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Unwetter
11.06.2014

Gewitterwarnung: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

Wetterumschwünge: Wann gilt Wetter als gefährlich?
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hitze und Gewitter: Zuletzt wechselte das Wetter wieder von einem Extrem ins andere. War das früher auch so? Und ab wann wird es eigentlich gefährlich? Wir haben nachgefragt.

Ein paar Tage sommerliche Hitze - und schon tobten wieder die ersten Gewitter über der Region. Kaum eine Wärmeperiode scheint inzwischen ohne größere Unwetter zu verlaufen. Nicht wenige fragen sich da: Ist das eigentlich noch normal? Oder wird unser Wetter immer extremer?

Die Antwort: Alles im normalen Bereich, wie Diplom Meteorologe Jürgen Schmidt von Wetter Kontor erklärt. "Die Wetterumschwünge in den letzten Wochen waren tatsächlich sehr heftig". Allerdings sei das immer schon so gewesen. „Das liegt an der Lage in Mitteleuropa.“

Von der einen Seite kommt die kühle Luft von Nordsee und Atlantik nach Deutschland, von der anderen Seite nähert sich die warme Luft aus Frankreich, Spanien und Italien. Die Folge: schnelle Temperatur- und Wetterwechsel - mit oft schlimmen Folgen.

Ab wann wird ein Unwetter gefährlich?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) unterscheidet bei seinen amtlichen Wetterwarnungen mehrere Stufen - vom markanten Wetter bis zum extremen Unwetter. Dabei wird die Definition von Schwellenwerten wie Temperatur, Niederschlag oder Windböen abhängig gemacht. Markantes Wetter kann öfters mal vorkommen. Extremes Wetter hingegen ist eher selten und nicht der Regelfall, so der DWD.

Gefährliches Wetter entsteht vor allem durch Windböen. Sie sind ein gutes Anzeichen dafür, dass es gefährlich werden könnte. Im Sommer sind die Folgen noch schlimmer, da die Bäume belaubt sind. „Durch das Laub bieten sie mehr Angriffsfläche für den Wind. Durch Unwetter mit hoher Windstärke treten die größten Probleme auf. Hier gibt es die häufigsten Verletzten und Tote“, sagt Schmidt.

Blitzschläge, Starkregen, Hagel und im Winter Eis und Schnee sind ebenfalls gefährliche Wetterbedingungen. „Starkregen ist vor allem für Autofahrer gefährlich, besonders wegen Aquaplaning“, sagt Schmidt, „auch bei Hagel sollte man Acht geben. Es können Schäden an Autos und Häusern entstehen. Auf den Straßen kann es zu Glätte führen.“ Generell sollte man sich an Wetterwarnungen im Radio und anderen Medien orientieren. Dort wird auch auf die jeweilige Gefahrenstufe hingewiesen.

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