Fußball-Nachlese

29.04.2014

Spielertrainer treffen spät

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Den Ball perfekt zurechtlegen: Zusamaltheims Spielertrainer Andreas Seiler erzielte in der letzten Minute per Elfmeter den Ausgleich in Steinheim.
Bild: Karl Aumiller

TSV Wertingen und TSV Unterthürheim müssen Rückschlag erleiden

So wie die Bundesliga nun allmählich zum Schluss kommt und die Entscheidungen um Abstieg oder Klassenerhalt gefällt werden, so kristallisiert sich auch in den unteren Ligen langsam heraus, wer den Gang nach unten antreten muss oder sich eventuell über den Aufstieg freuen darf.

Mit dem Aufstieg wird es wohl nichts mehr werden für den TSV Wertingen. Bereits am Freitagabend spielte die Truppe von Trainer Roger Kindler beim TSV Neusäß, verlor aber klar und verdient mit 1:3. Manko war dabei ganz klar die Offensive, den ersten Torschuss konnten die Wertinger erst in der Schlussphase für sich verbuchen. Da kam der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit natürlich deutlich zu spät. Wertingen hat nun bereits sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, den derzeit Türkspor Augsburg innehat. So spannend es an der Spitze ist, so eindeutig ist es im Tabellenkeller der Bezirksliga. Der TSV Burgau und die SpVgg Wiesenbach stehen bei noch vier ausstehenden Spielen bereits als Absteiger fest, der SV Ettenbeuren hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Zittern müssen der FC Lauingen und die SSV Glött. Letztere sind am Wochenende auf den Relegationsplatz 13 abgerutscht.

Spannend im Kampf um den Aufstieg geht es auch in der Kreisklasse Nord II zu. Spitzenreiter FSV Flotzheim ist schier uneinholbar vorne, kann die Meisterfeier schon planen. Dahinter kämpfen mit der SSV Höchstädt, dem TSV Bissingen, dem SC Tapfheim und dem TSV Unterthürheim gleich vier Mannschaften um den zweiten Platz. Dabei hat Unterthürheim am Wochenende einen herben Rückschlag erlitten, im Heimspiel gegen den FC Donauried gab es eine 5:1-Klatsche. Bereits zur Pause hatten die Gäste vier Tore erzielt. Bei den Gastgebern fehlten Torhüter Andreas Eisenkolb, Abwehrchef Michael Neher und Mathias Moser aber drei wichtige Spieler aus verschiedenen Gründen. Am kommenden Wochenende muss die Mannschaft beim Auswärtsspiel bei der SpVgg Riedlingen aber wieder ein anderes Gesicht zeigen, um die Aufstiegschancen nicht gänzlich zu verspielen. Der Rückstand auf Höchstädt beträgt nur fünf Punkte.

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Duo übernimmt zur neuen Saison in Altenmünster

Ein kollektives Durchatmen gab es beim SC Altenmünster nach dem 3:1-Heimsieg im Kellerderby der Kreisliga West gegen den SV Waldstetten. „Jetzt müssen wir am Mittwoch im Nachholspiel gegen Türk Gücü Lauingen nachlegen“, blickte Kapitän Florian Seizmeier nach dem Schlusspfiff bereits dem nächsten richtungsweisenden Spiel entgegen. Noch vor dem Spiel gegen Waldstetten wurden in Altenmünster die Weichen für die kommende Saison gestellt. Mit Fabian Herdin (seit 2012 Spielertrainer beim Nordwest-Kreisklassisten SpVgg Auerbach-Streitheim) verpflichteten die Zusamtaler einen Coach, der den Verein aus dem Effeff kennt. Unterstützung erhält der 32-Jährige dabei von Thomas Lauter (30), der derzeit noch beim Ligarivalen TSV Zusmarshausen um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpft und beim TSV Neusäß sowie der DJK Lechhausen in früheren Jahren Landesligaerfahrung sammelte. „Wir haben mit Herdin und Lauter zwei Spieler verpflichtet, die beide in Altenmünster wohnen und mit denen wir hier etwas Nachhaltiges aufbauen möchten“, freut sich Abteilungsleiter Oliver Osterhoff über die Zusage der beiden. Über die Tatsache, dass der jetzige Trainer Alexander Kuchenbaur („Ein Vorbild für das gesamte Team“) weiterhin voll Gas gibt, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, und zuletzt sogar dessen Vorgänger Oliver Remmert beim Sieg gegen Waldstetten ein Comeback als Spieler feierte, ist Osterhoff stolz: „Wenn es drauf ankommt, halten hier alle zusammen.“

Stressig wird das kommende Wochenende für den TSV Pfaffenhofen werden. Denn die Kicker um Spielertrainer Christoph Kehrle müssen bereits am Freitag zuhause zum Nachholspiel gegen den TSV Harburg antreten, nur zwei Tage später gibt es das nächste Heimspiel, dann kommt der TSV Hainsfarth ins untere Zusamtal. Für Pfaffenhofen gilt es, in diesen beiden Spielen etwas Zählbares einzufahren, denn in den sechs Spielen seit der Winterpause konnten die Blau-Weißen bisher nur einen Sieg und ein Unentschieden einfahren. Auch am Wochenende gab es eine Niederlage, beim FSV Marktoffingen verlor Pfaffenhofen mit 2:0.

Mit einer Niederlage haben wohl auch die Anhänger des VfL Zusamaltheim beim Spiel bei der SSV Steinheim gerechnet. Die Gastgeber sahen schon wie der vermeintliche Sieger aus, ehe Zusamaltheims Spielertrainer Andreas Seiler in der achten Minute der Nachspielzeit noch einen Elfmeter verwandelte und seinem Team somit noch einen Punkt im Kampf um den Abstieg sicherte.

Auch beim SV Wortelstetten war der Spielertrainer in den Schlussminuten erfolgreich. Doch der Treffer zum 3:1-Endstand beim TV Gundelfingen war nicht mehr ganz so relevant, dafür umso sehenswerter. Die Gastgeber wollten mit aller Macht den Ausgleich, sodass bei einem Eckball auch der Torwart mit nach vorne ging. Coach Martin Mayrle sah das und zog einfach mal von der eigenen Strafraumkante ab, der Ball flog über das ganze Spielfeld und landete schließlich im verwaisten Tor der Gastgeber. Damit hatte der SVW die Partie doch noch gedreht. Trotz klarer Überlegenheit und einigen Torchancen führten die Hausherren zur Halbzeit mit 1:0, aber Wortelstetten ließ nicht locker und gewann schließlich verdient.

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