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Börsen
06.06.2014

Deutsche Aktien unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch wegen wieder verstärkter Sorgen um die Eurozone aber auch um China unter Druck geraten.

Der Dax rutschte bis zum Mittag um 1,62 Prozent auf 7783 Punkte ab und entfernte sich weiter von der viel beachteten 8000 Punkte-Marke. Der MDax fiel um 1,33 Prozent auf 13 561 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,20 Prozent auf 941 Punkte nach unten. Auch die Eurozone zeigt sich schwach: Der Leitindex EuroStoxx50 verlor 1,90 Prozent auf 2554 Punkte.

Die Probleme in Portugal aber auch Griechenland rückten wieder stärker in den Fokus, sagte Marktstratege Stan Shamu von IG. Die heftigen Turbulenzen an den portugiesischen Kapitalmärkten dämpften die Risikofreude der Anleger.

Hinzu kämen die Unruhen in Ägypten und der in der Folge kräftig steigende Ölpreis als Belastung. Auch um China sorgten sich die Anleger: Die Einkaufsmanagerindizes lieferten weitere Hinweise auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums.

Insbesondere Finanzwerte kamen im Zuge der Sorgen um Portugal unter Druck - der europaweite Branchenindex der Banken stand mit einem Abschlag von 2,47 Prozent am Ende der Sektorübersicht. Schwächster Dax-Titel war die Commerzbank mit minus 4,84 Prozent auf 5,857 Euro.

Das neue Rekordtief markierte die Aktie bei 5,729 Euro. Die Papiere der Allianz verloren 2,81 Prozent. Aktien der Deutschen Bank sackten um 3,67 Prozent ab. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Instituts. Mit weiteren Abstufungen ist allerdings zunächst nicht zu rechnen, der Ausblick ist "stabil".

Im SDax kleiner Werte stürzten die Anteile an Heidelberger Druck um 6,30 Prozent auf 1,80 Euro ab. Der verlustreiche Druckmaschinenhersteller hat eine Wandelanleihe im Volumen von 60 Millionen Euro platziert. Ebenfalls gemieden wurden deutsche Immobilienwerte, wobei sich GSW Immobilien mit minus 2,96 Prozent am MDax-Ende wiederfanden. Händler nannten den abgesagten Börsengang von Deutsche Annington in der Branche als wichtigsten Belastungsfaktor. (dpa)

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