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Fußball

13.01.2015

Beim TSV Wertingen dreht sich das Personalkarussell

Markus Heindl (Bild oben) wird im Sommer neuer Trainer beim TSV Wertingen. Die Zeit von Roger Kindler (unten) beim Bezirksligisten ist dann abgelaufen.
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Markus Heindl (Bild oben) wird im Sommer neuer Trainer beim TSV Wertingen. Die Zeit von Roger Kindler (unten) beim Bezirksligisten ist dann abgelaufen.

Für Trainer Roger Kindler ist Ende Mai aus familiären Gründen Schluss. Markus Heindl wird im Sommer Nachfolger

Er habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch nach reiflicher Überlegung stand für Roger Kindler nach den Feiertagen fest, dass er sich als Fußballtrainer nach Beendigung der laufenden Saison vom TSV Wertingen verabschieden wird. „Aus familiären Gründen“, wie der 44-Jährige auf Nachfrage wissen ließ.

Kindler wurde im vergangenen August nochmals Vater eines gesunden Buben. Um für diesen mehr Zeit zu haben, müsse er mit seinem Hobby kürzertreten. Einen neuen Verein zu übernehmen, das hat Kindler nicht vor. Ob er irgendwann vielleicht doch auf die Amateur-Fußballbühne zurückkehren könnte? Ganz verneinen will der in Augsburg wohnende Übungsleiter diese Frage nicht. „Wenn ich irgendwo aushelfen kann, dann werde ich sicherlich darüber nachdenken.“

Einige seiner bisherigen Vereine seien ihm schon ans Herz gewachsen. Darunter befindet sich auch der TSV Wertingen, bei dem Kindler Ende August 2013 die Nachfolge des damals entlassenen Ewald Gebauer übernommen hat. Platz vier in der abgelaufenen Saison und Rang fünf zur Winterpause in der aktuellen Runde sind sein bisheriger Arbeitsnachweis auf dem Judenberg.

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Dort wird ab Juli Markus Heindl die Kommandos geben. Dies bestätigte auf Nachfrage Abteilungsleiter Johann Schmid am Rande des Endrundenturniers um den 33. Raiffeisencup im Landkreis Dillingen am vergangenen Sonntag in Gundelfingen. Heindl ist in Wertingen kein Unbekannter. In der Jugend spielte er gemeinsam mit dem jetzigen Sportlichen Leiter der Zusamstädter, Christoph Krebs, gemeinsam in der Jugend. Der 38-Jährige trainiert aktuell die in der Kreisklasse Nord II beheimatete SpVgg Riedlingen. Es ist bereits seine dritte Saison beim Klub aus dem Donauwörther Stadtteil. Zuvor war Heindl als Trainer beim SV Donaumünster tätig, in seiner aktiven Laufbahn als Spieler trug er die meiste Zeit das Trikot des TSV Rain.

Notiz am Rande: Heindls Schwiegervater Alexander Schroder hat beim TSV Wertingen schon zweimal als Trainer gearbeitet, zuletzt für ein Jahr in der Saison 2011/2012. Dies habe aber bei der Verpflichtung überhaupt keine Rolle gespielt, betont Johann Schmid.

Uli Bunk wird Spielertrainer beim BC Schretzheim

Welcher Kader Heindl im Sommer in Wertingen zur Verfügung stehen wird, das wird sich zeigen. Johann Schmid geht davon aus, dass die meisten Spieler der aktuellen Mannschaft auch in der kommenden Saison das TSV-Trikot tragen werden. Nicht mehr dabei sein wird allerdings Uli Bunk: Er steigt im Sommer ins Trainergeschäft ein und übernimmt dann die Verantwortung beim frischgebackenen Dillinger Landkreismeister BC Schretzheim. Bunk löst in Schretzheim Peter Piak ab, der dann als Sportlicher Leiter fungieren soll. Auf Gerüchte, wonach auch Uli Bunks Bruder Simon nach Schretzheim wechseln soll, gibt Johann Schmid nichts: „Da ist mir nichts bekannt“.

Das frühe Ausscheiden seiner Wertinger bei der Hallen-Endrunde in Gundelfingen am Sonntag nach den Gruppenspielen führt Schmid vor allem auf die leichtsinnig verspielte 2:0-Führung (Endstand 2:2) im ersten Spiel gegen Türk Lauingen zurück. „Das durfte uns nicht passieren“, beklagte der Abteilungsleiter vor allem die miserable Chancenverwertung seines Teams.

Das war vor einem Jahr noch ganz anders. Da wurden die Wertinger sogar schwäbischer Vizemeister in der Halle. Allerdings setzte damals Kindler auf zahlreiche Routiniers wie Tobias Niederleitner, Sandro Santamaria, Nicolas Korselt, Johannes Walter oder Matthias Langkait. In Gundelfingen durfte in erster Linie die Talente ran. Diese wurden mit dem Druck des Turnierfavoriten aber nicht so richtig fertig.

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