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Deutsche Post

29.05.2015

Deutsche Post: Auch morgen soll gestreikt werden

Nach Angaben der Post fanden in 32 von 49 Briefniederlassungen Arbeitsniederlegungen statt.
Bild: Paul Zinken (dpa)

7000 Mitarbeiter der Deutschen Post haben heute die Arbeit niedergelegt. Auch morgen am Samstag soll weiter gestreikt werden.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post haben auch am Freitag tausende Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Bundesweit traten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 7000 Mitarbeiter in den Ausstand. Die Deutsche Post gab die Zahl der Streikenden mit 4500 an. Die Auswirkungen des Arbeitskampfes waren nach Angaben der Post am Freitag relativ gering: Etwa jedes 14. Paket sowie jeder 20. Brief werde dadurch einen Tag später beim Empfänger ankommen, erklärte das Unternehmen.

Sechste Verhandlungsrunde bei Deutscher Post steht an

Verdi kündigte für Samstag weitere Streiks an. "Wir stehen vor der sechsten Verhandlungsrunde und bislang hat sich der Arbeitgeber keinen Millimeter in Richtung unserer Forderung bewegt. Das kann so nicht bleiben", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Sie forderte von der Post ein "einigungsfähiges Angebot". Am Montag und Dienstag treffen sich die Tarifpartner zur inzwischen sechsten Verhandlungsrunde.

Der immer wieder von Arbeitsniederlegungen begleitete Tarifkonflikt entzündet sich vor allem an der Gründung von 49 Regionalgesellschaften durch die Deutsche Post, in denen die Mitarbeiter nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden sollen. Verdi sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen und fordert zum Ausgleich eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns. Außerdem verlangt die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. afp

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