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06.10.2009

Bahnfahren wird 1,8 Prozent teurer

Bahnfahren wird 1,8 Prozent teurer
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Bahnfahren in Deutschland wird wieder teurer. Die Fahrpreise steigen am 13. Dezember im Nah- und Fernverkehr durchschnittlich um 1,8 Prozent, wie die Deutsche Bahn am Dienstag in Berlin mitteilte.

Damit fällt die Erhöhung niedriger aus als in den vergangenen Jahren. Die Reservierung eines Sitzplatzes kostet künftig 50 Cent mehr als bisher. Das fällt besonders bei kürzeren Strecken ins Gewicht. Die Bahn weitet zugleich das Festpreisangebot "Dauer Spezial" aus. Die Ankündigung der Preiserhöhung rief weniger Kritik hervor als vor einem Jahr. Damals hatte die Bahn 3,9 Prozent mehr von ihren Kunden verlangt.

Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnete die Erhöhung zum Jahresende als unnötig. "Das sind Peanuts, die man hätte besser lassen sollen", sagte der Vorsitzende Karl-Peter Neumann der dpa. "Damit tut sich die Bahn keinen Gefallen." Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte, die Bahn beteilige ihre Fahrgäste an den Verlusten im Güterverkehr. Mit den höheren Preisen schrecke sie letztlich Kunden ab, sagte der VCD-Vorsitzende Michael Gehrmann.

Der bundeseigene Konzern begründete die Anhebung vor allem mit deutlich gestiegenen Personalkosten in den vergangenen Jahren. So erhöhten sich die tariflichen Einkommen für die Bahnbeschäftigten für 2009 und 2010 insgesamt um 4,5 Prozent, sagte Bahn-Vorstandsmitglied Ulrich Homburg laut Mitteilung.

Bahnfahren wird 1,8 Prozent teurer

Homburg sprach von einem moderaten Preisanstieg, der "sowohl die berechtigten Interessen unserer Kunden als auch die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Unternehmens" berücksichtigten. "Im Vergleich zum Auto und Flugzeug bleiben wir weiterhin sehr günstig, schließlich verkaufen wir rund 90 Prozent unserer Tickets im Fernverkehr und über 80 Prozent im Nahverkehr rabattiert."

Eine Fahrt von Frankfurt nach Mannheim kostet künftig 26 statt bisher 25,50 Euro. Das sind 2,0 Prozent mehr. Rechnet man eine Platzreservierung hinzu, die am Automaten oder im Internet gebucht wird, so ergibt sich für die gleiche Strecke ein Plus von 3,6 Prozent - von 27,50 auf 28,50 Euro. Denn die Platzkarte verteuert sich von 2,00 auf 2,50 Euro, beim Kauf am Schalter von 4,00 auf 4,50 Euro. Anderes Beispiel: Für die ICE-Fahrt von Nürnberg nach Berlin, die bisher 89 Euro kostete, sind jetzt 90 Euro zu zahlen - 1,1 Prozent mehr.

Für die Rabattkarte Bahncard 50 der 2. Klasse müssen Kunden demnächst 230 statt 225 Euro zahlen. Der Preis für die Bahncard 25 bleibt bei 57 Euro. Die Ländertickets für Singles werden in sechs Bundesländern um einen Euro teurer.

Beim Dauer-Spezial-Ticket wird es nun dauerhaft die Kurzstrecken- Variante bis 250 Kilometer ab 19 Euro und ein Familienticket ab 49 Euro geben, bei dem bis zu drei Kinder einer Familie mitgenommen werden können. Mitfahrer erhalten künftig einen Rabatt von 9 Euro, und Kinder fahren zum halben Preis. Die Bahn teilte nicht mit, wie groß die Fahrkarten-Kontingente für die Sonderangebote sind.

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