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Arbeitsmarkt

31.01.2019

Arbeitslosenzahl steigt im Januar auf 2,4 Millionen

Wegen des kalten Winterwetters ruht vor allem in den Außenberufen, wie im Bau, in Gärtnereien oder in der Landwirtschaft häufig die Arbeit.
Bild: Jens Büttner, dpa

Der Winter macht sich deutlich bemerkbar - auch am Arbeitsmarkt. Dennoch bleibt die Zahl der Arbeitslosen auf einem Rekordtief.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar angestiegen - und trotzdem auf einem Rekordtief geblieben: Wegen des kalten Wetters erhöhte sich die Arbeitslosen-Anzahl zum Jahresauftakt saisonbedingt auf 2,406 Millionen. Das ist dennoch der niedrigste Wert für den Januar seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Punkte auf 5,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Jobsucher im Januar um 196 000 zu, zum Vorjahr ging sie hingegen um 165.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Behördenchef Detlef Scheele sagte: "Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern bleibt auf einem sehr hohen Niveau." Das Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setze sich fort.

Arbeitslosen-Zahlen: Im Januar waren 758.000 offene Stellen gemeldet

Der deutliche Anstieg ist für diese Jahreszeit durchaus üblich. Die um jahreszeitliche Einflüsse angepasste Zahl der Jobsucher sank auf 2,263 Millionen. Demnach waren zuletzt rund 2000 Männer und Frauen weniger ohne Arbeit als im Dezember - die Zahl ging ausschließlich auf einen Rückgang im Osten zurück. Im Westen blieb sie unverändert.

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,291 Millionen. Sie sank saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 22.000. Bei der Bundesagentur waren im Januar zugleich etwa 758.000 offene Stellen gemeldet - 21.000 mehr als vor einem Jahr.

Arbeitslosigkeit in Bayern: So wenig Menschen arbeitslos wie seit 1980 nicht mehr

Auch in Bayern sieht die Situation gut aus: Im Freistaat waren im Januar so wenige Menschen arbeitslos wie noch nie in einem Januar seit 1980. Genau 242.678 Menschen suchten zum Jahresauftakt einen Job. Das waren saisonbedingt zwar 39.422 mehr als im Dezember 2018. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres nahm die Zahl der Arbeitslosen aber um 10.823 ab, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote legte im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 3,3 Prozent zu. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging sie um 0,2 Punkte zurück.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit "bewegt sich im saisonüblichen Rahmen", sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. "Dass der Januar üblicherweise der Monat mit der höchsten Arbeitslosigkeit ist, bestätigt sich zum Jahresbeginn."

Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) äußerte sich erfreut über die Zahlen. Der bayerische Arbeitsmarkt sei "hervorragend" in das Jahr 2019 gestartet.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern warnte mit Blick auf das neue Jahr vor außenwirtschaftlichen Risiken. "Angesichts der eingetrübten konjunkturellen Aussichten beim Export durch einen drohenden ungeregelten Brexit und der weiter schwelenden Handelsstreitigkeiten muss die Binnennachfrage weiter gestärkt werden", teilte der Vorsitzende, Matthias Jena, mit. Es müsse alles dafür getan werden, dass es bei dem durchaus üblichen saisonalen Ausschlag der Arbeitslosigkeit bleibe.

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, bezeichnete den bayerischen Arbeitsmarkt als "weiterhin robust". Damit er stabil bleibe, müssten jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, forderte Brossardt. "Hier ist vor allem die Bundesregierung gefordert." Für die künftige Entwicklung des Arbeitsmarktes sei es von "entscheidender Bedeutung", die Herausforderungen für den Automobilstandort Bayern zu bewältigen, erklärte Brossardt.

33,5 Millionen Menschen mit regulärem Job

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Dezember in Deutschland bei 45,08 Millionen - das ist ein Plus von 42.000 im Vergleich zum Vormonat, zum Vorjahr waren es 488.000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg beruhe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl hat laut Hochrechnungen der Bundesagentur von Oktober auf November saisonbereinigt um 50.000 zugenommen. Damit hatten 33,50 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 666.000 mehr als ein Jahr zuvor. (dpa)

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