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Annäherung an die Weltspitze: Deutsche Unternehmen gewinnen an Bedeutung

Annäherung an die Weltspitze

Deutsche Unternehmen gewinnen an Bedeutung

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    Er führt das teuerste Unternehmen der Welt: Jiang Jiemin, Vorstandsvorsitzender von ChinaPetrol.
    Er führt das teuerste Unternehmen der Welt: Jiang Jiemin, Vorstandsvorsitzender von ChinaPetrol.

    Augsburg (rrd/pm). Nicht nur mit der Konjunktur in Deutschland geht es aufwärts, auch inder weltweiten Bedeutung legt die deutsche Wirtschaft zu. Siebendeutsche Konzerne gehörten im Jahr 2007 zu den teuersten der Welt.

    Das hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young in einer Studie ermittelt. Gemessen wurde dabei die Marktkapitalisierung der Unternehmen, das heißt deren Börsenwert. Während 2006 nur vier deutsche Konzerne unter den 100 Teuersten waren, sind es in diesem Jahr bereits sieben.

    Deutschlandintern führt der Energiekonzern Eon die Wertung an und spiegelt damit einen weltweiten Trend wider: Die Energiekonzerne waren 2007 die ganz großen Gewinner an den Börsen.

    So ist das mit Abstand teuerste Unternehmen der Welt - PetroChina - ebenso aus dieser Sparte wie der amerikanische Konzern Exxon Mobil, der an Platz zwei liegt.

    Nach Eon auf Platz 45 folgt in der Liste der teuersten Hundert als zweiter deutscher Konzern Siemens (50). Daimler (69), die Allianz (76), die Deutsche Telekom (79), Volkswagen und noch ein Energiekonzern, RWE (97), finden sich schon eher am Ende der Liste wieder.

    Trotz des positiven Trends stellt Ernst&Young fest, dass sich die deutsche Wirtschaft noch unter Wert an der Börse verkauft: Unter den hundert umsatzstärksten Unternehmen sind immerhin 13 Deutsche vertreten, unter den am besten Bewerteten nur sieben. "Die weltweite volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen Unternehmen spiegelt sich noch nicht in ihrer Marktkapitalisierung wider," so Vorstandsmitglied Hendrik Hollweg.

    Unter den Top Ten sind die US-amerikanischen Konzerne die größten Verlierer, der Gewinner ist China. Ernst&Young macht hier vier chinesische, vier US-amerikanische und zwei europäische Unternehmen aus. Noch im Jahr davor waren die USA mit fünf Platzierungen die einsamen Spitzenreiter. Noch beeindruckender als die Zahl der chinesischen Unternehmen, die sich vorgearbeitet haben, ist deren Wertsteigerung. Um 123 Prozent hat der Wert der fernöstlichen Konzerne an den Börsen zugelegt.

    Unter den teuersten hundert Unternehmen liegt Amerika nach wie vor mit Abstand vorne: 32 US-Konzerne sind hier vertreten. Aber auch in dieser Wertung hat China aufgeholt und ist nun mit zehn Unternehmen vertreten.

    Trotzdem raten die Experten von Ernst&Young zur Vorsicht mit chinesischen Aktien: "Die Entwicklungen an den chinesischen Börsen wecken bisweilen Erinnerungen an die Internetblase im Jahr 2000," kommentierte Hollweg die aktuellen Zahlen.

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