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AAB Asset Services
12.01.2021

Augsburger Aktienbank verkauft Tochterfirma AAB Asset Services

Wesentliche Teile der Augsburger Aktienbank kommen in neue Hände.
Foto: Ruth Ploessel

Zwei Manager übernehmen die AAB Asset Services. Die Zukunft der restlichen Aktienbank und der Mitarbeiter ist ungewiss. Für die nächste Zeit gibt es aber eine Einigung mit dem Betriebsrat.

Nach dem Verkauf ihres Wertpapiergeschäfts hat die Augsburger Aktienbank einen weiteren Teil ihres Geschäfts abgegeben. Das kleine Tochterunternehmen AAB Asset Services ist zum Jahreswechsel an den bisherigen Geschäftsführer Marco Schmitz und seinen Kollegen Klaus Täte verkauft worden, berichtet Aktienbank-Chef Lothar Behrens im Gespräch mit unserer Redaktion – Fachleute sprechen von einem Management Buy Out. Schmitz und Täte werden die AAB Asset Services als neue Geschäftsführer leiten.

AAB Asset Services zieht nach Odenthal

Die AAB Asset Services ist spezialisiert auf den Vertrieb von Investmentfonds an Finanzinstitutionen, unter anderem Vermögensverwalter, Finanzberater, Makler oder Banken. Ein zweites Standbein ist Beratung für Finanzdienstleister, wenn es darum geht, neue Fonds aufzulegen, zu strukturieren oder zu vertreiben. Künftig will sich die Gesellschaft auch dem Thema Nachhaltigkeit stärker zuwenden. Zu den Partnern des Instituts zählt die Schweizer Globalance Bank, einer der Pioniere des Themas Nachhaltigkeit im Finanzwesen.

Die AAB Asset Services hatte zum Zeitpunkt des Verkaufs fünf Mitarbeiter. Ihren Namen kann die Gesellschaft zunächst für drei Jahre behalten. „Dafür sind wird der Augsburger Aktienbank auch sehr dankbar“, sagte Klaus Täte unserer Redaktion. Der Sitz wird von Augsburg nach Odenthal bei Köln wechseln, wo Marco Schmitz seinen Wohnsitz hat.

Augsburger Aktienbank: Muttergesellschaft LVM will sich aus Bankgeschäft zurückziehen

Die Augsburger Aktienbank ist im Besitz der LVM-Versicherungsgruppe aus Münster. Diese hatte deutlich gemacht, sich aus dem Bankgeschäft zurückziehen zu wollen. Seither werden für die Teile der Augsburger Aktienbank Lösungen gesucht. Wie es nach der Abspaltung des großen Wertpapiergeschäfts an die Ebase in München und den Verkauf der AAB Asset Services mit den restlichen großen verbliebenen Bereichen weitergeht, ist noch offen. Es laufen Gespräche, aber es sei noch keine Entscheidung offiziell gefallen, sagte Behrens dazu. Beobachter erwarten zeitnah Neuigkeiten.

Aktienbank-Chef Lothar Behrens.
Foto: AAB/Barbara Gandenheimer

Einigung mit Betriebsrat: Keine Kündigungen im ersten Quartal

Eine Einigung hat die Augsburger Aktienbank indes mit dem Betriebsrat gefunden, berichtet Behrens. Dieser macht sich Sorgen um die Zukunft der Bankmitarbeiter und war mit der Forderung nach einem Sozialplan vor das Arbeitsgericht gegangen. Im Rahmen einer Einigungsstelle haben sich beide Seiten aufeinander zubewegt.

„Wir haben in der Einigungsstelle zugesichert, dass es bis zum Ende des ersten Quartals nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommt“, sagt Behrens. Über einen Sozialplan könne man aber erst sprechen, wenn klar ist, wie es mit den anderen Teilen der Bank weitergeht.

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