WZ-Analyse (1)

01.12.2018

Endlich Zeit zum Ausruhen

Die Beine hochlegen oder ausstrecken können seit einer Woche die meisten Fußballmannschaften aus der Region. Die Winterpause hat begonnen.
Bild: Symbolbild: Karl Aumiller

Welche Fußballmannschaften zu Beginn der Winterpause ihr Soll erfüllt haben, bei welchen Teams noch Luft nach oben ist und wer besser abgeschnitten hat als erwartet. Eine Beurteilung

Für die Fußballmannschaften aus der Region Wertingen (Altlandkreis) ist seit einer Woche Winterpause. Einige dieser Teams haben die von ihnen selbst gesteckten Ziele erreicht, andere sogar übertroffen, einige die Erwartungen allerdings nicht erfüllt. Die WZ-Sportredaktion nimmt die Klubs von der Bezirksliga bis zur A-Klasse unter die Lupe und vergibt Schulnoten von 1 bis 6. Auf eine Beurteilung der B-Klassisten wird verzichtet, da hier ausschließlich zweite Mannschaften unterwegs sind. Zu Beginn unserer Serie schauen wir auf die Bezirks- und Kreisligavereine.

Bezirksliga Nord

(32 Punkte – 9 Siege, 5 Unentschieden, sechs Niederlagen – Platz 5)

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Mit 13 beziehungsweise zehn Punkten Rückstand auf die beiden Spitzenteams FC Ehekirchen und SC Bubesheim ist der Aufstiegszug für die Truppe von Trainer Pavlos Mavros abgefahren. Zudem haben die Titelanwärter Ehekirchen und Bubesheim noch Nachholspiele zu bestreiten. Maximal ist noch Platz drei drin. Die stärkste Saisonleistung zeigten die ambitionierten Lechtaler beim 6:1-Heimsieg gegen den TSV Aindling, bei den beiden 0:4-Niederlagen gegen Holzkirchen zum Saisonauftakt und später in Ecknach lief so ziemlich alles daneben. Mit neun Treffern führt René Heugel die interne TSV-Torschützenliste an, Alexander Heider und Kapitän Arthur Fichtner haben die meisten Einsatzminuten. Note: 2,5

(28 Punkte – 8 Siege, 4 Unentschieden, 8 Niederlagen – Platz 9)

Der Aufsteiger hat zu Beginn der Runde den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben. Die Mannschaft ist drauf und dran, dieses Ziel zu erreichen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den momentan die SSV Glött einnimmt und die morgen noch zum Nachholspiel in Hollenbach antreten muss, beträgt derzeit neun Punkte. Dies ist ein kleines Polster, mehr aber noch nicht. Trainer Goran Boric weiß, dass er von den restlichen zehn Spielen in der Frühjahrsrunde noch mindestens drei gewinnen muss, um dann einen Haken hinter eine erfolgreiche Saison machen zu können. Die Leistungsschwankungen beim SCA waren groß. Bei der 1:6-Schlappe in Holzkirchen wurde gerade einmal Kreisklassen-Niveau erreicht, bei den Erfolgen in Glött (3:0) und zu Hause gegen Gersthofen (4:1) lief es dagegen wie geschmiert. Als einziger Spieler hat Dominik Osterhoff alle Begegnungen bestritten, Fahad Barakzaie ist mit bisher zehn Treffern erfolgreichster Torschütze. Note: 2

Kreisliga Nord

(41 Punkte – 13 Siege, zwei Unentschieden, 2 Niederlagen – Platz 2)

Dreimal in Folge ist der TSV Wertingen in der Relegation zur Bezirksliga gescheitert, diese Saison soll es mit dem Aufstieg klappen. Das war jedenfalls das erklärte Ziel zum Start ins neue Spieljahr. Und es sieht gut aus. Die Truppe von Trainer Christoph Kehrle legte zu Beginn sechs Siege in Folge hin, verlor nur in Höchstädt (2:3) und in Mertingen (2:3). Dass sich mit Tabellenführer FC Mertingen ein weiteres Spitzenteam herauskristallisieren würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Gut möglich, dass es am 18. Mai zum großen Showdown auf dem Judenberg kommt, wenn sich am letzten Spieltag Wertingen und Mertingen im direkten Duell gegenüberstehen. Mit dabei sein will dann auch Nicolas Korselt, der bereits zwölfmal getroffen hat und in der vereinsinternen Torschützenliste ganz oben steht. Als Dauerbrenner entpuppte sich Abwehrspieler Florian Eising, der alle 17 Pflichtspiele bestreiten konnte. Note 1,5

(14 Punkte – vier Siege, zwei Unentschieden, elf Niederlagen – Platz 12)

Es lief bisher alles andere als rund bei den Kickern aus dem unteren Zusamtal im vierten Kreisliga-Jahr in Serie. Unglaubliches Verletzungspech hat mit dazu beigetragen, dass sich die Truppe von Spielertrainer Christoph Wirth in den unteren Regionen der Tabelle eingenistet hat. Der letzte Sieg datiert vom 30. September, als es zu Hause ein 4:1 gegen die SSV Höchstädt gab. Nur gut, dass die SG Alerheim und die SpVgg Deiningen noch mehr Probleme haben und hinter Unterthürheim stehen. Kehren nach der Winterpause einige verletzte Leistungsträger nicht zurück, droht die Abstiegsrelegation. Einen Torjäger sucht man beim TSV bisher vergeblich. Daniel Gumpp, Johannes Heindl und Michael Neher stehen mit je drei Treffern vereinsintern vorne. Routinier Rainer Mattes kommt auf die meisten Einsatzminuten und hat neben Johannes Heindl alle Spiele bestritten. Note 4,5

Kreisliga West

(24 Punkte – acht Siege, 0 Unentschieden, zehn Niederlagen – Platz 9)

Hopp oder top lautet die Devise beim frechen Aufsteiger. Mit Punkteteilungen hat die Elf von Spielertrainer Frank Schmuderer nichts am Hut. Kein einziges Spiel endete unentschieden. Selbst Klatschen wie zu Hause beim 0:8 gegen Spitzenreiter FC Günzburg oder ein 0:5 in Großkötz warfen Neumünster nicht aus der Bahn. Im Sturm kann sich der SSV auf seine beiden Torjäger Pascal Schrodi und Simon Weschta verlassen. Beide trafen bisher jeweils zehnmal. Mit Frank Behmer, Frank Schmuderer, Timon Rauner und Thomas Wink gibt es ein Quartett, das in allen 18 Spielen auf dem Platz stand. Ein Transfer-Coup gelang den Weiß-Blauen im Oktober. Da stieß der ehemalige Regionalligaspieler der SpVgg Bayreuth, Bastian Horter, zum Tabellenneunten. In der Frühjahrsrunde muss der SSV allerdings auf Stammkeeper Philipp Banks verzichten. Er wechselte zum württembergischen Bezirksligisten TSG Ehingen. Note: 3

(her)

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