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Fußball

21.02.2018

Höß ergreift nochmals das Wort

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Pipinsried nahm Präsident Konrad Höß Abschied.
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Auf der Jahreshauptversammlung des FC Pipinsried nahm Präsident Konrad Höß Abschied.

Bei der Jahreshauptversammlung des FC Pipinsried verabschiedet sich der Klubboss unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Es war der letzte Auftritt von Konrad Höß als Präsident des FC Pipinsried. Bei der ersten Jahreshauptversammlung seit dem Jahr 2004 gab der scheidende Klubboss nochmals den Ton an, bevor er das Ruder an seine Nachfolger weiterreichte. Zuvor hatte Höß aber noch eine gute Nachricht im Gepäck. Spielertrainer Fabian Hürzeler hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert. Nicht nur in diesem Moment gab es frenetischen Applaus.

Gefeiert wurde vor allem Konrad Höß. Der 77-Jährige blickte zuvor auf die Geschichte des FCP zurück. Leicht fiel ihm der Abschied nicht, dennoch wirkte Höß am Ende auch erleichtert. „Ein Umbruch ist in der aktuellen Situation notwendig“, betonte Höß, nicht ohne zu versprechen: „Ich werde die Entwicklung mit Argusaugen verfolgen. Denn Der FCP ist für mich nicht irgendein Verein, sondern mein Lebenswerk.“

Den ein oder anderen Seitenhieb in Richtung seiner Nachfolger konnte sich „Mister Pipinsried“ nicht verkneifen, insgesamt verlief der Höß-Abschied aber recht harmonisch. Und das, obwohl der Ausschluss der Medienvertreter für Aufsehen gesorgt hatte. Den hatte die künftige Führungsriege ausgesprochen. Vor allem Höß passte das gar nicht. „Wir haben nichts zu verbergen. Das hat mir schon gestunken“, so der 77-Jährige.

Zum neuen Vorstand gehören vorrangig Höß-Nachfolger Roland Küspert, Stellvertreter Martin Schmidl und Kassier Josef Ankner. Gegenkandidaten gab es keine.

Deutlich kontroverser ging es beim Thema Ausgliederung der Fußball-Abteilung zu. Die neuen Verantwortlichen planen, eine GmbH zu gründen. Die 88 anwesenden Mitglieder stellten viele Fragen. Manager Roman Plesche fand das aber richtig: „Die meisten haben verstanden, dass wir nur so auf Dauer in der Regionalliga mithalten können.“ Am Ende gab es nur drei Gegenstimmen bezüglich einer Satzungsänderung, die besagt, dass eine solche Entscheidung künftig vom Vorstand getroffen werden kann. Insbesondere für Plesche war das Votum wichtig. „Das ist die Voraussetzung, um weiterzumachen.“

Plesche würde dann die Rolle als sportlicher Geschäftsführer übernehmen. Ihm zur Seite stünde ein kaufmännischer Geschäftsführer. Wenn alles nach Plan läuft, wird Ulrich Bergmann diesen Part ab dem Sommer übernehmen und nebenbei weiterhin als sportlicher Leiter beim Landesligisten SV Oberweikertshofen tätig sein.

Letzter wichtiger Punkt der Rekordversammlung, die insgesamt rund viereinhalb Stunden dauerte, war das Regionalliga-Heimspiel gegen den TSV 1860 München am Samstag, 5. Mai. Laut dem neuen Vorsitzenden Roland Küspert kann jedes FCP-Mitglied vier Karten reservieren. Vor März werde es aber keinen Ticketverkauf geben.

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