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CO2-Ausstoß beim Flugverkehr: Noch viel Luft nach oben

Kommentar Von Detlef Drewes
22.09.2020

Eine Reform der Flugüberwachung steht an. Warum der momentane Zeitpunkt günstig erscheint.

Der Zeitpunkt erscheint günstig. Denn wenn der Luftverkehr irgendwann nach der Corona-Pandemie wieder richtig durchstarten kann, werden die Airlines in einer neuen EU unterwegs sein. Ihre Sonderrechte beim Emissionshandel sind dann dahin. Wer viel CO2 in die obersten Schichten unserer Atmosphäre bläst, muss bald dafür zahlen. Das Interesse an mehr Effizienz in der Luft ist also gewachsen.

Hinzu kommt, dass auch zahlreiche hoheitliche Fragen inzwischen geklärt sind – wie in Deutschland, wo die Bundesregierung die Flugsicherung eigentlich privatisieren wollte. Das wurde höchstrichterlich gestoppt. Damit gibt es nun auch Klarheit. Da genau genommen alle am Luftverkehr Beteiligten längst wissen, dass an einer Neuordnung am Himmel nichts vorbeiführt, sollte der Weg nun frei sein: Was die EU-Kommission am Dienstag präsentiert hat, ist zwar alt, aber immer noch notwendig. Und es wurde um wichtige Komponenten erweitert, wie das Einbeziehen von Drohnen und Lufttaxis.

Ob die Mitgliedstaaten die Neuordnung der Flugstraßen und der Luftüberwachung mitmachen, ist noch nicht sicher. Denn es geht immer auch um nationale Eigenheiten. Aber vielleicht gelingt die Überzeugungsarbeit ja schneller, wenn die 27 Regierungen erst errechnet haben, um wie viel ein effizient organisierter Luftverkehr das eigene CO2-Budget entlastet.

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