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Studie

28.11.2020

Auto-Experte Dudenhöffer: Europa überholt China bei E-Auto-Verkäufen

Der Absatz von E-Autos in Europa und Deutschland wächst langsam.
Foto: Hendrik Schmidt, dpa

In Europa sind dieses Jahr bereits mehr Elektroautos verkauft worden als in China, belegt eine Studie von Ferdinand Dudenhöffer. Deutschland belegt einen Spitzenplatz.

Europa hat China im Verkauf von Elektroautos überholt. Dies geht aus einer Studie des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer hervor, die unserer Redaktion vorab vorlag. Demnach sind in der EU, in Norwegen und der Schweiz in den ersten neun Monaten dieses Jahres 768.910 Elektroautos verkauft worden, in China dagegen nur 662.000.

„Damit dürfte im Jahr 2020 Europa Weltmarktführer bei Elektroautos werden“, schreibt Dudenhöffer. China ist der Studie zufolge dagegen damit weit davon entfernt, seine eigenen Ziele zu erreichen.

Europa: Marktanteil von 9 Prozent Elektroautos

In den ersten drei Quarten des Jahres sind in Europa 8,6 Millionen Neuwagen verkauft worden, berichtet das Center Automotive Research in Duisburg. Damit habe Europa einen Marktanteil von 9 Prozent bei den Elektroautos.

In China seien 17,1 Millionen Fahrzeuge verkauft worden, der Anteil der Elektroautos daran betrage nur 3,9 Prozent.

Die Studie versteht unter Elektroautos sowohl reine batterie-elektrische Fahrzeuge als auch Plug-In-Hybride.

Ferdinand Dudenhöffer, Experte für die Autobranche.
Foto: Nicolas Blandin, dpa

„Damit fährt China bei den Elektroautos im Jahr 2020 seinen Zielen hinterher“, schreibt Dudenhöffer. „2020 hat die chinesische Staatsregierung die von einigen Jahren definiert Elektroauto-Quote von 10 Prozent deutlich verfehlt.“ Grund sei auch die Bewältigung der Corona-Folgen: „Allerdings hatte die chinesische Regierung mehrfach betont, dass mit Bekämpfung der Corona-Rezession, der Fokus stärker auf Verbrenner-Fahrzeuge gelegt wurde, da die Industrie hier lieferfähiger sei“, sagt Dudenhöffer.

Dudenhöffer: Deutschland hat mit 205.000 E-Autos Spitzenposition in Europa

Deutschland habe mit 205.000 Neuzulassungen von Elektroautos dabei die klare Spitzenposition in Europa, sagt Dudenhöffer. Mehr als die Hälfte dieser Fahrzeuge (105.882 Stück) seien Plug-In-Hybride. „Der Plug-In scheint für die deutschen Autobauer so etwas wie der Diesel des Elektrozeitalters zu sein“, kommentiert Dudenhöffer.

Auch in Europa spielen Plug-In-Hybride eine wichtige Rolle, in China sind sie weit weniger erfolgreich. „Europa hat mit 350.770 Plug-In Hybriden 2,3-mal so viele dieser Antriebe verkauft wie China“, heißt es in der Studie.

Läuft Tesla in China in Überkapazitäten?

Tesla hat nach Schätzungen des Center Automotive Research in den ersten zehn Monaten in China lediglich rund 100.000 Fahrzeuge verkaufen können, während das Werk in Shanghai eine Kapazität von rund 250.000 Fahrzeugen habe. Ein Teil der Produktion werde zwar nach Europa verkauft. Trotzdem würde Tesla „in Shanghai in deutliche Überkapazitäten laufen“, schreibt Dudenhöffer.

„Die USA selbst spielen bei den batterie-elektrischen Pkw mit geschätzten 245.000 Verkäufen in den ersten neun Monaten des Jahres, davon 196.000 Tesla, eine untergeordnete Rolle“, sagt Dudenhöffer. China kommt auf 511.000 verkaufte reine Batterie-Autos, Europa auf 418.140.

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.11.2020

>>Die Einspeisewerte die genannt werden in allen ehren; Nur... was bringen einem End-Verbraucher solche tolle Zahlen?
Die Energieunternehmen verkaufen den Strom der bei uns nicht gespeichert werden kann zu Minuspreisen an der Strombörse an andere Stromkonzerne im In- und Ausland und geben ihre dadurch entstandenen Verluste an die Deutschen Endverbraucher weiter.<<

Ja, wir haben einige Stunden im Jahr an der Strombörse negative Strompreise. Das passiert, wenn Wind und Solar gut (und sauber!) Strom produzieren und die alten dreckigen Atom- und Braunkohlekraftwerke nicht ausreichend ihren Betrieb drosseln.
Eines muss jedoch immer wieder klar gestellt werden: Wir verkaufen im Schnitt unseren Strom ins Ausland teurer als wir den Strom aus dem Ausland einkaufen! Bis Mitte August betrug der durchschnittliche Importpreis 4,264 ct/kWh und der durchschnittliche Exportpreis 4,452 ct/kWh. Quelle ISE Fraunhofer Freiburg. Die Hintergründe habe ich in diesem Forum schon ein paar mal erläutert.
Je mehr wir E-Autos haben werden, desto seltener werden wir negative Strompreise haben. Denn immer, wenn die Strompreise sehr niedrig sind, werden die mit Ladesteuerung ausgestatteten E-Autos laden. Ähnliches gilt für el. Wärmepumpen.

Raimund Kamm

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30.11.2020

>> ... wir haben einige Stunden im Jahr an der Strombörse negative Strompreise ... <<

https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/15412

>> Beispielsweise waren am Ostermontag, den 22. April 2019, zwischen 10.00 und 18.00 Uhr negative Börsenstrompreise zu bezahlen (durchschnittlich bei minus 52,75 Euro/MWh). <<

>> Auch am Pfingstsamstag, den 8. Juni 2019, waren die Auktionspreise für Strom am EPEX-Spot-Day-Ahead-Markt durchgehend von 0.00 bis 19.00 Uhr negativ (durchschnittlich bei minus 59,02 Euro/MWh). <<

Negative Strompreise sind häufig ein Effekt an Feiertagen tagsüber - ob da die E-Autos alle am Kabel bereit stehen grüne Energie-Ideologie zu retten?

>> Meist fallen negative Strompreise in Phasen mit einer hohen Wind und/oder Photovoltaik-Einspeisung an. Eine besonders niedrige Nachfrage tritt oft an Feiertagen wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten auf. <<

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29.11.2020

https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&source=sw

Ansehen - Stromproduktion in Woche in der aktuellen Woche 48 aus Wind und PV - im Wochenverlauf fallende Produktion.
(rechts in der Box "Quellen" nur Wind und PV ausgewählt)

Auch sehenswert 27.11. morgens - Dunkelflaute !

Da hilft es wenig, wenn Mittags im Juli Wind und PV rechnerisch mal 100% des Bedarfs in Deutschland decken...

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29.11.2020

Ich schätze Herrn Dudenhöffer als Auto-Experten, möchte ihm allerdings bei Plug-In-Hybriden vehement widersprechen.
Plug-In-Hybride Fahrzeuge sind wesentlich schlechter im effektiven Verbrauch als z.B. ein Diesel.
Diese Hybriden Fahrzeuge werden nach wie vor an der Tankstelle herkömmlichen "Sprit" auftanken und am wenigsten
an einer Stromquelle ihre Energie beziehen.
Die Förderung dieser Fahrzeuge ist ein Freibrief für Leasingfirmen / Flottenmanagement und damit den Fahrern sich
einen unberechtigten Vorteil auf Kosten der Allgemeinheit zu sichern.

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29.11.2020

Verantwortungsbewusst eingesetzt und aus welchen Gründen auch immer regelmäßig in der Stadt benutzt hat ein plug-in-Hybrid klar den Vorteil der lokalen Abgasfreiheit.

Wer nicht ständig in einer Umweltzone rumkurvt, wird mit einem Diesel vor allem hinsichtlich CO2 sicher nicht schlechter unterwegs sein.

Die geringere Besteuerung von Geschäftswagen bei Privatnutzung ist beim plug-in sicher sehr fragwürdig und gehört eigentlich abgeschafft.

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29.11.2020

@Peter P.
"Heute Morgen nur 4,6 Gigawatt regenerativer Strom - aktuell fahren und heizen manche wieder mit Kohlestrom!"
Und wie sollte ich dass beeinflussen können?

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29.11.2020

>>Stimmt nun mein Wert für 6 Uhr morgens oder nicht?<<

Nein. Um mehr als einen dreistelligen Prozentsatz nicht. Wir hatten um 6 Uhr eine EE-Einspeisung von rd. 12,6 GW.

Raimund Kamm

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29.11.2020

Die Einspeisewerte die genannt werden in allen ehren; Nur... was bringen einem End-Verbraucher solche tolle Zahlen?
Die Energieunternehmen verkaufen den Strom der bei uns nicht gespeichert werden kann zu Minuspreisen an der Strombörse an andere Stromkonzerne im In- und Ausland und geben ihre dadurch entstandenen Verluste an die Deutschen Endverbraucher weiter.

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29.11.2020

Und warum verlinken Sie Ihre Quelle nicht Herr Kamm?

https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE

Ihre Abweichung konstruieren Sie doch nur mit Wasserkraft und Biogaskraftwerken; der Wert auf windjournal für PV und Wind stimmt genau mit den Werten von Frauenhofer überein. Ausbaupotentiale bei Wasserkraft und Biogas sind praktisch nicht vorhanden; die folgende Kraftwerksleistung müsste also durch Wind ersetzt werden:

Chart mit den anderen Energieträge um 6 Uhr morgens 29.11.2020, die der Summe von "Groß-EE" 12,6 GW gegenüber steht.

Braunkohle auch 12,6 Gigawatt
Gas 11,54 Gigawatt
Steinkohle 6,36 Gigawatt
Atom 6,85 Gigawatt

Das ist der Strom-Mix der Nachts in ein E-Auto in Deutschland im Winter reingeht!

Darum verlinkt Herr Kamm auch seine Quelle nicht;-)

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29.11.2020

Aktuelle Einspeiseleistung von Windenergie und Solarenergie in Deutschland:

https://www.windjournal.de/erneuerbare-energie/aktuelle_einspeiseleistung_wind_und_solar_energie
https://www.windjournal.de/erneuerbare-energie/schwankungen_solarenergie_einspeisung

Heute Morgen nur 4,6 Gigawatt regenerativer Strom - aktuell fahren und heizen manche wieder mit Kohlestrom!

Und heute Nacht (29.11.) wird es noch weniger - der Winter kommt!

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29.11.2020

K. Brenner

Bei uns scheint die Sonne. Mein E-Auto speist gerade 30% Sonnenstrom neben Netzstrom ein. In drei Stunden ist meine 40 kW Batterie geladen.

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29.11.2020

Es wäre gut, Sie würden sich um zutreffende Zahlen bemühen!!

Heute Morgen um 8:45 speisten lt Fraunhofer ISE regenerative Kraftwerke ein:
Solar: 2 GW (Gigawatt = Millionen Kilowatt)
Wind: 6,6 GW
Biomasse: 4,9 GW
Wasserkraft: 1,3 GW

Heute Mittag wird die Leistung der Solarkraftwerke bis auf 10 GW ansteigen. Und fast alle E-Autos haben große zeitliche Spielräume, wann man sie lädt. Wenn die Regierenden endlich die gesetzlichen Regeln schaffen, dass unsere Strompreise zeitlich und räumlich nach Angebot und Nachfrage reagieren, werden natürlich die E-Autos hauptsächlich zw. beispielsweise 10 und 15 Uhr laden.

Noch etwas zum Naturhintergrund der aktuellen regenerativen Stromerzeugung:
Unser Wetter wird jetzt von einem Hoch über Skandinavien bestimmt. In der Folge haben wir wenig Wind und viel Nebel, so dass Photovoltaik (PV) und Windkraft nicht viel Strom erzeugen. Voraussichtlich wird sich dies in Norddeutschland ab Montagmittag ändern.

Grundsätzlich: Die Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE) braucht: a) den Mix aus den EE-Quellen, b) Lastmanagement (Anpassung flexibler Stromverbraucher an die schwankenden EE-Quellen), c) den großräumigen Stromverbund, um die Wetterunterschiede zu nutzen, d) Aufbau von Speichern, e) übergangsweise noch Gaskraftwerke in Reserve.

Auch heute am Tag wäre die Stromerzeugung mit Solar und Wind viel besser, wenn nicht die Regierenden in Berlin und München den Ausbau mit vielen Gigawatt PV und Windkraft verhindert hätten und weiter verhindern würden.

Raimund Kamm

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29.11.2020

Einfach Zahlen vom Vormittag nach Sonnenaufgang genommen und schon passt die grüne Traumwelt ;-)

>> Es wäre gut, Sie würden sich um zutreffende Zahlen bemühen!!

Heute Morgen um 8:45 ... <<

Stimmt nun mein Wert für 6 Uhr morgens oder nicht?

Stimmen nun die Werte bei www.windjournal oder nicht?


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29.11.2020

>>Heute Morgen nur 4,6 Gigawatt regenerativer Strom ...<<

Noch einmal: Die obige Aussage ist um einen dreistelligen Prozentsatz falsch.

Raimund Kamm

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28.11.2020

>>Wofür steht der Absatz von Elektroautos eigentlich? Für Klimaschutz ... <<

Die Verringerung der Treibhausgase ist existenziell wichtig, wenn wir nicht durch eine weitere Erderhitzung die Lebensmöglichkeiten unserer Kinder und Enkel und deren Kinder und Enkel ruinieren wollen.
Deswegen müssen wir auch im Verkehrsbereich auf null Treibhausgase kommen.

Und dies geht durch a) Verkehrsvermeidung, b) Verkehrsverlagerung (Güterzüge brauchen weniger Energie je tkm) und c) Verkehrsverbesserung. Zur Verbesserung gehört die Abschaffung der Verbrennerautos.
Voraussichtlich wird schon in einigen Jahren in einigen Ländern die Neuzulassung von Verbrennerautos verboten werden. Und das ist gut so!

Raimund Kamm

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28.11.2020

Warten wir mal ab, bis die bestellten E-Autos geliefert wurden.
Ich jedenfalls fahre mit meinem Diesel auf der Autobahn locker und wenn es geht immer bis 200 und Überland und in der Stadt moderat. Kostet mich aktuell 6 Euro auf 100km. Wie seht es denn da bei 30 Cent/kwh beim Stromer aus ?

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29.11.2020

Der Hyundai Ioniq Elektro braucht im ADAC-Test 16,3 kWh/100 km, das sind 4,89 €/100 km bei 30 ct./kWh.

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29.11.2020

Und mal wieder einer der die Ladeverluste vergisst...

https://de.motor1.com/news/435391/elektroauto-ladeverluste-adac/

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29.11.2020

Papperlapapp: "Ladeverluste eingerechnet"

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/hyundai/hyundai-ioniq-elektro/

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29.11.2020

Ladeverluste und Verbräuche bei plus 20 Grad zu messen ist wie Thermofenster beim Diesel! Wenn man den Diesel künftig bei kälteren Temperaturen testet, sollte das doch auch für das E-Auto gelten?

https://efahrer.chip.de/elektroautos/hyundai-ioniq-elektro_2028

>> Am Ende der Autobahnrunde, die wir mit Tempomat auf 130 km/h fahren (GPS-kalibriert), standen immer noch 35 Kilometer Reichweite im Display. Genau errechnet ergibt sich ein Verbrauch von 19,6 Kilowattstunden und eine Reichweite von 211 Kilometern. <<

>> Trotzdem: Mit gut 200 Kilometern Autobahn-Reichweite ist der Hyundai natürlich kein Reisewagen, zumal die Ladeleistung im Test mit maximal 48 kW bescheiden ausfällt: Für das Laden bis 80 Prozent muss man mindestens 44 Minuten einplanen. <<

Ja das ist ein prima Zweitwagen für lebenswerte Städte - dank kleinem Akku relativ leicht und sparsam - für eine Verkehrswende die sich unsere Grünen etwas anders vorgestellt haben ...

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28.11.2020

Wofür steht der Absatz von Elektroautos eigentlich? Für Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie? Wohl eher für Förderpolitik und Rahmenbedingungen mit einer Privilegierung des Batterieantriebes.

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28.11.2020

K. Brenner

Unabhängig von den damit verbundenen Umweltdebatten steht für mich mein Mittelklasse-Elektroauto für eine wunderbare Art ein Fahrzeug zu bewegen. Ich will keinen plumpen "Verbrenner" mehr fahren. Auch das "Auftanken in meiner Garage finde ich praktisch. Eine externe Ladestation habe ich noch nie benötigt.

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