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Banken-Fusion
27.03.2019

Commerzbank-Betriebsrat fordert Ende von Fusions-"Abenteuer"

Die Gewerkschaft Verdi befürchtet im Fall eines Zusammenschlusses von Deutscher Bank und Commerzbank den Verlust tausender Jobs.
Foto: Frank Rumpenhorst, dpa

Das Handelsblatt berichtet darüber, dass der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank einen Abbruch der Gespräche mit der deutschen Bank über eine mögliche Fusion fordert.

Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank fordert vom Vorstand den Abbruch der Gespräche mit der Deutschen Bank über eine mögliche Fusion. "Es ist an der Zeit, den Schaden jetzt zu begrenzen", heißt es in einer am Mittwoch verschickten "Protestnote" des Gremiums an den Commerzbank-Vorstand. "Ihr Vorhaben hat im Management, bei den Mitarbeitern, in den Gremien, bei den Kunden unserer Bank wie auch in der Gesellschaft keinen Rückhalt." Zuvor hatte das Handelsblatt aus dem Schreiben zitiert.

"Wir sind der Auffassung, dass Sie sich ohne einen erkennbaren Plan, ohne Vision und ohne den Rückhalt in ein unbeherrschbares Abenteuer stürzen", schreiben die Arbeitnehmervertreter und mahnen den Vorstand um Konzernchef Martin Zielke: "Treffen Sie verantwortungsvolle Entscheidungen für die Zukunft unserer Commerzbank und nehmen Sie Abstand von diesem Vorhaben."

Banken-Fusion: Gespräche zwischen Commerzbank und Deutsche Bank

Die beiden größten deutschen Privatbanken hatten am 17. März erklärt, dass sie über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Häuser beraten. Nach Einschätzung des Betriebsrats hat dies bereits negative Auswirkungen für die Commerzbank: "Schon jetzt ist festzustellen, dass bereits in dieser Phase der Gespräche Kunden besorgt und erbost der Bank den Rücken kehren wollen."

Größter Anteilseigner der Commerzbank ist mit gut 15 Prozent der Bund. Seit Sommer 2018 betonen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, Deutschland brauche starke Banken. (dpa)

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