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Bain und Carlyle
04.07.2019

US-Investoren wollen Osram für 3,4 Milliarden Euro aufkaufen

US-Investoren wollen das Münchener Unternehmen Osram für 3,4 Milliarden Euro aufkaufen.
Foto: Paul Zinken, dpa

Der Lichtkonzern Osram bestätigt das Übernahmeangebot in einer Pressemitteilung. Auch das Tochter-Unternehmen Siteco soll verkauft werden.

Der Lichtkonzern Osram hat ein Kaufangebot der beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle erhalten. Das bestätigte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Mittwochabend.  Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge wollen die Investoren Osram für 3,4 Milliarden Euro aufkaufen. Die beiden Interessenten bieten 35 Euro pro Aktie. Am späteren Abend gab Osram dann in einer Börsenmitteilung bekannt, das Übernahmeangebot „nach sorgfältiger Prüfung“ zu unterstützen.

Osram, Bain Capital und Carlyle haben demnach eine Investorenvereinbarung unterzeichnet. Darin bekennen sich die Parteien nach eigener Aussage zur bestehenden Unternehmensstrategie von Osram. Die Investoren sichern darüber hinaus zu, „die Transformation des Unternehmens strategisch und finanziell zu unterstützen und eng mit dem heutigen Vorstand von Osram zusammenzuarbeiten“. Außerdem hätten sie umfangreiche Schutzzusagen für die Mitarbeiter und die Standorte von Osram gegeben.

Osram verhandelt seit Februar mit Bain und Carlyle

Nun wird das Angebot bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht. „Es kann dann ein paar Wochen dauern bis die BaFin das Angebot geprüft hat“, sagt Osram-Pressesprecher Jens Hack zum weiteren Verfahren. Gibt die Bundesanstalt grünes Licht, beginnt für die Aktionäre eine siebenwöchige Frist. In der können sie entscheiden, ob sie die Aktien behalten oder verkaufen.

Im Lichte der jüngsten Ereignisse stieg der Osram-Kurs auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um 5,4 Prozent, nachdem er zuvor im regulären Xetra-Handel schon um 11,5 Prozent zugelegt hatte.

Osram hatte schon im Februar Gespräche mit den Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle bestätigt. Zwischenzeitlich waren jedoch Gerüchte aufgekommen, nach denen die Bankenfinanzierung für die Übernahme wackele. Der US-amerikanischer Finanzinvestor Bain Capital ist übrigens kein Unbekannter. Er kaufte im Jahr 2005 die Spielwarenkette Toys’R’Us auf. Vor einem Jahr wurde die Einzelhandelskette aufgelöst. Carlyle übernahm im Jahr 2015 das niederländische Bekleidungsunternehmen Hunkemöller.

Osram verkauft Tochter-Unternehmen Siteco - Osram-Kurs steigt

Der Lichtkonzern Osram hat erst kürzlich bekannt gegeben, dass er einen Unternehmensteil an den Münchner Finanzinvestor Stern Stewart Capital verkauft. Die schwächelnde Sparte, die unter dem Namen Siteco firmiert, sitzt im oberbayerischen Traunreut und stellt zum Beispiel Beleuchtungen für Straßen, Tunnel, Büros und Fabriken her. Einen Preis für den Bereich, der im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 900 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro erwirtschaftete, nannte das Unternehmen nicht. Mit dem Verkauf will Osram seine Transformation zum Hightech-Unternehmen fortsetzen.

In Augsburg produzierte Osram über viele Jahre hinweg Leuchtmittel am Standort in der Berliner Allee. Später übernahm das Unternehmen Ledvance. Inzwischen hat Ledvance die Produktion in Augsburg eingestellt. Das große Grundstück soll nach dem Willen des Eigentümers verkauft werden.

Osram betreibt in unserer Region noch ein Labor in Augsburg und hat einen Standort in Schwabmünchen mit rund 300 Mitarbeitern. Ob das Kaufangebot der US-Investoren Auswirkungen auf das Werk in Schwabmünchen oder das Labor in Augsburg habe, sei unklar, sagt Osram-Sprecher Hack.  (dpa/AZ/juwue)

Die aktuellste Schließung in der Region trifft Ledvance - am 12. Oktober 2018 wurde die Produktion endgültig eingestellt.
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Diese Traditions-Firmen in der Region gerieten in Schwierigkeiten
Foto: Ulrich Wagner
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Die Diskussion ist geschlossen.

04.07.2019

In der Überschrift steht 3,4 Millionen!

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04.07.2019

Sie haben natürlich recht! Leider hat sich da der Fehlerteufel in die Überschrift eingeschlichen. Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben es korrigiert.

Freundliche Grüße, Barbara Dreyer

Community-Management der Augsburger Allgemeinen
moderator@augsburger-allgemeine.de

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05.07.2019

Sehr gerne, für 3,4 Millionen hätte ich auch zugeschlagen:-)

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