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Energieversorgung

24.11.2018

BASF-Chef: Auch bei strengem Winter keine Gas-Lieferengpässe

BASF-Chef Martin Brudermüller rechnet auch bei einem strengen Winter nicht mit Gas-Lieferengpässen.
Bild: Uwe Anspach, dpa

BASF-Chef Martin Brudermüller rechnet auch bei einem strengen Winter nicht mit Lieferengpässen bei Gas. Außerdem rät er Deutschland, sich an China zu orientieren.

BASF-Chef Martin Brudermüller hat den russischen Staatskonzern Gazprom als verlässlichen Energielieferanten gelobt. "Auch in diesem Winter müssen wir nicht mit Gasengpässen rechnen", sagte Brudermüller den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Gazprom ist seit 30 Jahren ein absolut verlässlicher Geschäftspartner", sagte er auf die Frage, ob die Belieferung durch die Russland-Sanktionen gefährdet ist. "Wenn es bei uns schnell kalt wurde und wir mehr Gas brauchten, war Gazprom das einzige Unternehmen, das schnell die Ventile öffnete, damit genügend Gas nach Deutschland kam."

BASF fördert mit seiner Tochter Wintershall gemeinsam mit Gazprom Gas in Russland. Wintershall gehört auch zu den westlichen Unternehmen, die am Pipeline-Projekt Nord Stream 2 beteiligt sind. Die Pipeline eines Konsortiums unter Führung von Gazprom soll Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland und Westeuropa liefern. Unter anderem Polen, die Ukraine und die USA lehnen das Projekt ab.

Deutschland solle sich an China orientieren

Der neue Chef des Chemiekonzerns empfahl Deutschland, sich auch an China zu orientieren. "Von den Chinesen können wir lernen, wie man sich langfristig strategisch positioniert und die Ziele mit voller Kraft verfolgt", sagte er. "Wir sind in Deutschland bei vielen Dingen gut im Reden, aber nicht im Handeln. Es fehlt auch an langfristigen Ideen, die die gesamte Gesellschaft nach vorne bringen."

Der BASF-Vorstandsvorsitzende sprach sich zudem für ein starkes Europa als Gegengewicht zu den USA und China aus: "Die Welt ordnet sich gerade neu - und zwar zwischen China und den USA. Im Kräftemessen dieser beiden Machtblöcke braucht die Welt dringend einen Antipoden, und das wäre ein starkes Europa."

Russland sollte aus Sicht des BASF-Chefs in die G8-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten zurückgeholt werden. Russland war nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim aus der G8-Gruppe ausgeschlossen worden. Seit 2014 tagen die führenden westlichen Industrienationen USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Italien wieder im G7-Format. (dpa)

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