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Fußball-Nachlese

21.11.2017

Letzte Motivationsschübe

Matthias Schuster vom TSV Meitingen schlägt bei der 0:3-Niederlage gegen Adelzhausen die Hände über dem Kopf zusammen. Er kann es kaum glauben, dass sein Team erneut die Chance liegen ließ, mit einem Heimsieg zu den punktgleichen Spitzenteams VfR Neuburg und TSV Gersthofen aufzuschließen.
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Matthias Schuster vom TSV Meitingen schlägt bei der 0:3-Niederlage gegen Adelzhausen die Hände über dem Kopf zusammen. Er kann es kaum glauben, dass sein Team erneut die Chance liegen ließ, mit einem Heimsieg zu den punktgleichen Spitzenteams VfR Neuburg und TSV Gersthofen aufzuschließen.
Bild: Karin Tautz

Für TSV Unterthürheim reicht es im Kellerderby der Kreisliga Nord immerhin zu einem Remis bei der SG Unterringingen-Amerdingen. Fassungslosigkeit beim TSV Meitingen

„Wir haben zwei Punkte verschenkt“, sagt Unterthürheims Abteilungsleiter Stefan Mayershofer unumwunden. Das 1:1 in Unterringingen war in Ordnung, im Kampf gegen den Abstieg aus der Kreisliga Nord war es ein Punktgewinn, mehr war aber drin. Mayershofer, der sich am Freitag über den Sieg seines VfB Stuttgart gegen Dortmund gefreut hatte, sagt auch: „Wenn wir unsere Konter besser ausspielen, dann gewinnen wir locker.“ Doch alles „Hätte, Wenn und Aber“ zählt nicht. Für die Unterthürheimer steht nur ein Punkt, das 1:4 aus dem Hinspiel haben sie damit aber ein Stück weit wettgemacht. Einen letzten Motivationsschub gab es übrigens von Trainer Christoph Wirth, der seine Schützlinge unmittelbar vor dem Anpfiff einen Kreis bilden ließ, um die richtigen Worte zu finden.

Schwer getan hat sich derweil der TSV Wertingen. Der Tabellenzweite lag gegen die SG Alerheim zur Pause mit 1:2 hinten, drehte das Spiel aber noch und gewann 4:2. „Wir waren im ersten Abschnitt zu behäbig“, sagt Wertingens Vize-Abteilungsleiter Thomas Rossmann. Viele Fehlpässe, Probleme im Aufbauspiel, und dann Konter der Gäste zugelassen. Das wurde im zweiten Abschnitt besser, „wir haben Moral bewiesen“. Eine großartige Leistung zeigte Linksverteidiger Marco Schiermoch. Der traf noch im ersten Abschnitt zum zwischenzeitlichen 1:1, bereitete dann zwei weitere Treffer vor. So bleiben die Wertinger dem Spitzenreiter Holzkirchen auf den Fersen. Schiermoch war nach Abpfiff einfach nur glücklich, dass das Spiel gewonnen wurde, seine eigene Leistung wollte er freilich nicht ins Rampenlicht stellen. „Wir haben uns schwer getan, in der Halbzeit wurde es auch lauter“, so der Linksverteidiger. Trainer Christian Mayer sprach in der Kabine deutliche Worte, „das Tor hat der erzielt, der als einziger will“. Gemeint war damit Schiermoch, was für den Betroffenen eher unangenehm war.

Und auch die zweite Mannschaft des TSV Wertingen hat in der Kreisklasse Nord II seine Sache gut gelöst. „Mal wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende“, freut sich Rossmann. Lange habe es gedauert, mal wieder beide Heimspiele zu gewinnen, das 5:3 der „1b“ gegen den TSVBäumenheim war nach seiner Meinung auch verdient, wobei man aber in Rückstand hätte geraten können. Garanten für den Erfolg, das sagt Coach Fabian Knötzinger, waren zwei Jugendspieler (siehe Nachgefragt auf dieser Seite).

Trocken war am Wochenende der Platz in Eggelstetten, was bei den aktuellen Witterungsbedingungen verwunderlich ist. Haben die Eggelstetter doch seit Jahren Probleme mit ihrem Geläuf und dem Wasser. Den SV Wortelstetten hat es aber auch nicht davon abgehalten, einen 2:0-Sieg einzufahren. „Mehr als verdient“, sagt SVW-Spielertrainer Martin Mayrle. Bei besserer Chancenverwertung hätte der Sieg höher ausfallen können, oder eben schon früher sicher gewesen sein. Zum Abschluss vor der Winterpause bekommen es die Wortelstetter mit dem FC PUZ zu tun, ein Derby. „Das wollen wir natürlich gewinnen und gut in die Winterpause gehen“, sagt Mayrle.

Einen klaren Sieg hat der SV Roggden in Bissingen einfahren können. 6:1 hieß es am Ende. „Wir hatten ein wirklich schweres Spiel erwartet, haben dann aber unsere Chancen direkt genutzt“, so Spielertrainer Stefan Saule. Der erste Platzverweis gegen die Gastgeber spielte den Roggdenern natürlich in die Karten, wenngleich dadurch verletzungsbedingt gewechselt werden musste. „Ich war alleine durch, dann kommt der Verteidiger von hinten und springt mir ins Sprunggelenk“, beschreibt Saule. Rot war folgerichtig, er wechselte sich dann auch aus.

In der Vergangenheit gab es schon etliche Lokalschlager, die von viel Brisanz begleitet wurden. Nicht so beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Nachbarn SSV Neumünster und Grün-Weiß Baiershofen. Die faire Partie der Kreisklasse West II forderte lediglich vier Gelbe Karten. „Die meisten Fußballer kennen sich ja und unternehmen viel miteinander“, macht SSV-Abteilungsleiter Stefan Neubauer klar, warum keine größeren Nickligkeiten zu erwarten waren. Gerne hätte man die drei Zähler auf eigenem Gelände abgeräumt, doch in der Endabrechnung stand ein 2:2. „Immer wenn es gegen uns geht, geben die Baiershofer 50 Prozent mehr“, analysierte Neubauer. Tatsächlich waren die Angerdörfler nach der Pause dem Sieg ein Stück näher, scheiterten aber einige Male am guten SSV-Keeper Philipp Banks.

Viel gebracht hat der Trainerwechsel beim Bezirksligisten TSV Meitingen zumindest von den Ergebnissen her noch nicht. Seit Pavlos Mavros für Florian Prießnitz die Kommandos gibt, sprang in zwei Spielen nur ein Punkt heraus. Bei der jüngsten 0:3-Niederlage gegen den BC Adelzhausen wurde deutlich, dass Prießnitz vor allem als Stratege auf dem Platz fehlt. An die neue Situation, dass die Anweisungen jetzt nur noch von Außen kommen, muss sich die Truppe offenbar erst noch gewöhnen. (dolli/dirg/herd)

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