Werder (40) Platz zwei.

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