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Memmingerberg

05.10.2018

Das sind die Pläne für den Allgäu-Airport

Zum Spatenstich für den Ausbau des Memminger Flughafens kam Ministerpräsident Markus Söder.
Bild: Ralf Lienert

Die Landebahn wird verlängert. Zum Spatenstich gab Ministerpräsident Söder zudem ein wichtiges Versprechen für den Flughafen ab.

Für Fluggäste sollen sich die Bedingungen verbessern: "Die Zeichen stehen auf Wachstum. Wir machen den Flughafen fit für die Zukunft." Das sagte Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid am Freitag beim Spatenstich für den geplanten Ausbau des Memminger Flughafens. Dabei griff auch Ministerpräsident Markus Söder zur Schaufel und schwärmte von der Erfolgsgeschichte des dritten Verkehrsflughafens im Freistaat: "Der Flughafen spielt mittlerweile eine wichtige Rolle für ganz Bayern und eine überragende für das Allgäu."

Freistaat will den Zuschuss erhöhen: 14,5 Millionen Euro

Gleichzeitig bekräftigte der Regierungschef, dass der Freistaat – wie bereits gegenüber unserer Redaktion angekündigt – seinen Zuschuss aufgrund gestiegener Baukosten entsprechend erhöhen wird. Laut dem Flughafenbeiratsvorsitzenden, Gebhard Kaiser, wird der Freistaat seine Förderung von 12,2 auf 14,5 Millionen Euro anheben.

Wie berichtet, steigen die Kosten für den Ausbau von den ursprünglich eingeplanten 17,7 Millionen auf etwa 21 Millionen Euro. Als Gründe nannte Geschäftsführer Schmid zum einen die allgemeine Kostensteigerung in der Baubranche und zum anderen den Umstand, dass das Luftamt weitere Baumaßnahmen gefordert habe. So müssten etwa Tafeln an der Startbahn ausgetauscht werden, die den Piloten zur Orientierung dienen. Mit Blick auf die finanzielle Ausstattung des Flughafens dankten die Redner neben den Kommunen und Banken auch ausdrücklich den vielen anderen Gesellschaftern aus der Wirtschaft. "Deren Engagement ist einzigartig", unterstrich Kaiser.

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Bayern peilt eine Beteiligung am Flughafen an

Indes bekräftigte Söder seinen Wunsch, dass sich der Freistaat auch am Betrieb des Allgäu-Airports beteiligt. Für eine Stärkung des Flughafens hat sich nach dem Haushaltsausschuss des Landtags nun auch der gesamte Landtag ausgesprochen. In den Beschlüssen heißt es, dass jetzt ein externer Berater die Fragen rund um eine staatliche Beteiligung darstellen soll.

Im Mittelpunkt des Ausbaus steht die Sanierung und Verbreiterung der Start- und Landebahn von 30 auf 45 Meter, die von der Memminger Firma Kutter durchgeführt wird. Dazu kommt die Erneuerung der Flughafenbefeuerung, also die Beleuchtung der Start- und Landebahn. Ferner wird das Instrumentenlandesystem optimiert und die Gepäckhalle erweitert. Die Arbeiten an der Start- und Landebahn sollen im kommenden Jahr beginnen. Mit dem Abschluss der gesamten Arbeiten rechnen die Flughafenverantwortlichen im Jahr 2020.

Der Flughafen wurde auf dem Gelände eines 2003 geschlossenen militärischen Fliegerhorstes gegründet. Mittlerweile nutzen bei deutlich steigenden Zahlen mehr als eine Million Passagiere pro Jahr den Allgäu-Airport. Das Terminal ist auf zwei Millionen Reisende ausgelegt.

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