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Fußball-Rückblende (1)

05.06.2019

Wen es umgehauen hat und wen nicht

Andreas Mayr von der zweiten Mannschaft des TSV Wertingen (links) und Michael Schmidt vom TSV Binswangen schenkten sich im Derby nichts. Mit ihren Teams konnten beide in der Kreisklasse Nord II die Erwartungen durchaus erfüllen.

Ein abschließender Blick auf die Saison 2018/19. Von Auf- und Absteigern, von „Bösen Buben“, und von hohen Siegen und Niederlagen. Schulnoten für die Mannschaften aus dem Zusamtal

In eine kurze Sommerpause haben sich die Fußballmannschaften aus der Region verabschiedet. Als letztes Team war dies der TSV Wertingen, der am Feiertag Christi Himmelfahrt die Rückkehr in die Bezirksliga bejubeln konnte. Bei einigen anderen Mannschaften lief es längst nicht so erfolgreich; da drückte der Schuh zum Teil gewaltig. „Schmerz lass nach“, kann hier für die neue Saison nur die Devise lauten. Die WZ-Sportredaktion nimmt alle Klubs von der Kreisliga bis zur A-Klasse unter die Lupe und vergibt Schulnoten von 1 bis 6. Zu Beginn unserer Serie schauen wir auf die Kreisliga- und Kreisklassenvereine.

TSV Wertingen

Stolze 63 Punkte reichten für den TSV Wertingen nicht zur Meisterschaft in der Kreisliga Nord. Diese ging an den FC Mertingen (65). Und dennoch gelang der Truppe von Trainer Christoph Kehrle über die Relegation der Aufstieg in die Bezirksliga. In 26 Spielen kassierte der Vizemeister nur 16 Gegentreffer, er stellte gemeinsam mit Mertingen die beste Abwehr. In der Offensive war der Tabellendritte FSV Reimlingen mit 72 Treffern die beste Mannschaft, gefolgt von Mertingen (67) und Wertingen (65).

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Gleich viermal gab es ein 5:0. Zu Hause gegen Alerheim und Hainsfarth, auswärts in Unterhürheim und in Reimlingen.

Es gab insgesamt nur drei; alle fielen mit einem Tor Differenz aus. 2:3 in Höchstädt, 2:3 in Mertingen und 0:1 in Deiningen.

Kein Akteur hat alle 26 Spiele bestritten. Je 25 Mal standen Kapitän Maximilian Beham und Valentin Jaumann auf dem Platz.

Oldie Nicolas Korselt erzielte 20 Treffer, davon mehr als die Hälfte per Kopf. 13-mal lochte Valentin Jaumann ein, achtmal traf Christoph Prestel.

22 – davon sieben mit weniger als zehn Einsätzen.

Kein einziger Spieler sah Rot, Maximilian Beham sowie die Zwillinge Alexander und Johannes Wiedemann wurden je einmal per Ampelkarte vom Feld geschickt.

Während der Saison sahen im Schnitt 173 Fans die Heimspiele des TSV, allein 500 kamen zum Duell gegen den FC Mertingen. In der Relegation verfolgten 700 Besucher das Spiel gegen Rinnenthal (5:4) und 1200 Zuschauer wohnten dem 1:0-Erfolg gegen Holzkirchen in Donauwörth bei.

Das Saisonziel Aufstieg wurde erreicht, die Meisterschaft ging allerdings an den FC Mertingen. Deshalb eine 1 minus.

TSV Unterthürheim

Nur aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegen die SpVgg Deiningen konnte der direkte Abstieg aus der Kreisliga Nord vermieden werden. In der Relegation erwischte es den TSV Unterthürheim dann doch. Gegen den SSV Neumünster gab es eine Niederlage im Elfmeterschießen. 19 Zähler waren die magere Ausbeute in der Punktrunde, nach Schlusslicht SG Alerheim (74) kassierte der TSV die meisten Gegentore (62). Und auch in der Offensive drückte der Schuh. Nur 27 Mal konnte Unterhürheim in 26 Spielen jubeln.

Zweimal gab es ein 4:1. Am zweiten Spieltag in Alerheim und sechs Wochen später zu Hause gegen Höchstädt.

Das 0:5 im Derby gegen den TSV Wertingen auf der eigenen Sportanlage.

Unterthürheim war vom Verletzungspech verfolgt. Zeitweise fehlten sechs bis sieben Stammspieler. In allen 26 Begegnungen standen Rainer Mattes und Johannes Heindl auf dem Platz.

Achtmal traf Angreifer Daniel Gumpp, je dreimal Johannes Heindl und Michael Neher.

Aufgrund der Verletzungsmisere musste Spielertrainer Christoph Wirth auf insgesamt 30 Akteure zurückgreifen. Co-Trainer Richard Wörle absolvierte vier Spielminuten.

Rote Karten gab es keine, Matthias Schäffler, Alexander Lechner, Ulrich Deisenhofer und Patrick Heinle sahen Gelb-Rot; Michael Neher kam mit neun Gelben Karten davon.

Mit 103 Besuchern pro Spiel liegt der Durchschnitt gerade noch im dreistelligen Bereich. Rekordbesuch gab es am ersten Spieltag gegen Mertingen (200), die wenigsten Fans wurden beim Duell gegen Marktoffingen gezählt (70).

Ein Saisonziel wurde zum Start nicht genannt. Wer am Ende aber absteigt, darf keine guten Zensuren erwarten.

TSV Binswangen

Die Gelb-Schwarzen schlossen die Saison mit 44 Punkten nicht nur als Tabellendritter in der Kreisklasse Nord II ab, bei den erzielten Treffern (61) liegen sie ebenso hinter Meister Kicklingen und dem Tabellenzweiten Dillingen an dritter Stelle wie bei den kassierten Toren (30).

Schlusslicht und Absteiger BC Schretzheim II wurde zu Hause mit 9:0 bezwungen, bei Türk Gücü Lauingen gab es am zweiten Spieltag einen 7:1-Erfolg.

Gegen Meister SV Kicklingen musste sich der TSV Binswangen am 13. Spieltag zu Hause mit 0:3 geschlagen geben.

Benedikt Chromik war in allen 24 Punktspielen dabei, Kevin Oberschmid fehlte nur einmal.

Gleiches Bild wie oben: Benedikt Chromik (neun Treffer) führt die vereinsinterne Liste vor Kevin Oberschmid (acht Tore) an.

Insgesamt 30 Kicker bot Spielertrainer Michael Mayerle für 24 Partien auf. Drei kamen nur jeweils einmal zum Einsatz.

Der TSV Binswangen zählte zu den fairsten Teams in der Liga. Es gab nur eine Hinausstellung durch eine Gelb-Rote-Karte für Michael Mayerle. Neunmal verwarnt wurde Nicholas Glogger.

Insgesamt 894 Fans besuchten die zwölf Heimspiele, was einen Schnitt von 74 ausmacht. Die meisten Zuschauer kamen zum Derby gegen Kicklingen (130).

Platz drei hinter den bärenstarken Teams aus Kicklingen und Dillingen kann sich sehen lassen. Vor allem in der Frühjahrsrunde lief es gut für den TSV.

TSV Wertingen II

Mit 33 Zählern (zehn Siege, drei Unentschieden, elf Niederlagen) reichte es zu Platz sechs in der Kreisklasse Nord II. Das Torverhältnis von 39:50 zeigt, dass sowohl defensiv als auch offensiv noch Luft nach oben ist.

Dieser gelang am letzten Spieltag mit einem 4:1 beim TSV Unterringingen.

Gegen das 0:6 im Heimspiel gegen Meister SV Kicklingen war kein Kraut gewachsen.

Andreas Mayer fehlte in den 24 Spielen nur dreimal, auf 20 Einsätze kam Philipp Fischer.

Jugendspieler Markus Weigl traf siebenmal.

Zweite Mannschaften haben bekanntlich einen hohen Verschleiß. So auch der TSV Wertingen II, für den insgesamt 36 verschiedene Akteure zum Einsatz kamen.

Mit Torwart Alexander Bschorer und Johannes Bröll gab es zwei Rotsünder, jeweils die Ampelkarte sahen Maximilian Fischer und Martin Langenmair.

Für eine zweite Mannschaft sind 68 Fans im Schnitt nicht schlecht. Jeweils 100 Besucher kamen zu den Duellen gegen Wortelstetten, Kicklingen und Binswangen.

Als Unterbau für die erste Mannschaft haben die Schützlinge von Trainer Fabian Knötzinger eine ordentliche Saison gespielt.

SV Wortelstetten

Mehr als 22 Zähler hätten es schon sein dürfen. Die Torausbeute mit 33 Treffern in 24 Spielen ist ebenso nicht überragend wie die 58 Gegentore, die der SVW in der Kreisklasse Nord II kassiert hat.

Dieser gelang gleich am ersten Spieltag mit einem 4:0 gegen den TSV Bäumenheim.

Auch für Wortelstetten gab es gegen Meister Kicklingen eine anständige Klatsche. 0:8 wurde das Auswärtsspiel verloren.

Tobias Fech fehlte keine einzige Minute und wird dem SVW in der kommenden Saison sehr fehlen. Er wechselt zum TSV Wertingen.

Gleichauf mit Werner Schmid liegt auch in dieser Statistik Tobias Fech vorne. Beide trafen je siebenmal.

Der Verschleiß war groß. 31 verschiedene Akteure musste Trainer Andreas Seiler nominieren.

Jeweils einmal Gelb-Rot sahen Jürgen Müller und Joachim Schrödl.

Der Schnitt (90) war schon mal besser. Schade, dass es am letzten Spieltag im Derby gegen den FC PUZ um nichts mehr ging. Diese Partie wollten nur 80 Fans sehen. Jeweils 120 Besucher kamen zu den Spielen gegen Eggelstetten und Wertingen II.

In Abstiegsgefahr geriet der SVW aufgrund der Schwäche des TSV Bäumenheim und des BC Schretzheim II nie. Ein paar Zähler mehr hätten es trotzdem sein können. (her)

In den nächsten Tagen nehmen wir die Teams des FC Paffenhofen-Untere Zusam, SV Villenbach, VfL Zusamaltheim, FC Osterbuch und SV Roggden unter die Lupe.

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