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WZ-Frühjahrscheck

08.03.2014

Das Auftaktprogramm hat es in sich

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Froh ist Wertingens Trainer Roger Kindler (rechts), dass Abwehrspieler Anton Fritz (Bild links beim Kopfball) nach längerer Pause wieder mitwirken kann.

TSV Wertingen startet morgen in Ziemetshausen. Ausgeglichener Kader ist das große Plus

Am morgigen Sonntag startet der TSV Wertingen nach einer langen Winterpause wieder in den Spielbetrieb der Fußball-Bezirksliga Nord. Das erste Spiel steigt beim TSV Ziemetshausen. Zeit, das Team aus der Zusamstadt beim WZ-Frühjahrscheck auf Herz und Nieren zu testen.

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41 Punkte aus 20 Spielen hat der TSV Wertingen bisher eingefahren, das bedeutet rund zwei Punkte pro Spiel. Klingt zufriedenstellend, zumal auch der Abstand für den Tabellenvierten auf die Aufstiegsplätze nicht zu groß ist. Vier Punkte beträgt der Abstand auf Tabellenführer Türkspor Augsburg und den punktgleichen TSV Rain II, der allerdings bereits zwei Spiele mehr absolviert hat. „Das geht soweit in Ordnung, wenngleich wir in der Hinrunde zwei, drei Unentschieden zu viel hatten“, lamentiert Trainer Roger Kindler und spielt damit auf die Punkteteilungen in Wemding und Lauingen oder zu Hause gegen Ettenbeuren an. „Es sind aber noch zwölf Spiele, da geht immer noch was nach vorne“, gibt sich Kindler kämpferisch.

In der Winterpause hat sich wenig getan im Kader des TSV Wertingen. Einziger Abgang ist Offensivspieler Daniel Gumpp, der sich wieder dem TSV Unterthürheim angeschlossen hat. Den Weg auf den Judenberg hat hingegen Daniel Müller gefunden; er kam im Winter vom SC Untere Zusam. „Er ist im offensiven Bereich eingeplant, wird in der nahen Zukunft eine ganz tolle Alternative sein“, freut sich Trainer Kindler über den 19-jährigen Angreifer.

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Seit August 2013 ist Roger Kindler nun Übungsleiter beim TSV Wertingen, übernahm nach wenigen Spielen den Trainerposten von Ewald Gebauer. Unterstützt wird er von Fabian Knötzinger, der Trainer der Kreisklassen-Mannschaft ist, und Kindler während einer dreiwöchigen Abwesenheit im November auch an der Seitenlinie ersetzt hat. Und auch abseits des Platzes kann sich Kindler auf die handelnden Personen verlassen. Neben dem Sportlichen Leiter Christoph Krebs sind dies die Abteilungsleiter Johann Schmid und dessen Stellvertreter Klaus Eckstein. „Es ist eine sehr harmonische, gute Zusammenarbeit. Wir sprechen immer offen an, wenn etwas nicht passt“, freut sich Kindler über die sportliche Führung in Wertingen.

Größtes Glückskind ist mit Sicherheit Anton Fritz, der aufgrund einer Verletzung die komplette Hinrunde verpasst hat. „Es ist einfach schön für ihn, dass er jetzt wieder so Sport treiben kann, wie er es gewohnt ist und wie er es möchte“, zeigt sich auch Kindler erfreut über die Genesung des Abwehrspielers, der in den Vorbereitungsspielen auch schon zum Einsatz kam. Auch Moritz Hempel hat die Winterpause genutzt, um seine Verletzung komplett auszukurieren, auch wenn er vor der Pause bereits die ersten Einsätze gesammelt hat. Genutzt haben die Pause auch die jungen Spieler wie Max Beham, Marcel Gebauer und Florian Bauer. „Sie haben in der Hinrunde oft gespielt, hatten gute, aber auch mäßige Leistungen. Für unsere jungen Wilden war die Pause, aber auch die Hallenrunde wichtig, um an Defiziten zu arbeiten“, erklärt Kindler. Sorgen bereiten ihm Johannes Walter und Claus Hernadi: Beide haben Knieprobleme. Auch Orhan Akcay, „der in der Vorsaison eine super Rückrunde gespielt hat“, konnte wegen diversen Verletzungen nicht Fuß fassen. Moritz Förg kann aus beruflichen Gründen nicht so oft am Training teilnehmen.

Zwei 1:5-Niederlagen (gegen Türkspor Augsburg und FC Affing), zwei 2:2-Remis (gegen FC Donauwörth und SSV Glött) und einen Sieg (6:0 gegen Altenmünster) gab es für den TSV Wertingen in der Vorbereitung. Trotz der nur mäßigen Bilanz ist Kindler zufrieden. „Wir haben gesehen, was bei uns bereits gut funktioniert, aber auch, woran wir noch arbeiten müssen. Da sind die Ergebnisse nur zweitrangig.“ Ansonsten war es eine „nahezu perfekte Vorbereitung“, die Bedingungen ließen gute Trainingseinheiten zu. An der Taktik will Kindler nichts ändern, er setzt weiter auf ein 4-2-3-1-System. Was die Aufstellung betrifft, so nennt Kindler den ausgeglichenen Kader als großes Plus. „Wenn mal einer Spieler nicht gut drauf ist und eine Pause braucht, können wir ihn gut ersetzen.“ Auch die tolle Mischung aus älteren, erfahrenen Spielern und den „jungen Wilden“ lobt der Trainer.

„Die ersten Spiele sind sehr wichtig“, sagt Kindler. Am morgigen Sonntag geht es zum schweren Auswärtsspiel nach Ziemetshausen. Die Gastgeber haben sich in der Winterpause gut verstärkt. Am Wahlsonntag steht das Auswärtsspiel beim direkten Aufstiegskonkurrenten in Rain auf dem Programm. Und dann folgt das erste Heimspiel der Rückrunde, das Derby gegen den TSV Meitingen. „Wenn wir gut starten, sind wir dick im Geschäft und können mit Rain einen direkten Konkurrenten auch gleich hinter uns lassen“, gibt sich Roger Kindler kämpferisch.

Wichtig ist ein guter Start. Gelingt der, ist für den TSV Wertingen sogar der Titel drin. Der ausgeglichene Kader und der gute Teamgeist tragen positiv dazu bei, dass die Kindler-Truppe neben Türkspor Augsburg und dem SC Ichenhausen zu den ganz heißen Aufstiegsanwärtern zählt.

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