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Fußball-Nachlese

05.10.2019

Fans pendeln zwischen den Spielorten

Während Altenmünsters Oliver Osterhoff nach seinem Ausgleichstreffer in Günzburg zunächst alleine jubelt (Bild links), geschieht dies beim TSV Wertingen nach dem 1:0-Führungstreffer im Spiel gegen den TSV Rain II sofort im Kollektiv. Im Bild rechts (von links): Maximilian Beham, Christoph Prestel, Marcel Gebauer, Lukas Schwarzfischer und Christoph Müller.
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Während Altenmünsters Oliver Osterhoff nach seinem Ausgleichstreffer in Günzburg zunächst alleine jubelt (Bild links), geschieht dies beim TSV Wertingen nach dem 1:0-Führungstreffer im Spiel gegen den TSV Rain II sofort im Kollektiv. Im Bild rechts (von links): Maximilian Beham, Christoph Prestel, Marcel Gebauer, Lukas Schwarzfischer und Christoph Müller.

Warum Wertinger Anhänger gleich zweimal auf ihre Kosten kamen. Ein weiterer Kreisligist schenkt aus Personalmangel die Punkte her

Ein reger Pendelverkehr herrschte am Tag der Deutschen Einheit zwischen den Fußballplätzen in Binswangen und Wertingen. Vor allem die Anhänger des TSV Wertingen kamen dabei voll auf ihre Kosten. Viele von ihnen wohnten zunächst der Partie der zweiten Mannschaft beim TSV Binswangen bei. Das Spitzenspiel in der Kreisklasse Nord II wurde bereits um 14 Uhr angepfiffen. Die gesamten 90 Minuten verfolgte unter anderem Wertingens Abteilungsleiter Christoph Krebs, der sich unmittelbar nach dem 2:0-Erfolg seiner Mannschaft auf den Weg zum 1,5 Kilometer entfernten Judenberg machte. Dort erfolgte der Anpfiff im Bezirksligaspiel des TSV Wertingen gegen den TSV Rain II erst um 15 Uhr. Als Krebs, wie viele andere, die zuvor in Binswangen unter den 150 Besuchern weilten, angekommen war, füllten sich die Ränge im TSV-Stadion. „Die zweite Halbzeit waren doppelt so viele Zuschauer (130) da als vor der Pause“, ließ sich Krebs berichten.

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Rein sportlich gesehen hatten die Wertinger Verantwortlichen dann nochmals Grund zur Freude. Die „Erste“ fuhr mit dem 3:2 gegen Rain drei ganz wichtige Bezirksliga-Punkte ein. Vergessen war der vorausgegangene schwarze Sonntag mit den bitteren Derbyniederlagen der ersten Mannschaft in Altenmünster und der Reserve gegen Wortelstetten.

Beim TSV Binswangen war die Stimmung nach der ersten Saisonpleite natürlich nicht die beste. Dass man sich diese ausgerechnet gegen den Lokalrivalen aus dem benachbarten Städtle einhandelte, hätte nach dem grandiosen 6:0-Sieg vier Tage zuvor in Ehingen kaum einer gedacht. Besser machte es die zweite Mannschaft des TSV Binswangen in der B-Klasse West III. Sie brachte im Spitzenspiel dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer SC Unterliezheim mit 3:2 die erste Niederlage bei und steht nun selbst auf dem Platz an der Sonne.

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Diesen hätte sich in der Bezirksliga Nord der TSV Meitingen mit einem Erfolg im Schlagerspiel beim SC Bubesheim zurückerobern können. Doch daraus wurde nichts. Nach der 1:2-Niederlage gilt es nun im morgigen Heimspiel gegen Schlusslicht SV Holzkirchen wieder die Kurve zu kriegen und dreifach zu punkten. Gleiches hat auch der SC Altenmünster nach dem 3:2-Auswärtserfolg am Donnerstag in Günzburg vor. Bereits am heutigen Samstag kommt der TSV Rain II zum Abschluss der englischen Woche an den Hennhofer Weg. „Wir müssen alle nochmals auf die Zähne beißen und alles raushauen“, richtete der spielende SCA-Co-Trainer Aldin Kahrimanovic unmittelbar nach dem Schlusspfiff im Günzburger Auwaldstadion den Blick nach vorn.

Verwunderung allenthalben herrschte vor wenigen Wochen in der Region, als der SSV Neumünster-Unterschöneberg in der Kreisliga West sein Heimspiel gegen die SpVgg Wiesenbach aufgrund von Personalmangel absagen musste und dem Gegner kampflos die Punkte überließ. Am Donnerstag wiederholte sich dieser Vorgang nun in der Kreisliga Ost. Spieler des SV Thierhaupten hatte mit einer Herbstgrippe und Verletzungen zu kämpfen. „Ein Neuer kommt, drei verletzen sich. Einige hüten mit Fieber das Bett. Derzeit kommt alles zusammen“, seufzt SVT-Spielertrainer Reinhold Armbrust. So viel, dass es nicht mehr reichte, genügend Akteure für das Auswärtsspiel beim BC Aichach zu stellen. Folge: Die Partie wird am grünen Tisch mit 2:0 für den BC Aichach gewertet.

Eigentlich hätte sich Martin Brunner über drei geschenkte Punkte aus einem Spitzenspiel freuen können – hat er aber nicht. Der Sportliche Leiter des BC Aichach war ganz im Gegenteil stocksauer auf die Gäste aus Thierhaupten, die auf den letzten Drücker absagten. Am Donnerstag gegen 11.30 Uhr hatten die Lechrainer mitgeteilt, dass sie nicht antreten werden. Für Brunner ist das „unsportlich“ insbesondere auch den Zuschauern gegenüber, die sich umsonst auf den Weg ins Stadion gemacht hätten. Am Dienstag hätten die Gäste angeklopft, ob die Partie nicht verlegt werden könne, berichtet Brunner. Er habe abgelehnt.

So wie damals übrigens auch die SpVgg Wiesenbach, die einer Bitte um Verlegung seitens des SSV Neumünster nicht nachgekommen war. Inzwischen ist die Verärgerung beim Tabellenletzten verflogen, zumal die Mannschaft von Trainer Jan Schrodi am Donnerstag mit dem 1:1 gegen Reisensburg den lang ersehnten ersten Saisonpunkt erkämpfte und den auch feierte. (her)

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