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Verkehr

13.03.2014

Bericht: Bahn will weniger Dividende an den Bund abführen

Der Bund könnte diesmal leerer ausgehen: Bahnchef Grube muss in zwei Wochen eine durchwachsene Bilanz präsentieren.
Bild: Rene Ruprecht (dpa)

Ein Gewinneinbruch bei der Bahn könnte nach einem Zeitungsbericht auch Folgen für den Bundeshaushalt haben.

Nach Informationen des "Handelsblatts" (Donnerstag) schlägt der Vorstand vor, für 2013 nur noch 200 Millionen Euro als Dividende an den Bund zu überweisen.

Im Vorjahr waren es 525 Millionen Euro. Weder das Unternehmen noch das Bundesverkehrsministerium wollten die Zahl am Donnerstag kommentieren. Ein Sprecher von Minister Alexander Dobrindt (CSU) betonte nur, dass die Hauptversammlung die Höhe der Dividende festlege. Dort entscheidet als hundertprozentiger Bahn-Eigentümer der Bund.

Die Bahn legt ihre Bilanz am 27. März in Frankfurt vor. Tags zuvor tagt der Aufsichtsrat, dem Konzernchef Rüdiger Grube nach Medienberichten einen Gewinneinbruch präsentieren wird. Nach 1,46 Milliarden Euro 2012 blieb demnach im vergangenen Jahr nur noch ein Überschuss von 649 Millionen Euro.

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Zu den Ursachen werden das Elbe-Hochwasser im vergangenen Sommer und Sonderbelastungen wie Abschreibungen gezählt. Laut "Handelsblatt" sieht die Vorlage des Vorstands vor, dass der Aufsichtsrat dem Bund nur 200 Millionen Euro anbietet.

Die Bahn muss seit 2011 einen Teil ihres Gewinns an den Bund überweisen, der wiederum einen Teil davon ins Schienennetz zurückfließen lässt. Das Ministerium hatte in den Vorjahren zugestanden, von den jährlich eingeplanten 525 Millionen Euro auch abweichen zu können, sollte das Ergebnis der Bahn diese Summe nicht zulassen. 2011 hatte der Bund jedoch auf seiner Dividende für 2010 beharrt, obwohl der strenge Winter der Bahn erhebliche Probleme bescherte. (dpa)

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