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Leerstände

12.09.2020

Corona-Krise zwingt Handel in Innenstädten zur Innovation

Donauwörths Prachtmeile: die Reichsstraße. Dort gibt es einige Leerstände, Räumungsverkauf-Schilder kündigen die nächste Geschäftsaufgabe an.
Bild: Fabian Kluge

Plus Schon vor Corona drohte in Innenstädten Ödnis. Die Pandemie hat den Trend verschärft. Ein Besuch in Donauwörth, das innovativ reagiert.

Es ist ein nebliger Morgen in der Reichsstraße, Donauwörths Prachtmeile. In der breiten, aufsteigenden Straße reiht sich ein Bürgerhaus ans nächste. Die hübschen Giebel erinnern an die reichsstädtische Vergangenheit der schwäbischen Kleinstadt. Viele Geschäfte sind noch geschlossen, auch das Schuhhaus Braun. Dieser herbstliche Mittwochmorgen wird einer der letzten Tage sein, an dem der Laden öffnet. Der Blick durch die Schaufenster verrät noch nichts vom Räumungsverkauf: Schuhe füllen die Regale. Rote, braune, blaue. Sandalen, Sneakers, Flipflops. Draußen stehen die Zeichen aber bereits auf Abschied. „Vielen Dank für Ihre Treue“ steht da zu lesen, daneben der Spruch: „Egal, wie viele Kekse du isst, Schuhe passen immer.“ Doch das Traditionsgeschäft scheint nicht mehr in die Donauwörther Innenstadt zu passen. Ende Oktober schließt es nach 134 Jahren.

Nach 134 Jahren ist Schluss für das Schuhhaus Braun in Donauwörth. Inhaber Thomas Musaeus schließt seinen Laden Ende Oktober.
Bild: Fabian Kluge

Innenstadt stirbt aus: Wie Einzelhändler immer mehr Kunden an den Onlinehandel verlieren

Mehr als drei Jahrzehnte hat Thomas Musaeus, 66, kurze graue Haare, modische Brille, das Geschäft geführt. Er hat Kunden kommen, in den vergangenen Jahren aber vor allem vorbeigehen sehen. „Kommt überhaupt noch jemand?“, habe er sich an manchen Tagen gefragt. Zu groß, zu vielfältig, zu unübersichtlich sei das Angebot in Einkaufszentren und im Internet mittlerweile. Aber das sei eben der Wandel der Zeit, stellt der Inhaber nüchtern fest.

Ein Wandel, den die Corona-Pandemie beschleunigt hat. Nicht nur in Bayern, versteht sich. Eine weltweite Pandemie hat weltweite Auswirkungen. Oder wie es der Architekturkritiker Niklas Maak zuletzt formulierte: „Die Läden dicht und alle Fragen offen.“ Die Perspektiven unserer Innenstädte sind ungewiss. Ungewisser denn je. Was allerdings nicht nur Niedergang bedeuten muss, sondern eben auch eine große Chance sein kann. Allerdings muss man diese ergreifen. Viele Städte tun das schon. Zugleich aber brauchen deutsche Bürgermeister in Zeiten, in denen Traditionshäuser wie Galeria Karstadt Kaufhof geschlossen werden, künftig noch ein paar gute Ideen mehr.

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof trägt in vielen Städten mit seinen Filialschließungen zur Verödung der Innenstädte bei.
Bild: Marcel Kusch/dpa

Der Chef des Handelsverbands Bayern, Wolfgang Puff, erklärt zwar, es gebe auch Branchen, die seit dem Lockdown aufgeholt hätten – etwa Garten- und Baumärkte. Doch gerade die Leitbranchen hätten sich mittlerweile zu Leidbranchen entwickelt. „Das sind Warenhäuser, Mode-, Textil-, Bücher-, Schuh- und Schmuckgeschäfte.“ Läden also, die das Bild vieler Innenstädte prägen. Doch wie lange noch? Und was kommt dann? Es muss nicht schlechter werden.

Leerstände in Innenstädten gab es schon - die Corona-Krise verstärkt den Trend noch

Richtig ist: Schon vor der Pandemie standen in den Innenstädten viele Geschäfte leer. „ Corona hat diesen Trend verstärkt – und er ist noch nicht zu Ende“, sagt Puff. Er beobachte, dass viele Geschäfte kämpfen, ihre gesamten Hoffnungen auf ein starkes Weihnachtsgeschäft setzen. „Kein Unternehmer kann sich im Moment sicher sein.“ Zumal sich die Kunden seit dem Lockdown zurückhalten. Sie kaufen nur noch, was sie wirklich brauchen, anstatt gemütlich durch die Stadt zu bummeln. Gerade Großstädte leiden, sagt Puff. Warum? Die dortigen Läden sind auf Kunden aus dem Umland angewiesen. Die kaufen aber lieber im Internet oder „entdecken den örtlichen Einzelhandel wieder“.

Und tatsächlich: Die Leerstandsquote in der Reichsstraße der 20.000-Einwohner-Stadt Donauwörth liegt bei vier Prozent. Sie hat sich in den vergangenen Jahren massiv gewandelt. Der Drogeriemarkt Müller hat das Stadtzentrum verlassen, eine Zeitarbeitsfirma hat einen Schreibwarenladen ersetzt. Traditionelle Modeläden sind Modeketten gewichen. In anderen Städten Bayerns liegt die Leerstandsquote aber bei 15 Prozent, sagt Christiane Kickum, Leiterin des Stadtmarketings in Donauwörth und stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes City- und Stadtmarketing Bayern. In Donauwörth – einer typischen Kleinstadt, die schon seit Jahren einen Weg sucht, wie die Innenstadt attraktiv bleibt – sind Massenschließungen nach dem Lockdown ausgeblieben. Stand jetzt. Eine Garantie, dass das auch so bleibt, gibt es nicht. Immerhin hätten inzwischen alle Läden wieder geöffnet. Das aber ist längst nicht in allen bayerischen Orten so. „In Passau beispielsweise haben einige Betriebe nicht mehr aufgesperrt – und sie werden es auch nicht mehr“, betont Kickum.

Das Innenstadtsterben ist kein exklusiv deutsches Problem. Die Franzosen kennen sich auch damit aus. Schon 2004 startete Paris ein Programm, das kleine Läden in den Quartiers unterstützt. Semaest, eine gemeinnützige Institution, ausgestattet mit Rathausgeld, bekam das Vorkaufsrecht auf Pleite-Läden. Interessierte neue Pächter wählt Semaest so aus, dass deren Angebot am besten ins jeweilige Arrondissement passt. Wenn das Geschäft dann brummt, kann der neue Betreiber die Immobilie sogar erwerben. Hunderten kleiner Geschäftsleute hat Semaest so geholfen. Das kann eine Feinschmecker-Fleischerei sein oder ein Spielzeugladen. Aus der florierenden Pariser Idee machte die französische Regierung dann die milliardenschwere „Action Coeur de Ville“ – 222 Städte in allen Regionen sollen so belebt werden.

Trend zur modernen Innenstadt: Aktives Management für die Einkaufsmeilen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat im Juli die Einrichtung eines Innenstadtfonds in Höhe von 500 Millionen Euro gefordert. Dabei geht es auch darum, den Handel anzukurbeln. Aber, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, die Innenstädte müssten generell aktiver gemanagt werden. Ein Beispiel: In Bremen gibt der Senat gerade 13,2 Millionen Euro aus, um die Innenstadt neu zu erfinden. Es wird mehr Grün geben, mehr öffentliche Möbel, innovative Beleuchtungskonzepte, mehr Rad- und Gehwege, eine Großleinwand, auf der Konzerte übertragen werden, mehr Kunst, mehr öffentliches Internet. Der Gedanke dahinter: Die Leute sollen verweilen, eine gute Zeit haben, allerdings ohne shoppen zu müssen. Es geht um Pandemie-Resilienz – und um dauerhaften Wandel.

Auch bei Thomas Musaeus tut sich inzwischen was, die ersten Kunden des Tages sind da. Man kennt sich nach all den Jahren. Und er kennt – nach über 30 Jahren Einzelhandelskampf – auch seine Gegner: den Onlinehandel natürlich und das veränderte Kaufverhalten. Ein anderer Punkt aber sei viel entscheidender: die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Und die, so sagt er, sei in Donauwörth nicht gut. Verantwortlich dafür macht er den Verkehr. Der sonst unaufgeregte Musaeus redet sich in Rage: „Früh und abends ist Stau, die rücksichtslosen Autoposer nehmen überhand. Es ist eine Seuche.“ Schon 2019 stellte er einen Antrag an die Stadt. Der Wunsch ist einer, den viele Einzelhändler haben: Verkehrsberuhigung.

Das umzusetzen, sei rechtlich allerdings schwierig, erklärt Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré. Die Prachtmeile ist die Hauptverkehrsstraße durch Donauwörth. Doch auch der Bürgermeister wünscht sich, dass bald weniger Autos durch seine Stadt fahren. „Wir befinden uns im Spannungsfeld, dass Ladenbesitzer einerseits Parkplätze brauchen, andererseits sich aber zu viele Autos in der Stadt befinden.“ Eine Alternative könnte sein, die Reichsstraße zumindest samstags in eine Fußgängerzone zu verwandeln.

So könnte die Corona-Krise das Innovationspotenzial der Innenstädte wecken

Rund 100 Meter bergaufwärts befindet sich das Geschäft von Nicolas Greno. In den Regalen reiht sich Buch an Buch. Die Probleme sind dieselben. Doch der 46-Jährige blickt positiv in die Zukunft. Warum? Er wittert im Onlinehandel weniger eine Bedrohung, sondern eine Chance – gerade durch die Corona-Zeit. Rund zehn Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet Greno inzwischen über das Internet. Beschleunigt wurde die Entwicklung durch den Lockdown, erinnert er sich.

Betreibt seit 16 Jahren eine Buchhandlung in der Donauwörther Innenstadt: Nicolas Greno.
Bild: Fabian Kluge

Nun hofft er, dass die Krise die Stadt zum Guten verändert. „Mit Corona war eine Zäsur da. Man hatte die Möglichkeit, den Leuten etwas Neues zu präsentieren, Dinge zu wagen.“ Diese Chance dürfe man nicht verpassen, zumal seiner Erfahrung nach die erzwungene Entschleunigung im Lockdown genau das ist, was sich die Kunden in der Stadt wünschen: gemeinsam in Ruhe einen Kaffee trinken und nebenbei einkaufen. Ein Stadtbummel mit Wohlfühlfaktor.

Beschleunigt Corona den Sterbeprozess der Innenstädte gar nicht, sondern haucht ihnen am Ende neues Leben ein? Handelsverbandschef Wolfgang Puff hält das für möglich. „Die größte Chance liegt darin, dass viele Händler die Digitalisierung entdeckt haben.“ Nun gehe es darum, einen intensiveren Umgang mit den Kunden zu pflegen, sie zielgenau anzusprechen – beispielsweise über soziale Medien. Puff nimmt aber auch die Politik in die Verantwortung. „Politiker müssen gemeinsam mit den Händlern und Immobilienbesitzern versuchen, die Innenstädte neu zu gestalten.“

Nicolas Greno betreibt einen Buchhandel in der Donauwörther Innenstadt.
Video: Fabian Kluge

Wie solche Innenstädte der Zukunft aussehen könnten? Die Flächen im Erdgeschoss sollten weiterhin Einzelhandel und Gastronomie vorbehalten sein, empfiehlt Puff. Der öffentliche Raum jedoch müsse interessanter werden und den Bürgern gehören. Ansonsten müsse man durchaus versuchen, große Händler vom Stadtrand in die Stadt zu locken. Dass Innenstädte am Ende nur noch aus einigen wenigen Branchen bestehen, glaubt er nicht. „Es war schon immer der Mix aus großen und kleinen, unterschiedlichen Branchen.“ Grundsätzlich gehe es darum, ein Einkaufserlebnis zu schaffen.

Autofreie Flaniermeilen: Wie Wohlfühl-Orte die Menschen anziehen

Dabei darf durchaus ganz neu gedacht werden. In Berlin hat die Corona-Pandemie jedenfalls eines der wohl bemerkenswertesten Projekte befeuert, das man sich für eine Hauptstadt vorstellen kann: Die Friedrichstraße, eine der bekanntesten und meist frequentierten Straßen der Stadt, ist auf einer Länge von gut 500 Metern zu einer „Flaniermeile“ umgebaut worden. Der Autoverkehr ist bis mindestens Ende Januar ausgesperrt, der Lieferverkehr hat morgens und abends zwei Zeitfenster bekommen.

Reger Betrieb herrscht auf der Friedrichstraße/Unter den Linden in Berlin. Mit Corona hat sich der Wettbewerb noch einmal verschärft.
Bild: Paul Zinken/dpa

Die Wirkung ist unglaublich: Wer etwa vom tosenden und ziemlich gefährlichen Verkehr rund um den Checkpoint Charlie kommt und nach ein paar Metern den umgebauten Teil der Friedrichstraße erreicht, glaubt sich fast in einer anderen Welt. Es herrscht Ruhe, die Friedrichstraße hat hier etwas von einem Boulevard bekommen. Absperrungen und ein paar Dutzend Bäume lassen im Abschnitt zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße Autos und Busse außen vor. Die Cafés dürfen sich ausbreiten, wo vorher praktisch 24 Stunden lang immer Verkehr herrschte. „Wenn dit Corona is, dann kann Corona jerne bleiben“, freut sich am Nebentisch ein älterer Mann über eine Friedrichstraße, die er so noch nie gesehen hat.

Deren Umbau geistert schon lange durch die Köpfe der Stadtplanerinnen und Stadtplaner. So gab es im Oktober vergangenen Jahres ein autofreies Wochenende, danach die in Berlin üblichen ewigen Debatten darüber, wie es weitergeht. Damals stand die Diskussion noch ganz im Zeichen von Klimawandel und Umweltschutz. Die Corona-Pandemie lieferte dem Senat weitere Argumente für eine Umwandlung der Stadt. Unter Berufung auf die Abstandsregeln entstanden nicht nur überall provisorische Radwege, auch die Flaniermeile Friedrichstraße war auf einmal durchsetzbar. Wie so etwas dauerhaft gehen kann, hat das verkehrsinfarktgefährdete Barcelona vorgemacht. In der Hauptstadt Kataloniens gibt es das Konzept der „Superblocks“. Ganze Bereiche werden dort für Autos gesperrt und den Fußgängern zurückgegeben. Die Folge: bessere Luft. Mehr Leben.

Donauwörths Prachtmeile: die Reichsstraße. Dort gibt es einige Leerstände, Räumungsverkauf-Schilder kündigen die nächste Geschäftsaufgabe an.
Bild: Fabian Kluge

Wie ein Leerstand in Donauwörth mit einer innovativen Idee der Bürger vermieden wird

Für das Schuhgeschäft von Thomas Musaeus kommen solche Zukunftsmodelle zu spät. Zunächst sah es so aus, als ob die Schließung des Traditionsgeschäftes Ende Oktober einen weiteren Leerstand für Donauwörths Innenstadt bedeutet. Der Inhaber, der gleichzeitig Eigentümer der Immobilie ist, suchte einen Nachmieter. Vergeblich. „Durch die Corona-Krise haben die Menschen überhaupt kein Interesse mehr, einen Laden zu eröffnen.“ Zu groß ist das finanzielle Risiko. Nicht nur das Schuhhaus Braun tat sich schwer: Vor einem Jahr entstand direkt neben dem Laden ein neues Geschäftshaus. Einen Mieter gibt es seitdem dort nicht. Dass sein Schuhgeschäft letztlich als Leerstand verkommen könnte, war für Musaeus eine Horrorvorstellung.

Während des Lockdowns hatte Musaeus, der selbst am Coronavirus erkrankt war, schließlich eine Idee. Ein Stadtladen, das größere Pendant zum Dorfladen, solle in sein Schuhgeschäft einziehen. Schon vor einiger Zeit haben Donauwörths Bürger dafür 100.000 Euro zusammengelegt. Als Genossenschaftsanteile. Aber einen Standort für ihren Laden suchten sie vergeblich. Bis jetzt. „Ein Lichtblick nach den ganzen Schließungen“, sagt OB Sorré. Von dem Stadtladen, der Lebensmittel, Drogerieartikel sowie Schreibwaren in seinem Sortiment hat und auf regionale Produkte setzt, erhofft er sich eine Belebung der Innenstadt – zumal in der Nachbarschaft Flächen leer stehen.

Mit dem Stadtladen-Konzept ist es zumindest gelungen, einen weiteren Leerstand zu verhindern. Innovative Ideen sind nötiger denn je. Stadtmarketingleiterin Christiane Kickum sagt: „Eine Lösung muss auf die jeweilige Stadt zugeschnitten sein.“ Aber es gibt auch immer wieder Gründe für Hoffnung. Kickum beobachtet ein neues Bewusstsein bei Kunden, den Innenstadthandel zu stärken. „Die Menschen hatten Mitleid, haben Gutscheine lokaler Geschäfte gekauft oder das Lieferangebot der lokalen Gastronomie genutzt. Auf normalem Marketingweg hätte das nie funktioniert.“

Und Musaeus, der gerade ein Paar roter Schuhe richtet? Er wird auch nach der Schließung in seinem Geschäft stehen. Dann allerdings als Kunde im Donauwörther Stadtladen.

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13.09.2020

Alle Innovationen, so sie denn auch welche sind, gehen ins Leere, so lange das in vielen Teilen diktatorische Vermummungsgebot herrscht.

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12.09.2020

Wenn man in der Innenstadt arbeitet, nutzt man vielleicht die neuen Freiräume ab und zu. Aber ansonsten werden Besucher mit dem Auto durch Verkehrsberuhigung, Rückbau von Strassen, Sperrung von Strassenzügen usw abgeschreckt und kommen nicht mehr als Verbraucher infrage. Man geht in Outlet Center an der Peripherie, dort kann man auch seinen Cafe trinken ohne Waren eine lange Strecke zum Auto tragen zu müssen oder beschafft bis auf gezielte Einkäufe das Intenet zur Beschaffung von Waren aller Art. Corona beschleunigt den Niedergang nur noch (Maske auf Maske ab). Cafes und Restaurant nur mit Einschränkungen besuchen.

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12.09.2020

>> Gerade Großstädte leiden, sagt Puff. Warum? Die dortigen Läden sind auf Kunden aus dem Umland angewiesen. Die kaufen aber lieber im Internet oder „entdecken den örtlichen Einzelhandel wieder“. <<

Ja da gibt es spannende Modelle mit hohen Fahrpreisen und schlechterem Takt im ÖPNV bei gleichzeitiger Lobpreisung neuer autofreier Bereiche...

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