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Chemie
04.05.2011

Waschmittelriese Henkel will Preise anheben

Blick auf das Werk des Konsumgüterherstellers Henkel in Düsseldorf (Archivfoto). dpa

Der Persil-Hersteller Henkel will trotz harter Konkurrenz höhere Preise für seine Waschmittel durchsetzen. Der Vorstand bekräftigte bei der Quartalsbilanz am Mittwoch, in allen drei Sparten Klebstoff, Kosmetik und Waschmittel mit Preiserhöhungen auf gestiegene Rohstoff- und Verpackungskosten zu reagieren.

In der dominierenden Klebstoffsparte, die zum Großteil an Industrieabnehmer liefert, sind die Erhöhungen den Angaben zufolge bereits erfolgt. "Wir haben natürlich auch höhere Rohstoffpreise bekommen, wie unsere Wettbewerber, und einen Teil dieser Rohstoffpreise werden wir an die Verbraucher weitergeben", sagte Konzernchef Kasper Rorsted dem Nachrichtensender "n-tv".

Er kündigte weitere neue Produkte an, die eine bessere Marge ermöglichten. Finanzvorstand Lothar Steinebach zeigt sich per Telefonkonferenz zuversichtlich, dass in den nächsten Quartalen positive Effekte aus Preiserhöhungen eingefahren werden.

Henkel startete 2011 mit kräftigem Wachstum: Der Überschuss stieg in den ersten drei Monaten um neun Prozent auf 290 Millionen Euro und der Umsatz um 8,9 Prozent auf über 3,8 Milliarden Euro. Hohe Zuwächse fuhr die Klebstoffsparte (Pritt, Pattex) ein. Neue Produkte brachten der Kosmetiksparte (Schwarzkopf) einen Schub. In der Traditionssparte Waschmittel (Persil, Spee, Weißer Riese) sank der operative Gewinn jedoch um ein Drittel auf 100 Millionen Euro. Dies wurde mit Umbauten begründet. Außerdem stiegen die Materialpreise und das Preisniveau sei gesunken.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Rorsted noch etwas zuversichtlicher als zuvor. Beim Umsatz war bislang ein Wachstum in den bestehenden Geschäften von 3 bis 5 Prozent vorhergesagt worden. Jetzt wird das Umsatzplus bei etwa 4 bis 5 Prozent gesehen. Die um Sondereffekte bereinigte Umsatzrendite soll weiter von 12,3 Prozent (2010) auf etwa 13 Prozent verbessert werden. Im Ausland bündelt Henkel die Verwaltungsaufgaben für mehrere Länder in regionalen Zentren. Damit spare man Kosten und könne schneller auf Veränderungen reagieren. (dpa)

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