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11.03.2008

Audi fährt 2007 Rekordgewinn ein

Die Audi-Erlöse stiegen im Jahr 2007 um 7,9 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro.
Bild: DPA

Die VW-Tochter Audi setzt nach Bestwerten bei Umsatz und Gewinn ihre Rekordfahrt fort. Gegenüber 2007 würden Absatz, Umsatz und Gewinn weiter zulegen, kündigte Vorstandschef Rupert Stadler am Dienstag in Ingolstadt an.

"Ende des Jahres werden wir die Schallmauer von einer Millionen Fahrzeugen durchbrechen." Nach 964 200 verkauften Einheiten im Vorjahr wäre dies der 13. Absatzrekord in Folge. Entsprechend sollen auch Umsatz und Gewinn weiter zulegen. Zugleich bekräftigte Stadler das Ziel, bis 2015 den Absatz auf 1,5 Millionen Fahrzeug zu erhöhen und damit BMW und Mercedes als führender Premium-Anbieter abzulösen.

In den ersten beiden Monaten habe der Absatz bereits weiter zugelegt. Nach einem Absatzplus von 4,7 Prozent im Januar lagen die Verkäufe im Februar mit 71 348 Fahrzeugen weltweit 2,6 Prozent über Vorjahresniveau. Im März werde sich dieser Trend aber wohl nicht fortsetzen, sagte Stadler. "Vermutlich werden wir im März etwas unter dem Vorjahresniveau liegen." Grund sei der Wechsel beim wichtigen Modell A4, der den März-Absatz belasten werde. "Ab April erwarten wir dann wieder unsere gewohnten Wachstumsraten", sagte Stadler weiter.

Im vergangenen Jahr legte Audi beim Vorsteuergewinn um fast 50 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Die Erlöse kletterten um 7,9 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite vor Steuern stieg damit von 6,2 auf 8,7 Prozent. Der ursprünglich erst für 2010 in Aussicht gestellte Wert von acht Prozent wurde damit deutlich vorzeitig erreicht. Der operative Gewinn legte von 2,0 auf auf 2,7 Milliarden Euro zu. Damit steuerte die Ingolstädter Tochter 44 Prozent zum VW-Konzernergebnis bei. Unterm Strich erwirtschaftete Audi einen Überschuss von 1,7 Milliarden Euro, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon werden 1,4 Milliarden Euro nach Wolfsburg überwiesen. Im Vorjahr waren es nur 856 Millionen Euro.

Audi fährt 2007 Rekordgewinn ein

Auch die Mitarbeiter sollen vom guten Ergebnis profitieren. Im Schnitt will ihnen Audi eine Erfolgsbeteiligung von 5300 Euro zahlen - mehr als die Wolfsburger Konzernmutter (3700 Euro) oder der VW- Großaktionär Porsche (zuletzt 5200 Euro). Im vergangenen Jahr hatte Audi im Schnitt 3700 Euro gezahlt.

Mit keiner raschen Besserung rechnet Stadler auf dem zuletzt schwachen deutschen Automarkt, "Es wird in Deutschland auch 2008 keine Quantensprünge geben", sagte der Audi-Chef. Zwar seien die Zulassungszahlen im Januar und Februar gegenüber den schwachen Vorjahreswerten wieder gestiegen. Es bleibe aber abzuwarten, ob dieser Trend nachhaltig sei.

In den USA will Audi im laufenden Jahr dagegen erstmals mehr als 100 000 Autos verkaufen, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. 2015 sollen es dann 200 000 sein. Um das Ziel zu erreichen will Audi sein Händlernetz in den USA nun deutlich ausbauen. Auch der Bau eines eigenes Werkes in den USA werde zusammen mit der Wolfsburger Konzernmutter geprüft, sagte Stadler. Dies sei aber nur eine möglich Option, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Nicht äußern wollte sich der Audi-Chef zu Spekulationen über einen möglichen Einzug von Porsche-Vertretern in seinen Aufsichtsrat.

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