1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Betriebsrat lobt Sozialplan für Weltbild-Filialen

Insolvenz

28.04.2014

Betriebsrat lobt Sozialplan für Weltbild-Filialen

Der Betriebsrat der Weltbild-Filialtochter hat den Sozialplan für die bevorstehende Schließung von rund 50 Buchhandlungen gelobt.

Für eine Insolvenz handele es sich um gute Bedingungen, sagte am Montag Julia Käding, die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG. Mitarbeiter mit geringen Löhnen erhielten in der Auffanggesellschaft bis zu einem Jahr lang ihr volles Nettogehalt weiter. "Dem Gesamtbetriebsrat war es wichtig, dass ein flächendeckendes Filialnetz erhalten bleibt", betonte Käding.

Nach den Entlassungen bei der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild stehen nun auch Einschnitte in den Weltbild-Buchhandelsfilialen bevor. Das Filialnetz soll spürbar verkleinert werden. Von insgesamt 220 Filialen sollen nach dem bisherigen Stand der Dinge 54 Filialen geschlossen werden. Rund 300 der derzeit rund 1300 Mitarbeiter in den Buchläden seien von der Schließung betroffen, hieß es am Sonntag aus Unternehmenskreisen.   

Die Schließungen sollen Schritt für Schritt im Laufe eines Jahres stattfinden. Ein Teil der Buchländen steht aber offenbar vor einem schnellen Aus: Über 20 Filialen könnten bereits im Juli dieses Jahres geschlossen werden. 

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Transfergesellschaft soll eingerichtet werden

Für die betroffenen Mitarbeiter soll eine Transfergesellschaft eingerichtet werden, heißt es aus Unternehmenskreisen weiter. Dort könnten Betroffene weiter beschäftigt und qualifiziert werden. Für rund 180 Mitarbeiter würde dies bedeuten, dass sie zusammen mit dem Kurzarbeitergeld maximal ein Jahr lang auf bis zu 100 Prozent ihrer bisherigen Einkünfte kommen. Rund 120 geringfügig Beschäftigte sollen dagegen eine Abfindung erhalten.

Nach der Insolvenz der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild im Januar hatte im Februar die „Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co KG“ Insolvenzantrag gestellt. Angewendet wird ein Schutzschirmverfahren, das eine Sanierung in Eigenregie ermöglicht. Ende April läuft für die Filialen die Zahlung des Insolvenzgeldes aus. dpa/mka

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren