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Futsal

08.01.2020

Ein gebrauchter Nachmittag

Einen gebrauchten Nachmittag erlebten Simon Peter und der TSV Fischach. Hier muss Schiedsrichter Manfred Keil dem TSV-Kapitän wieder auf die Beine helfen.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Neusäß und der TSV Fischach scheiden bei der Endrunde zur Meisterschaft im Fußball Kreis Augsburg ohne Punktgewinn nach der Vorrunde aus

Der SV Türkgücü Königsbrunn ist der erste Hallenmeister des Fußballkreises Augsburg. Diesen zum ersten Mal ausgespielten Titel sicherte sich der Süd-Bezirksligist vor knapp 500 Zuschauern (354 hatten ihren Obolus entrichtet) durch einen 7:6-Sieg nach Sechsmeterschießen gegen den Liga-Konkurrenten TSV Bobingen. Türkgücü gelang dabei in der Neuauflage des Landkreisfinales die Revanche für die Niederlage in der Vorwoche, als der TSV Bobingen seinen 13. Titel holte.

Beide Finalteilnehmer fahren am kommenden Samstag zur schwäbischen Endrunde nach Günzburg. Die beiden Teilnehmer aus dem nördlichen Landkreis Augsburg, der TSV Neusäß und der TSV Fischach, blieben in Friedberg ohne Punktgewinn und mussten deshalb schon nach den Gruppenspielen die Koffer packen. „Das war ein gebrauchter Nachmittag“, grantelte Dominik Bröll, der Spielertrainer des TSV Fischach, dem kurz vor Turnierbeginn drei weitere Spieler ausgefallen waren. „Wenn du die ersten zwei Spiele verloren hast, willst du kein drittes mehr bestreiten“, wäre er am liebsten schon vor dem letzten Match gegen den SV Türkgücü Königsbrunn nach Hause gefahren. Bröll ist ein Freund des K.-o.-Systems: „Da hätten wir gegen den FC Stätzling, der klar besser war, 0:4 verloren. Dann hätten wir Bescheid gewusst, noch ein Bier getrunken und dann den Heimweg angetreten.“ So gab es für die Staudenkicker noch ein 0:1 gegen die Sportfreunde Friedberg und ein 1:4 gegen die übermächtigen Königsbrunner.

Auch der TSV Neusäß kam nicht in Tritt, sodass man gegen den FSV Inningen (2:3) und den Bezirksliga-Konkurrenten TG Viktoria Augsburg (0:1) jeweils knapp die Segel streichen musste. Da war auch Pech dabei. Gegen Inningen vergab Paul Schmuck den 3:3-Ausgleich, gegen Viktoria traf Daniel Burda den Pfosten, bevor Simon Weber drei Sekunden vor Schluss der Siegtreffer gelang. Auch die von Trainer Charly Pecher ersehnte Revanche aus dem Landkreis-Halbfinale gegen den TSV Bobingen ist nicht geglückt. Obwohl Daniel Burda die Lohwaldkicker in Führung brachte, setzte sich der spätere Titelträger mit 3:1 durch. „Die Halle ist Nebensache. Wichtig ist, dass sich niemand verletzt hat“, bilanzierte Trainer Charly Pecher. Dramatisch verlief das sehr körperbetonte Finale. Nach einer 2:0-Führung sahen die sehr diszipliniert auftretenden Bobinger schon wie der Sieger aus. Doch die Türkgücü-Filigrantechniker kämpften sich wieder auf 2:2 heran. Als der TSV 30 Sekunden vor Schluss den vermeintlichen 3:2-Siegtreffer erzielte, schlug Königsbrunn postwendend mit dem 3:3 zurück. So musste das Sechsmeterschießen entscheiden. Hier avancierte Julian Peitzsch zum Pechvogel, als der den Ball übers Tor setzte. Burak Tok verwandelte zum Siegtreffer. Die meisten Fischacher und Neusässer Spieler waren da längst auf dem Nachhauseweg.

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