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04.06.2009

Air Berlin bekommt 39 Millionen Euro neues Kapital

Air Berlin bekommt 39 Millionen Euro neues Kapital
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat sich inmitten der Branchenflaute knapp 39 Millionen Euro frisches Kapital gesichert. Binnen weniger Stunden wurde dafür die Ausgabe von gut zehn Millionen neuen Aktien besiegelt, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

Rund 6,6 Millionen Papiere gingen an institutionelle Investoren, was 23 Millionen Euro in die Kasse spült. Zusätzliche 15,8 Millionen Euro bringt eine weitere Kapitalerhöhung ein. Dafür verpflichtete sich die türkische ESAS Holding als bisheriger Großaktionär zum Kauf von vier Millionen neuen Aktien. Vorstandschef Joachim Hunold orderte 150 000 Papiere, der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Zurnieden 350 000 neue Aktien.

Mit den Erlösen will sich die Fluglinie "für allgemeine Unternehmenszwecke" stärken. Das Geld könnte beispielsweise für Preissicherungsgeschäfte für Kerosin verwendet werden oder zur Finanzierung bei der Auslieferung neuer Jets. Hauptaktionär war mit zuletzt 15,3 Prozent der Anteile bereits die ESAS Holding, zu der auch die Fluglinie Pegasus gehört. Die Air-Berlin-Aktie gab im Frankfurter Xetra-Handel stark nach und notierte am späten Nachmittag mit 7,43 Prozent im Minus bei 3,74 Euro.

Im operativen Geschäft muss Air Berlin weiterhin durch die Flaute steuern. Im Mai sank die Zahl der Passagiere um 7,7 Prozent auf 2,5 Millionen. Die Auslastung verringerte sich um 3,8 Punkte auf 77 Prozent, nachdem die Kapazität um 3,1 Prozent reduziert worden war. Der Erlös pro Sitzplatz und geflogenem Kilometer habe sich vor diesem Hintergrund erneut erhöht, teilte das Unternehmen mit.

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