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Fußball

24.02.2021

Finnbogason arbeitet an seiner Rückkehr

Einmal mehr in der Rolle des Zuschauers: Alfred Finnbogason.
Bild: U. Wagner

Profi des FC Augsburg erklärt, wann er wieder im Kader des Bundesligisten stehen will

Wenn ein Fußball-Profi in der Halbzeit eines Bundesligaspiels Zeit hat, Fragen eines Fernsehreporters zu beantworten, verheißt dies grundsätzlich nichts Gutes. Denn dann fehlt er seiner Mannschaft aus irgendeinem Grund. Alfred Finnbogason hat aus seiner Sicht und der des FC Augsburg viel zu oft Zeit, zwischen zwei Spielhälften Auskünfte zu erteilen. So auch am Sonntag, als er ins Mikrofon sprach, während seine Mitspieler für eine Viertelstunde in der Kabine pausierten. Meist ist die Frage „Wie geht’s?“ obligatorisch, bei Finnbogason hingegen hat diese oft einen ernsten Hintergrund.

Ende Januar verkündete FCA-Trainer Heiko Herrlich vor dem Spiel in Dortmund (1:3), Finnbogason werde wegen einer Wadenverletzung ausfallen. Nun zeichnet sich ab, dass der isländische Nationalspieler nicht nur ein paar Tage fehlen wird, sondern mindestens für einen Monat. Via Fernsehen äußerte sich der 32-Jährige zu seinen Fortschritten in der Reha und dem weiteren Vorgehen. „Mir geht es gut momentan. Ich arbeite hart daran, dass ich der Mannschaft helfen kann“, erklärte Finnbogason am Rande der Partie gegen Bayer Leverkusen (1:1).

FCA-Trainer Herrlich hatte angekündigt, man werde dem Stürmer die nötige Zeit geben, sich vollkommen zu erholen. Wie lange das dauern wird, dazu äußerte sich Finnbogason näher. „Ich brauche noch ein, zwei Wochen, bis ich topfit bin“, betonte er. Aktuell fehlen dem FCA Alternativen im Angriff, lediglich Florian Niederlechner erfüllt das Anforderungsprofil eines klassischen Strafraumstürmers. Ein André Hahn, Marco Richter, Ruben Vargas oder Michael Gregoritsch stehen für einen anderen Stürmer-Typus.

In der Vergangenheit waren Niederlechner, der Torschütze gegen Leverkusen, und Finnbogason teils zusammen im Sturm aufgelaufen. In dieser Spielzeit kommt das selten vor, weil Finnbogason einmal mehr etliche Spiele verpasst. Oberschenkel-, Sprunggelenks- und Muskelverletzungen bremsten den Angreifer aus, neun von 22 Spielen hat er bislang verpasst. Hinzu kommt, dass ihm in den Begegnungen, in denen er auf dem Platz stand, wegen der vorangegangenen Verletzungen sichtlich Form und Spielpraxis fehlten. Wie wenig es für den Isländer läuft, zeigte sinnbildlich sein verschossener Elfmeter gegen Bayern München Mitte Januar. Der einstige Torgarant mit beeindruckender Trefferquote hat in dieser Runde noch keinen Bundesligatreffer erzielt.

Finnbogason überraschte in der Vergangenheit, wenn er unerwartet wieder auf dem Platz und im Kader stand, für die Partie bei Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr) scheint er aber noch keine Option zu sein. Bei einer Niederlage würde der FCA den Abstiegsrängen bedrohlich näher kommen. Wie bedeutend das Aufeinandertreffen ist, dessen ist sich Finnbogason bewusst. „Wir wissen, dass es sehr schnell eng werden kann mit dem Abstiegskampf.“ Er und seine Mitspieler stünden jetzt in der Verantwortung. „Wir machen das zusammen.“

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