Handball

24.03.2018

Der Rechenschieber ist gefragt

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Andreas Seitz

Am letzten Spieltag der Männer-Bezirksliga sind neben dem TSV Wertingen noch etliche andere Mannschaften in akuter Abstiegsgefahr. Bis zu fünf Teams kann es erwischen

Wenn selbst ein langjähriger Spieler wie Michael Garmaier vor dem letzten Spieltag ein wenig Probleme bekommt, im Abstiegskampf den Überblick zu behalten, dann sagt dies alles über die Dramatik in der Handball-Bezirksliga der Männer aus. Mitten drin im Hitchcock-Finale steckt Garmaiers TSV Wertingen, der am heutigen Samstag beim punktgleichen Lokalrivalen TSV Meitingen (17.30 Uhr) antreten muss. Nur mit einem Sieg ist garantiert, dass die Zusamstädter ein weiteres Jahr in der Bezirksliga bleiben.

Schon vor zwei Monaten war Wertingens Trainer Andreas Seitz klar, dass es für seine Mannschaft bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt gehen wird. Nachdem mit dem TV Gundelfingen II (12:26 Punkte) bisher nur ein Absteiger sicher feststeht, müssen sechs weitere Teams hoffen, dass es sie heute nicht auch erwischt. Drei Vereine steigen auf jeden Fall ab, je nach Tabellensituation in den Ligen darüber, könnten ein vierter und fünfter Absteiger dazukommen. Will heißen, dass der Viert- und Fünftletzte bis Ende April im Ungewissen bleiben. Denn erst am 29. April endet die Saison in der Bezirksoberliga und in der Landesliga. Je weniger schwäbische Vereine aus der Landesliga absteigen, umso vorteilhafter wäre dies für die jetzt noch zitternden Bezirksligisten.

Wenn Wertingen wie im Hinspiel heute in Meitingen gewinnt, dann können Andreas Seitz und seine Schützlinge den Rechenschieber auf jeden Fall zur Seite schieben und den Klassenerhalt feiern. So wie im vergangenen Jahr, als die Konstellation am letzten Spieltag die gleiche war und Wertingen mit einem Sieg in Schwabmünchen das rettende Ufer erreichte. „Ja, wir haben im Abstiegskampf schon Erfahrung gesammelt“, macht sich Andreas Seitz Mut vor dem Duell in Meitingen. Zumal seine Mannschaft von zahlreichen Fans Unterstützung bekommen sollte. „Wir haben alles versucht, viele Leute zu mobilisieren“, verrät so der TSV-Coach gegenüber unserer Zeitung.

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Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage in Meitingen muss, da beißt die Maus keinen Faden ab, der Rechenschieber auf jeden Fall betätigt werden. Zumal das Reglement besagt, dass bei Punktgleichheit mehrerer Mannschaften nur die Resultate dieser Teams untereinander in einer eigenen zu erstellenden Tabelle zählen. Sind nur zwei Vereine punktgleich, entscheidet der direkte Vergleich.

Und hier wäre der TSV Wertingen, sollte die Partie in Meitingen heute unentschieden enden, nur gegen die Lechtaler im Vorteil. Bei mehreren punktgleichen Mannschaften mit Wertinger Beteiligung wären die Seitz-Schützlinge im Nachteil. Nachfolgend eine Übersicht, was passieren würde, wenn Wertingen wie folgt spielt:

Dann käme Wertingen auf insgesamt 18 Pluspunkte und wäre auf jeden Fall gerettet. Gleichgültig, wie die Konkurrenz spielt.

Wertingen käme wie Gegner TSV Meitingen auf 17 Pluspunkte. Gewinnt gleichzeitig Schwabmünchen II (15 Punkte) nicht das Heimspiel gegen Königsbrunn, blieben die Wertinger auf jeden Fall vor Meitingen, Schwabmünchen, Aichach und Neusäß, was gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre. Ist Schwabmünchen allerdings im Duell gegen Königsbrunn erfolgreich, würden Wertingen, Meitingen und Schwabmünchen allesamt je 17 Punkte aufweisen. Dann müsste eine eigene Tabelle mit den Ergebnissen dieser drei Mannschaften untereinander erstellt werden. Und da würden die Wertinger nur den letzten Platz belegen.

Da wäre Wertingen auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen. Neusäß (14 Punkte) dürfte nicht gegen Ichenhausen gewinnen und Schwabmünchen müsste gegen Königsbrunn verlieren. Wertingen ließe auch noch die spielfreien Aichacher hinter sich und natürlich den bereits feststehenden Absteiger TV Gundelfingen II. Steigen jedoch fünf Teams ab (siehe vorne), würde es die Zusamtaler trotzdem erwischen. (her)

Der letzte Spieltag

TSV Meitingen – TSV Wertingen

TSV Neusäß – SC Ichenhausen

TV Gundelfingen II – HSG Lauingen

TSV Schwabmünchen II – Königsbrunn (alle Samstag, 17.30 Uhr)

1. TSV Haunstetten III 20 638:525 32:6

2. SC Ichenhausen 19 565:524 29:9

3. HSG Lauingen-Wittislingen 19 571:538 22:16

4. SV Mering 20 571:549 22:16

5. BHC 09 Königsbrunn 19 542:534 16:22

6. TSV Wertingen 19 516:522 16:22

7. TSV Meitingen 19 503:537 16:22

8. TSV Aichach II 20 501:538 16:24

9. TSV Schwabmünchen II 19 536:586 15:23

10. TSV Neusäß 19 491:559 14:24

11. TV Gundelfingen II 19 489:511 12:26

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