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Schießen

09.10.2020

Trainieren wie die Weltmeister

Andreas Retunno
Bild: Alois Thoma

Am Talentzentrum Balzhausen üben junge Schützen unter Profibedingungen

Balzhausen Talentförderung an der Basis – so versteht sich ein Projekt, das der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) für die Schützengaue Krumbach, Günzburg, Rothtal-Weißenhorn, Mindelheim, Burgau, Wertingen, Babenhausen und Neu-Ulm ins Leben gerufen hat. Zweimal im Monat wird durch das „Talentförderzentrum für die Shooting-Stars von morgen“, wie es in einem Flyer zur Aktion heißt, interessierten Schülern und Jugendlichen die Gelegenheit geboten, unter fachkundiger Anleitung zu trainieren. Und es wird ein besonderes „Schmankerl“ geboten: Einmal im Monat wird den Mädchen und Buben als Projektpate der Welt- und Europameister Maximilian Dallinger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Trainingsstützpunkt ist die Schießanlage beim Schützenverein „Schützenblut“ Balzhausen.

Manch national und international erfolgreichen Schützen hat der BSSB schon hervorgebracht. „Doch wir dürfen nicht den Fehler machen und uns auf den Erfolgen vergangener Tage ausruhen“, betont Landestrainer Markus Lehner, der das Projekt leitet. Gerade im Nachwuchsbereich, also bei den Schülern und der Jugend, müsse mehr getan werden, um den Erfolg weiterhin sicherzustellen. Mit dem Talentförderzentrum möchte der BSSB ein Projekt für eine systematischere Nachwuchsgewinnung und -förderung unterhalb des Bezirkskaders starten. Im Klartext heißt das: Ambitionierte und leistungswillige Schützen der Schüler- und Jugendklasse können mit ihren Vereinstrainern bzw. Jugendleitern kontinuierlich mit einem lizenzierten BSSB-Trainer zusammenarbeiten. „Die Zielsetzung besteht hierbei ausschließlich in der Sichtung und Förderung junger Talente, unabhängig von Vereins- und Gauzugehörigkeit“, betont Markus Lehner. Eine Mitgliedschaft im Verein sei für das Training weder erforderlich, noch werde diese angestrebt.

Bei einer Infoveranstaltung in Balzhausen bezeichnete Landestrainer Marco Müller seinen Trainerkollegen Lehner als „genau den richtigen Mann“, um das Projekt erfolgreich zu gestalten. Aber auch vonseiten des BSSB werde man alles tun, um die Aktion zu unterstützen, versicherte er. Die Kosten für das Projekt werden komplett vom Verband übernommen, der Schützenbezirk Schwaben werde somit finanziell nicht belastet. Auch für die teilnehmenden Jungschützen fallen keine Kosten an. Für die Teilnahme an den Trainingseinheiten sei kein Ringe-Limit gesetzt, es könne jeder kommen, der die Bereitschaft zum regelmäßigen Training mitbringt. Landestrainer Müller ist aber auch eines klar: „Wir wollen das Pflänzchen Leistungssport pflegen und gießen, aber es wird nicht aus jedem Jungschützen ein Superstar werden.“ Die Teilnehmer können zum Training nicht nur ihre Trainer und Betreuer, sondern auch ihre Eltern mitbringen. Ein Einsteigen in die Kurse ist jederzeit möglich.

In Balzhausen finden die ambitionierten Jungschützen optimale Trainingsbedingungen vor. Das im Jahr 1999 fertiggestellte Schützenheim in der neuen Mehrzweckhalle an der Krumbacher Straße 25 wurde vor drei Jahren mit einem Kostenaufwand von 60000 Euro umgerüstet und ist mit 16 vollelektronischen Schießständen ausgestattet.

Die ersten Trainingstermine sind jeweils am Dienstag, 20. Oktober, 3. und 24. November sowie 1. Dezember. Vorgesehen sind zwei Gruppen, die um 17 und um 19 Uhr das Training aufnehmen werden. Die Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf 24 begrenzt. Sollte das Interesse es erfordern, schließt Markus Lehner zusätzliche Kurstage nicht aus.

unter Angabe von Name, Geburtsdatum und Verein per E-Mail an markus.lehner@bssb.bayern

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