Newsticker
Lollitests verzögern sich in manchen bayerischen Grund- und Förderschulen
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter: 2,847 Millionen im September

Arbeitsmarkt
30.09.2020

Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter: 2,847 Millionen im September

Im Vergleich zum Vormonat gab es in Deutschland nicht nur weniger Arbeitslose, sondern auch weniger Menschen in Kurzarbeit.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Die Corona-Krise drückt weiter auf den Arbeitsmarkt. Dieser zeigt sich jedoch weitgehend robust. Im September ging die Arbeitslosigkeit weiter zurück.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist ungeachtet der Corona-Krise im September um 108.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Sie lag bei 2,847 Millionen und damit um 613 000 höher als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,2 Prozent.

Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise: Auch die Zahl der Kurzarbeiter geht zurück

Auch die Zahl der Kurzarbeiter geht in der Corona-Krise weiter zurück. Im Juli wurde nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch für 4,24 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. Im Juni waren es neuesten Hochrechnungen der Arbeitsagentur zufolge noch 4,6 Millionen Kurzarbeiter. Vor einem Monat war die Bundesagentur für Juni noch von 5,36 Millionen Kurzarbeitern ausgegangen. Der bisherige Höchststand war im April mit 5,95 Millionen erreicht worden.

"Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind nach wie vor deutlich sichtbar", sagte Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. "Es zeigen sich aber leichte Zeichen der Besserung."

Volkswirte und Wirtschaftsforscher zeichnen positives Bild der Konjunktur

Der saisonbedingte Rückgang von 108.000 Arbeitslosen im September fällt in diesem Jahr etwas höher aus als in früheren Jahren. Allerdings ist das Niveau der Arbeitslosigkeit mit 613.000 auch deutlich höher als vor einem Jahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist derzeit auf niedrigem Niveau stabil, nachdem sie während der Kontaktsperre im Frühjahr praktisch eingebrochen war.

Volkswirte und Wirtschaftsforscher hatten zuvor ein weitgehend optimistisches Bild von der Konjunktur in Deutschland gezeichnet. Die Prognosen zum coronabedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung wurden vielfach nach oben korrigiert. Mit Ausnahme der Automobilbranche sei kaum ein flächendeckender Abbau von Arbeitsplätzen zu erkennen, hieß es. (dpa)

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.