Fußball-Nachlese

28.04.2015

Kein Meister auf der Couch

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Was muss sich denn da Zusamaltheims Trainer Roland Reiter (links) anhören. Zeigt Spieler Erich Wieland beim 2:4 gegen Donaualtheim gar schon den Weg in Richtung B-Klasse?

Aber TSV Meitingen kann den Titel im nächsten Spiel endgültig perfekt machen

Zum 25. Mal ist der FC Bayern am Wochenende Deutscher Fußballmeister geworden. Doch die endgültige Entscheidung fiel für die Münchner nicht auf dem Platz, sondern auf dem heimischen Sofa. Nach getaner Arbeit am Samstag mussten die Bayern am Sonntag auf einen Ausrutscher des VfL Wolfsburg hoffen, der dann auch eintrat.

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Schöner ist es aber mit Sicherheit, wenn man direkt nach Abpfiff den Erfolg bejubeln kann. Und das kann der TSV Meitingen am nächsten Sonntag wohl tun. Bei noch vier ausstehenden Spielen in der Bezirksliga Nord hat die Mannschaft von Trainer Ali Dabestani zehn Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den TSV Neusäß. Wenn also die Lechtaler am Sonntag ihr Heimspiel gegen den FC Ehekirchen für sich entscheiden, steht der TSV Meitingen als Meister fest und steigt in die Landesliga auf. Aber wie auch in der Bundesliga scheint es nicht die Frage zu sein, wer Meister wird, sondern nur, wann Meitingen den Titel perfekt macht.

Da sieht es in der Kreisklasse Nord II schon anders aus, hier wechselt der Tabellenführer quasi wöchentlich. Hatte letzte Woche noch der TSV Wertingen II durch einen Sieg bei Konkurrent FC Mertingen die Spitze übernommen, so überflügelte am vergangenen Sonntag der TSV Unterthürheim seine beiden Kontrahenten. Denn sowohl Wertingen (0:0 in Bissingen), als auch Mertingen (1:1 in Oberndorf) mussten Federn lassen. Die Unterthürheimer gewannen ihr Heimspiel gegen den SC Mörslingen klar und deutlich mit 6:0 und haben nun einen Punkt Vorsprung. In knapp zwei Wochen kommt es in Unterthürheim zum direkten Duell gegen den TSV Wertingen II. Hier könnte sich die Meisterschaft vorentscheiden.

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Fast schon außer Reichweite ist der erste Platz für den SC Altenmünster in der Kreisliga West. Zehn Punkte Rückstand hat der SCA als Zweiter auf den SV Mindelzell. Dafür soll aber unbedingt der zweite Platz gehalten werden. Beim Sieg gegen den TSV Burgau taten sich die Altenmünsterer lange schwer, zwei Unkonzentriertheiten des Gästekeepers verhalfen aber zum 3:1-Sieg. Schlimmer wiegen aber die Verletzungen der beiden Spielertrainer. Während Thomas Lauter mit Leistenproblemen ausgewechselt wurde, erwischte es Fabian Herdin ungleich schlimmer. Mit einer Schulterverletzung kam er ins Krankenhaus, wo zumindest ein Bruch zunächst ausgeschlossen werden konnte. Weitere Untersuchungen müssen jetzt zeigen, ob eventuell Bänder oder Sehnen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Am Wochenende kommt es für den TSV Binswangen zum vorentscheidenden Duell, wer in der Kreisklasse West II hinter dem bereits als Meister feststehenden TSV Offingen in der Tabelle rangiert. Noch stehen die Binswanger auf dem zweiten Platz, müssen aber am Sonntag beim Dritten, dem SV Holzheim antreten, der nur einen Punkt Rückstand hat. Und beide Mannschaften sind aktuell in bestechender Form. Die Holzheimer haben ihre letzten fünf Spiele allesamt gewinnen können, doch auch die Binswanger um Spielertrainer Manfred Müller konnten fünf Partien in Serie für sich entscheiden. Spannung ist also vorprogrammiert.

Nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie war der 3:1-Derbysieg der SSV Dillingen im Landkreisderby gegen den FC Pfaffenhofen-Untere Zusam zwar nicht unbedingt erwartet, aber dennoch verdient. So stand den SSV-Verantwortlichen die Erleichterung nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben: „So ein Dreier tut dann nach schweren Wochen einfach richtig gut“, freute sich SSV-Vorsitzender Christoph Nowak, der mit dem Ex-Glötter Erkan Demirci (Türk Gücü Lauingen) den ersten Neuzugang für 2015/16 vermelden kann: „Ein starker Sechser mit enorm viel Intelligenz im Spielaufbau, so was hat uns auf dieser Position in den letzten Jahren gefehlt.“ Noch nicht geklärt hingegen ist laut SSV-Angaben die Trainerfrage. Auf der Tribüne des Donaustadions wurde am Samstag mit dem Burgauer Andreas Mayer, der für den norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim bereits in der UEFA Champions League aktiv war, jedenfalls ein potenzieller Kandidat gesichtet.

Nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat der SV Ehingen-Ortlfingen in der Kreisklasse Nordwest, der beim 0:2 gegen die TSG Stadtbergen im neunten Spiel hintereinander sieglos blieb. Die Ehinger um Trainer Hermann Duschl müssten nun schon das Nachholspiel beim SSV Anhausen am 1. Mai mit drei Toren Differenz gewinnen (wegen des direkten Vergleiches) und dann auch noch die restlichen vier Spiele erfolgreich beenden, Anhausen müsste alle ausstehenden Spiele verlieren.

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