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"Bufdis"

09.01.2019

Bundesfreiwilligendienst: Mehr als 40.000 Menschen melden sich

Im Seniorenheim betreut ein junger Mann im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes einen Pflegebedürftigen.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbol)

Der Bundesfreiwilligendienst gilt als Ersatz für Wehrpflicht und Zivildienst. Vor allem junge Menschen entscheiden sich für ein Jahr als Bufdi.

Erneut haben im vergangenen Jahr mehr als 40.000 Bürger einen Bundesfreiwilligendienst absolviert. 2018 engagierten sich durchschnittlich 41.190 Personen als "Bufdis", wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben am Mittwoch in Köln mitteilte. Dieser Wert liegt nahezu auf dem gleichen Niveau wie in den Jahren zuvor.

Den rund 23.600 Frauen standen dabei rund 18.400 Männer gegenüber. Nordrhein-Westfalen stellte mit mehr als 9.150 die meisten Bufdis; es folgen Baden-Württemberg (5.657), Niedersachsen (4.342) und Bayern (3.608). Am Ende der Skala liegen das Saarland mit 299 und Bremen mit 413 Freiwilligen.

Nach weggefallenem Zivildienst kam der Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst war im Jahr 2011 als Ersatz für den parallel zur Wehrpflicht weggefallenen Zivildienst eingeführt worden. Der Dienst in sozialen, kulturellen oder Bildungseinrichtungen dauert in der Regel ein Jahr und wird mit einem "Taschengeld" von maximal 390 Euro pro Monat vergütet. Derzeit sind etwa 60.000 Einsatzstellen mit rund 225.000 Einsatzplätzen im Bundesfreiwilligendienst anerkannt.

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Im Gegensatz zum früheren Zivildienst richtet sich der Bundesfreiwilligendienst an Menschen jeden Alters. Im vergangenen Jahr waren allerdings fast 30.000 Freiwillige jünger als 27 Jahre. Älter als 65 waren nur 440 Bufdis. Darüber hinaus gibt es weitere Freiwilligendienste: Rund 53.000 absolvieren derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und 3.000 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ).

Bufdi: Bund will mehr Geld in die Hand nehmen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte im vergangenen Jahr angekündigt, mehr Plätze für ein Jugendfreiwilligenjahr schaffen und die Förderungsmöglichkeiten verbessern zu wollen. Zudem will sie den Zugang für Menschen mit Behinderungen, die einen solchen Dienst leisten wollen, verstärkt ermöglichen.

Nach Einschätzung von Giffey könnten jährlich bis zu 120.000 junge Menschen für ein Jugendfreiwilligenjahr gewonnen werden. Jährlich gibt es rund 800.000 Schulabgänger. Für den Ausbau der Plätze will der Bund auch mehr Geld in die Hand nehmen. So standen 2018 rund 263 Millionen Euro im Haushalt des Ministeriums zur Verfügung. Für 2019 sieht der Haushalt zusätzliche Mittel von rund 65 Millionen Euro vor. (kna)

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