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Internationale Chefetagen

11.08.2018

Ausländeranteil im Dax über 30 Prozent

Deutschlands Dax-Konzerne setzen in ihren Chefetagen auf Fachwissen aus dem Ausland.
Bild: Frank Rumpenhorst (dpa)

USA, Österreich, Italien, Sri Lanka - viele Dax-Vorstände stammen aus dem Ausland. Bei einem der 30 Unternehmen ist die Führungsetage besonders international.

Deutschlands Top-Konzerne setzen in ihren Chefetagen auf Fachwissen aus dem Ausland: In den 30 Dax-Unternehmen hat aktuell fast jeder dritte (60) der 194 Vorstände einen ausländischen Pass.

Somit liegt der Ausländeranteil in den Chefetagen der ersten deutschen Börsenliga im zweiten Jahr in Folge über der 30-Prozent-Marke, wie das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners berechnet hat: Mit 30,9 Prozent zum Stichtag 1. Juli 2018 war er zum Vorjahr fast unverändert (30,8 Prozent). Von den derzeit 25 Frauen in den Dax-Vorständen stammt sogar fast die Hälfte (44 Prozent) aus dem Ausland.

Allerdings verteilen sich die ausländischen Führungskräfte aktuell auf weniger Unternehmen. Die Zahl der Dax-Konzerne, die im Vorstand ausschließlich auf Manager mit deutschen Wurzeln bauen, erhöhte sich demnach zum Vorjahr von fünf auf sieben: Commerzbank, Eon, Infineon, Münchener Rück, RWE, Volkswagen sowie der Dax-Neuling Covestro.

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Den höchsten Ausländeranteil im Vorstand weisen unter den Dax-Unternehmen seit Jahren - die Studie wird in dieser Form seit 2005 jährlich veröffentlicht - Fresenius Medical Care (83 Prozent) und Fresenius (71 Prozent) auf. Die meisten Nationalitäten jedoch vereint der Versicherer Allianz in seinem Führungsteam: Drei der zehn Manager stammen aus Deutschland, je zwei aus Österreich und Italien, je einer aus Spanien, Südafrika und Sri Lanka.

In der Gesamtschau kommen die ausländischen Vorstände der Dax-Unternehmen aus 19 verschiedenen Ländern. Es falle auf, dass vermehrt Manager aus Ländern außerhalb Europas und Nordamerikas in die Führungsetagen einzögen, erklärte Studienautor Christoph Lesch.

Ein Ausländer an der Konzernspitze ist bei den Dax-Unternehmen jedoch die Ausnahme. Aktuell werden nur 5 der 30 Konzerne von Managern aus dem Ausland geführt, das entspricht einem Anteil von knapp 17 Prozent: Adidas (Kasper Rorstedt/Dänemark), Fresenius Medical Care (Rice Powell/USA), Henkel (Hans van Bylen/Belgien), Linde (Aldo Belloni/Italien) und SAP (Bill McDermott/USA). (dpa)

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